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Rentenmarktbericht

Aktuelle Übersicht und Einschätzung über Zinsentwicklungen, zinsrelevante Konjunkturdaten, Neuemissionen und Unternehmensmeldungen

25. Februar 2026

Lesezeit: setTime Minuten

Mittwoch, 25. Februar 2026, 10:00 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Fixed Income Sales Trading Team.

Rentenmärkte: 

  • knapp behauptet
  • deutsche BIP trifft Erwartungen - Konsumausgaben und Investitonen höher
  • Spaniens 30-jährige mit 120 Mrd Zeichnungsvolumen

Kennzahlen

Schatz-Future: 106,95
Bobl-Future: 117,13
Bund-Future: 129,59
iTRAXX Europe 5 Jahre: 53,70
Europe Crossover 5 Jahre: 252,85

Euro Swapsätze

Zwei Jahre: 2,18%
Fünf Jahre: 2,40%
Sieben Jahre: 2,54%
Zehn Jahre: 2,73%

Renditen amerikanischer Staatsanleihen

Zwei Jahre: 3,46%   
Fünf Jahre:

3,61%

Sieben Jahre: 3,81%
Zehn Jahre:

4,05%

Konjunktur

Eurozone

Das deutsche BIP wurde für Q4 mit 0,3% saison- und kalenderbereinigt gegen Vorquartal bestätigt, im Jahresvergleich mit 0,4%. 

Wie schon in den Quartalen zuvor nahmen die preis-, saison- und kalenderbereinigten Konsumausgaben insgesamt zu, sie stiegen um 0,7 % im Vergleich zum 3. Quartal 2025. Dabei erhöhte der Staat seine Konsumausgaben mit +1,1 % stärker als die privaten Haushalte (+0,5 %). Zugleich wurde wieder mehr investiert: Die Bauinvestitionen stiegen mit +1,6 % deutlich im Vergleich zum 3. Quartal 2025 an. In Ausrüstungen – also Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – wurde ebenfalls mehr investiert als im Vorquartal. Nach dem starken Anstieg im 3. Quartal 2025 flachte die Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen allerdings ab (+0,1 %). Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2025 preisbereinigt um 0,6 % höher als im 4. Quartal 2024. Preis- und kalenderbereinigt war der Anstieg geringer (+0,4 %), da 0,7 Arbeitstage mehr zur Verfügung standen als im Vorjahreszeitraum. Die preisbereinigten Konsumausgaben nahmen auch im 4. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal zu, sie stiegen um 1,6 %. Darunter entwickelten sich sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben positiv. Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen um 1,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, unter anderem aufgrund höherer Ausgaben für Pkw. Der Staatskonsum wuchs um 1,3 %, vor allem, weil mehr soziale Sachleistungen zur Verfügung gestellt wurden. Auch die preisbereinigten Investitionen in Ausrüstungen nahmen im Vergleich zum 4. Quartal 2024 zu (+0,4 %). 

Da der Konsum der privaten Haushalte im Vorjahresvergleich stärker zulegte (+4,4 %) als ihr gesamtwirtschaftliches Einkommen (+3,3 %), reduzierte sich die Sparquote auf 9,4 %. Im 4. Quartal 2024 hatte sie noch bei 10,4 % gelegen (Destatis).

Der Anleihehandel erfolgt aktuell in engen Bandbreiten.

USA  Unterschiedliche Signale kamen von den USA Konjunkturdaten. Der Philadelphia Fed Index Dienstleistungen rutschte im Februar auf -17,3 Punkte ab nach -4,2, erwartet, -6,8. Deutlich nach unten ging es mit dem Geschäftsklimaindex Verarbeitendes Gewerbe der Richmond Fed. Ebenso lag der Dallas Fed Index Dienstleistungen im Februar bei -3,2 Punkten nach 2,7. Das US Verbrauchervertrauen zog im Februar auf 91,2 Punkte an nach 89 im Vormonat, Erwartung 87,1 Punkte. 

Unternehmensmeldungen 

An den Märkten setzte sich am Mittwoch eine Rallye bei Technologieaktien, die die Wall-Street-Indizes nach oben trieb, bis nach Asien fort, da die Besorgnis über die disruptiven Auswirkungen künstlicher Intelligenz nach wochenlangen Turbulenzen nachließ. Die Erholung der angeschlagenen Softwareaktien trieb die US-Indizes nach oben, im Vorfeld der wichtigen Quartalszahlen von Nvidia Corp. im Laufe des Tages. (Quelle Bloomberg).

Die Aktie von Fresenius Medical Care ist eingebrochen, nachdem der Konzern einen enttäuschenden Ausblick vorgelegt hatte. Das Unternehmen rechnet in diesem Geschäftsjahr mit weitgehend stagnierenden Umsätzen und einem möglicherweise rückläufigen Gewinn.
Der Bad Homburger Dialyse-Spezialist teilte am Dienstag mit, das operative Ergebnis könne in diesem Jahr zwischen einem leichten Rückgang und einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Der Umsatz soll weitgehend stabil bleiben. Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichnete das bereinigte operative Ergebnis noch ein Plus von 27% - das obere Ende der eigenen Prognosespanne (Bloomberg).

Bureau Veritas meldet für das Geschäftsjahr 2025 einen bereinigten Betriebsgewinn von EUR 1,05 Mrd, +5,7% gegen Vorjahr, entsprechend den Erwartungen. Am 24.9. emittierte das Unternehmen die 3,375%ige Bureau Veritas SA 1.10.2033, 99,683% Reoffer, MS +83 BP. Aktuell kostet der Bond 100,23%, 3,34%, MS +75 BP, Rating A3 stabil.

E.ON erwartet in 2026 ein bereinigtes Ebitda von EUR 9,4 Mrd bis EUR 9,6 Mrd. Der bereinigte Nettogewinn soll bei EUR 2,7 -EUR 2,9 Mrd. liegen - im Rahmen der Erwartungen. In 2025 übertraf das Unternehmen mit seinem bereinigten Nettogewinn von EUR 3,02 Mrd. (+5,8%) gegen Vorjahr die Erwartungen von EUR 3 Mrd. Das bereinigte Ebitda zog um 8,8% gegen Vorjahr auf EUR 9,85 Mrd. an, Erwartung EUR 9,78 Mrd. 

Heidelberg Materials hat 2025 trotz rückläufiger Absatzmengen nach eigenen Angaben ein Rekordergebnis erreicht und peilt für 2026 weiter steigende Gewinne an.
Dank Sparmaßahmen und Preissteigerungen kletterte das sogenannte Ergebnis des laufenden Geschäfts, das dem EBIT gleichkommt, vergleichbar um 5,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, nach 3,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Wert liegt dabei in der Mitte der zuletzt noch eingegrenzten Zielspanne von 3,3 bis 3,5 Milliarden Euro. Im vierten Quartal kletterte das EBIT vergleichbar um 7,8 Prozent auf 921 Millionen Euro, wie der DAX-Konzern mitteilte (Dow Jones).

HSBC hat einen Geschäftsjahresgewinn vor Steuern von USD 29,91 Mrd. ausgewiesen, -7,4% gegen Vorjahr, Erwartungen USD 28,86 Mrd. Die harte Kernkapitalquote wurde mit 14,9%, knapp über Prognosen, präsentiert. Der Gewinn vor Steuern lag bei USD 6,8 Mrd gegenüber USD 2,28 Mrd. im Vorjahr.

Novo Nordisk plane die US-Listenpreise der Blockbuster-Medikamente Ozempic und Wegovy zum Start von 2027 um bis zu -50% zu reduzieren. Dies entspräche einem neuen Listenpreis von USD 675 pro Monat. Der neue Listenpreis sei ein proaktiver Schritt, der speziell Menschen helfen solle, deren Versicherungszuzahlungen direkt vom Listenpreis abhängen, so ein Vertreter des Unternehmens. Auf Druck der US-Regierung und Konkurrenten wie Eli Lilly biete Novo Nordisk die Medikamente auf der Webseite bereits unter dem aktuellen Listenpreis an (Reuters).

Neuemissionen

Spanien zog mit seiner neuen am 31.10.2056 fälligen Staatsanleihe, 3,95% Coupon, Bonos + 5 BP, Investoreninteresse von ca. EUR  120 Mrd. auf sich. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf EUR 7 Mrd. 

EUR 4 Mrd. nahm EIB auf (social), 2,625%, 15.3.2034, MS +14 BP, 99,123% Reoffer. Gut EUR 40 Mrd. lagen in den Zeichnungsbüchern, 

EFSF emittierte EUR 4 Mrd, 2,5%, 3.3.2031, MS +11 BP, 99,954%.

Auckland Council Neuseeland präsentierte sich mit EUR 500 Mio, IHS, Secured, 3,125%, 3.3.2036, MS +48 BP, Aa2 stabil/AA stabil.

Vodafone emittierte 4,2  9,2  und 15,2 Jahre, mehr als EUR 5 Mrd. lagen in den Zeichnungsbüchern mit folgenden Spreads: MS +52 BP; MS +92 BP, MS +130 BP.

Indonesion wird wohl mit 3 Tranchen in den Laufzeiten 8, 12 und 20 Jahren in EUR auftreten. .

Danske Bank A/S emittierte einen Nachrang-Bond (green), Tier II,  3,75%, 3.3.2038, MS +125 BP, EUR 750 Mio, 99,728% Reoffer.

GBP 500 Mio emittierte NIB, Supranational, 3,75%, 22.10.2029, Sonia MS +30 BP. 

USD 500 Mio begab KBN Norwegen, AAA/AAA, 5 Jahre Floater, DM +34 BP. 

Abbvie Inc (A2-) emittierte USD 8 Mrd, aufgeteilt auf 7 Tranchen. In diesem Jahr werden Anleihen im Volumen von USD 6 Mrd. fällig. Die Laufzeitenrange umfasste den Bereich 03/2028 bis 03/2066.

Fazit:

Anleihekurse bewegen ich in engen Bandbreiten mit einer knapp behaupteten Tendenz im Londoner Handel. Lichtblicke kommen vom deutschen BIP. Credit Spreads handeln unverändert eng mit der Tendenz zur leichten Ausweitung. 

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