Geschichten aus der Geschichte

Geschichten aus der Geschichte

Man muss wissen, wo man herkommt, um zu wissen, wohin man geht.

Gemeinsam Geschichte schreiben

Hauck Aufhäuser Lampe

Hauck Aufhäuser Lampe hat eine faszinierende Geschichte voller Anekdoten und großer Persönlichkeiten. Die Wurzeln des Bankhauses Hauck Aufhäuser Lampe reichen bis ins Jahr 1796 zurück. Der Zusammenschluss zwischen Hauck und Aufhäuser liegt bereits mehr als zwei Dekaden zurück. Seit 2016 blicken wir gemeinsam mit unserem chinesischen Partner und Investor Fosun in die Zukunft.

Und seither hat sich vieles verändert. Wir sind gewachsen: organisch und – u. a. durch den Zukauf der luxemburgischen Gesellschaften von Sal. Oppenheim im Jahr 2017 – auch anorganisch. Heute ist Luxemburg unser größter Standort. Das Fondsgeschäft ist in den letzten 50 Jahren zu unserem Aushängeschild geworden. Gleichzeitig haben wir vor zehn Jahren unser Dienstleistungsportfolio um unser Investment-Banking-Team in Hamburg erweitert. Und unser Private Banking haben wir zudem erst 2018 um den digitalen Vertriebskanal Zeedin erweitert.

Dann folgte der für unsere Geschichte wichtigste Tag: Am 1. Oktober 2021 wurde der Zusammenschluss zwischen Hauck & Aufhäuser und Bankhaus Lampe offiziell. Und damit begann für beide Banken eine neue gemeinsame Geschichte. Jene von Hauck Aufhäuser Lampe.

Doch als Privatbank wissen wir, dass es sehr wichtig ist, seine Wurzeln, und in unserem Fall gleich in drei Richtungen, zu kennen. Denn unsere Vergangenheit ist DNA. Wir sind stolz auf sie. Und sie zu kennen hilft uns zu wissen, welche Zukunft wir gemeinsam schreiben möchten.

Und so investieren wir heute 5 Prozent der jährlichen Bruttoerträge in Innovation. Gleichzeitig streben wir eine Positionierung im Kryptoasset-Bereich an und beschäftigen uns an verschiedenen Stellen mit RPA und AI. So verbinden wir unsere traditionellen Werte mit Zukunftsthemen, an deren fachliche und gesellschaftliche Relevanz wir glauben.

1796

Gründung von Gebhard & Hauck

Am 1. Januar 1796 wird Friedrich Michael Hauck Teilhaber des bereits seit 1753 bestehenden Wechsel-, Commissions- und Speditionsgeschäfts Platz & Gebhard. Nach der Teilhabe Haucks und dem Ausscheiden der Familie Platz wird das Geschäft von Friedrich M. Hauck und Philipp Gebhard unter dem Namen Gebhard & Hauck weitergeführt. Die Firma betreibt vorrangig Wein-, Seiden- und Farbstoffhandel. Überliefert ist zudem, dass Gebhard & Hauck bereits 1800 dem Oberrheinischen Kreis ein Darlehen von 100.000 Florin zu 4,5 Prozent gewährte.

1814

Goethe trifft Hauck

Friedrich Michael Hauck ist mit der Tochter des Verlegers Johann G. Fleischer verheiratet, der mehrere Werke des großen deutschen Dichters verlegte. Wie dem Tagebuch Goethes zu entnehmen ist, besucht er im Oktober 1814 anlässlich seines Aufenthaltes in Frankfurt unter anderem die Haucks. Vor dem Namen "Hauck" steht am selben Tag in Goethes Tagebuch an erster Stelle die Tante "Melber". Während und nach dem Zweiten Weltkrieg sind Nachkommen dieser Tante Goethes wichtige Mitwirkende der Bank Georg Hauck & Sohn.

1815

F. M. Hauck wird Teil des ersten bürgerlichen Repräsentativsystems in Frankfurt

In Frankfurt entwickelt sich in zaghaften Schritten ein erstes bürgerliches Repräsentativsystem. An dessen Spitze steht der Senat/"Rat". Ihm zur Seite gestellt wird die ständige Bürgerrepräsentation sowie der neu geschaffene unständige Bürgerausschuss als gesetzgebende Versammlung. Diese soll auch zwischen Rat und Bürgerrepräsentation vermitteln sowie Staatsverträge sanktionieren. Friedrich Michael Hauck ist Mitglied der ständigen Bürgerrepräsentation und wird in die gesetzgebende Versammlung bestellt.

1837

Hochzeit in bester Gesellschaft

Georg Heinrich Hauck, späterer Namensgeber des Bankhauses Georg Hauck & Sohn, heiratet Sophie Gogel. Die Familie Gogel gehört zu einem traditionsreichen Geschlecht. Der Vater von Sophie Gogel wurde als Jugendlicher vom Philosophen Friedrich Hegel unterrichtet. Hegel wiederum pflegte engen Kontakt zu Friedrich Hölderlin. Die Heirat zeigt den exzellenten Ruf, den sich die Familie Hauck in kurzer Zeit in Frankfurt aufgebaut hat.

1839

Tod F. M. Haucks und Weitergabe des Unternehmens an die nächste Generation

Friedrich Michael Hauck stirbt in seinem 70. Lebensjahr, seine Frau Catharina Fleischer ist bereits zwei Jahre zuvor gestorben. Nach seinem Tod übernehmen die beiden jüngeren Söhne Georg Heinrich und Ferdinand Hauck das Unternehmen.

1852

Gründung Bankhaus Lampe

Am 1. Oktober 1852 - zu Beginn des Industriezeitalters - gründete der 24-jährige Hermann Lampe das Unternehmen als Bank- und Speditionsgeschäft in Minden. Mit kaufmännischem Geschick entwickelte er die Firma -aus kleinsten Anfängen heraus - zu einem Bankhaus, das sich im ostwestfälischen Raum einen guten Namen machen konnte, war doch der Rat von Hermann Lampe bald überall geschätzt.

1861

Aus Gebhard & Hauck wird Georg Hauck & Sohn – von nun an nur noch Bankgeschäfte

1861 kommt es zur geschäftlichen Trennung der beiden Söhne Friedrich Michael Haucks. Gebhard & Hauck wird auf Georg Hauck & Sohn übertragen. Das "Sohn" bezieht sich auf Georg Haucks Sprössling Alexander. Ab diesem Zeitpunkt werden ausschließlich Bankgeschäfte ausgeübt. Georg Haucks Bruder gründet die Bank Ferdinand Hauck, die nach einigen erfolgreichen Jahren 1926 liquidiert wird.

1870

Gründung des Bankhauses Aufhäuser & Scharlach in München

Am 14. Mai 1870 meldet Heinrich Aufhäuser bei der Stadt München den Betrieb eines Bankgeschäfts an. In Samuel Scharlach findet er einen Teilhaber, der Kaufmann ist und Heinrich Aufhäuser die Geschäftsführung überlässt. 1871 erzielt das Bankhaus bereits einen Gewinn in Höhe von mehr als 34.000 Gulden. Vor allem in den kommenden drei Jahrzehnten bildet der Handel mit Wertpapieren die tragende Säule des Bankhauses.

Insbesondere für das erfolgreiche Geschäft im Wertpapiersektor war der Kontakt zu vermögenden Kunden essenziell. Diese strebten über den Erwerb von Aktien oder privaten und öffentlichen Schuldverschreibungen eine rentable Kapitalanlage an. Dazu benötigten sie den Rat eines vertrauenswürdigen und erfahrenen Bankiers.

1877

Bankhaus Lampe geführt von Carl Siebe und Wilhelm Wegener

Am 15. Juli 1877 verunglückte Hermann Lampe tödlich. Das noch kleine, aber solide Bankhaus wird daraufhin von einem seinem Mitarbeiter, Carl Siebe, sowie dessen Vetter, Wilhelm Wegener, übernommen. Unter der tatkräftigen Führung dieser beiden Bankiers wuchs das Unternehmen zu einem Bankhaus, das voller Energie und Dynamik die Wirtschaft des Minden-Ravensberger Landes unterstützte und förderte: Gründungen von Aktiengesellschaften wurden begleitet, Obligationen platziert und bereits die ersten Kontakte ins Ausland geknüpft.

1888

Hauck bringt Hoechst an die Börse | Hauck ist Kommanditär bei der Gründung der BBC

Nach dem Tod von Georg Hauck übernimmt dessen Sohn Alexander die Geschäfte des Bankhauses. Bereits im selben Jahr wird er in den Aufsichtsrat der Farbwerke Hoechst gewählt. Aus der Farbenfabrik wird ein weltweit tätiges Chemieunternehmen, dessen Aktien ab 1888 an der Börse gehandelt werden.

Bei der Gründung der Schweizer Kommanditgesellschaft Brown, Boveri & Cie (BBC) ist Georg Hauck & Sohn einer der Kommanditäre. Darüber hinaus ist Georg Hauck & Sohn jahrelang Bankpartner der deutschen BBC-Tochtergesellschaft.

Dass Privatbankiers untereinander gute Beziehungen unterhalten, zeigt die Heirat von Otto Hauck, Sohn Alexander Haucks, mit Mathilde Bertha Metzler, die der alteingesessenen Bankiersfamilie Metzler entstammt. Otto Haucks Schwiegervater ist der bekannte Frankfurter Stadtrat Albert Metzler, den man Anfang des 20. Jahrhunderts ins preußische Herrenhaus beruft und in den Adelsstand erhebt.

1894

Umfirmierung des Münchener Bankhauses in H. Aufhäuser

Nachdem Heinrich Aufhäuser seinen ehemaligen Partner Scharlach ausbezahlt hat, firmiert das Unternehmen fortan als Bankhaus H. Aufhäuser. Auch räumlich gibt es kurze Zeit später einen Neuanfang: Da das Geschäft floriert, reichen die bestehenden Räumlichkeiten nicht mehr aus. Heinrich Aufhäuser kauft für 160.000 Mark das Anwesen Löwengrube 20.

1899

H. Aufhäuser expandiert und zieht in die Löwengrube

Heinrich Aufhäuser wird in den Vorstand des Münchener Handelsvereins berufen, was seine bedeutsame Stellung innerhalb der Stadt verdeutlicht. Außerdem wandelt sich das Bankhaus H. Aufhäuser von einer auf das Effektenkommissionsgeschäft spezialisierten Bank zu einem umsatzstarken Kreditinstitut. Die Expansion des Geschäfts macht einen Umzug unumgänglich. Noch im selben Jahr bezieht die Bank die neuen Geschäftsräume in der Löwengrube 20, die mehrere Jahre lang aufwendig renoviert wurden.

1901

M. Aufhäuser wird Teilhaber

Heinrich Aufhäuser nimmt seinen ältesten Sohn, den 26-jährigen Martin, als Teilhaber in das Münchener Bankhaus auf. Das nötige Rüstzeug für seine Bankierslaufbahn hat sich Martin Aufhäuser nach seinem Abitur bei der Lehre in einer Frankfurter Privatbank erworben.

1905

Otto Hauck in mehreren Aufsichtsräten | Hauck im Gründerkonsortium der MetallBank

Otto Hauck wird Mitglied des Aufsichtsrates der Frankfurter Hypothekenbank AG. Darüber hinaus hat er aufgrund seines guten Rufs in der Frankfurter Wirtschaftswelt auch Aufsichtsratsmandate von Firmen inne, mit denen die Bank nicht in näherer geschäftlicher Beziehung steht, darunter die Deutsche Bank sowie die Allianz-Versicherungen.

Georg Hauck & Sohn ist im Gründerkonsortium der Berg- und Metallbank, die von der Metallgesellschaft ins Leben gerufen wurde. Alexander Hauck ist zudem langjähriges Beiratsmitglied der "Centrale für private Fürsorge", die 1899 von Wilhelm Merton, strategischer Kopf der Metallgesellschaft, gegründet wurde.

Dies ist nicht die einzige Verbindung zwischen den Familien Merton und Hauck. Wilhelm Merton heiratet 1877 die Bankierstochter Emma Ladenburg. Die Bank E. Ladenburg ist 1906 ebenfalls Mitglied des Gründerkonsortiums der Berg- und Metallbank. Im Jahre 1968 heiratet ein Nachkomme der Ladenburg-Familie, Richard Ladenburg, Maria Hauck, eine Schwester von Michael Hauck. Richard Ladenburg ist von 1970 für zehn Jahre Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von Georg Hauck & Sohn.

1907

Siegfried Aufhäuser: Hervorragende Verbindungen nach London

Heinrich Aufhäusers jüngerer Sohn Siegfried startet seine Bankierslaufbahn in London und erhält die britische Staatsbürgerschaft. Bei seinem Eintritt in die Bank H. Aufhäuser 1921 bringt er hervorragende Verbindungen zu bedeutenden britischen Banken wie J. Henry Schroeder & Co., Lazard Brothers & Co. Ltd. und Coutts & Co mit. Letztere führt die Bankkonten der königlichen Familie. Das Bankhaus H. Aufhäuser bekommt die Gelegenheit, für die Royals Bankgeschäfte während ihrer Aufenthalte in Deutschland zu tätigen.

1913

Bilanzsumme von Aufhäuser übersteigt 10 Millionen

Die Bilanzsumme des Bankhauses H. Aufhäuser überschreitet die 10-Millionen-Grenze. Die Kundeneinlagen betragen im gleichen Zeitraum 2,4 Millionen Mark – 1897 waren es gerade 62.000 Mark. Die Bankeinlagen konnten von 88.000 auf über 4 Millionen Mark erhöht werden. Damit ist die Bank zu einem umsatzstarken Kreditinstitut geworden.

1914

H. Aufhäuser wird königliche Unterstützung zuteil

Heinrich Aufhäuser bekommt in "Anerkennung seiner Verdienste um die heimische Wirtschaft" vom bayerischen König Ludwig III. den Titel eines "Königlich Bayerischen Kommerzienrats" verliehen. Zu den Kunden des Bankhauses H. Aufhäuser zählen Anfang des 20. Jahrhunderts prominente Mitglieder der Münchener Gesellschaft, unter anderem die Familie des Schriftstellers Thomas Mann und Herzog Luitpold in Bayern.

1917

Tod Heinrich Aufhäusers

Nachdem Heinrich Aufhäuser unter großer Anteilnahme der Münchener Bevölkerung zu Grabe getragen wurde, übernimmt sein ältester Sohn Martin die Leitung des Bankhauses. Nach drei Jahren im Krieg zeichnet sich eine Niederlage des Deutschen Reiches ab. Hinzu kommen die allgemeine ökonomische Krise und die Wirtschaftsblockade der Alliierten sowie Hungerkrisen in der Bevölkerung, wovon München besonders betroffen ist.

1917

Wilhelm Siebe und Karl Wegener werden Teilhaber

Im Jahre 1917 wurden Wilhelm Siebe und Karl Wegener, die Söhne der beiden Inhaber, als Teilhaber aufgenommen. Gemeinsam führten sie die Bank - auch nach dem Tode ihrer Väter - in bewährter Weise fort. Als im Jahre 1938 Wilhelm Siebe starb, fiel die gesamte Verantwortung auf Karl Wegener, der von da ab die Geschäfte der Bank allein leitete.

1918

Bleichröder beteiligt sich an H. Aufhäuser

Das renommierte Berliner Bankhaus S. Bleichröder tritt als Kommanditist bei H. Aufhäuser ein. Das Münchener Bankhaus ändert daher seine Rechtsform, wird Kommanditgesellschaft und firmiert fortan als "H. Aufhäuser Kommandite von S. Bleichröder". 1921 kommt es durch die Beteiligung Martin Aufhäusers an S. Bleichröder zu einer Überkreuzbeteiligung zwischen den beiden jüdischen Bankhäusern. Gerson Bleichröder, der Begründer des Berliner Bankhauses, ist der private Bankier Otto von Bismarcks. Aufgrund von Streitigkeiten zwischen den Erben verblasst jedoch der Glanz von S. Bleichröder im Laufe der Zeit.

1921

O. Hauck wird Präsident der IHK | E. Kraemer als Teilhaber bei Aufhäuser | Aufhäuser und die Orbis-Film AG

Nach Friedrich Michael Hauck ist Otto Hauck der Zweite der Familie, der Präsident der (Industrie- und) Handelskammer Frankfurt wird.

Siegfried Aufhäuser wird zusammen mit Emil Kraemer Teilhaber des Bankhauses H. Aufhäuser. Auch Ernst Kritzler, seit 1917 Teilhaber von S. Bleichröder, tritt dem Bankhaus bei.

München wird zu einer bedeutenden Filmmetropole. Zu den großen Filmateliers gehören die Stuart-Webbs-Ateliers der Orbis-Film AG. Bei der Gründung der Orbis-Film AG werden die Stammaktien von einem Konsortium unter der Führung des Bankhauses H. Aufhäuser übernommen. Generell rückt die Finanzierung von Handel und Industrie neben dem Geschäft mit vermögenden Privatkunden zunehmend in den Mittelpunkt der Geschäftstätigkeiten.

1922

S. Aufhäuser wird "Königlich Schwedischer Generalkonsul"

Dem weltgewandten Siegfried Aufhäuser, der zu den prominenten Mitgliedern der Münchener Gesellschaft zählt, wird der Titel des "Königlich Schwedischen Generalskonsuls" verliehen.

1923

Notgeld von O. Hauck unterschrieben | Erweiterung der Löwengrube

Zur Überwindung der Hyperinflation sowie zur Rückgewinnung einer stabilen Währung werden in Frankfurt Notgeldscheine in Gold- bzw. Dollarwährung ausgegeben – und an erster Stelle von Otto Hauck unterschrieben.

Die umfangreichen Umbau- und Ausbauarbeiten in der Löwengrube 18-20 werden abgeschlossen. Bis 2014 bleiben die Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Frauendom das Münchener Domizil des Bankhauses.

1925

Hauck und Aufhäuser im Gründerkonsortium IG Farben

Otto Hauck ist seit 1912 Mitglied des Aufsichtsrates der Farbwerke Hoechst. Zum Jahreswechsel 1925/26 schließen sich die großen deutschen chemischen Fabriken zur IG Farben zusammen. Georg Hauck & Sohn und das Bankhaus H. Aufhäuser gehören zum Gründerkonsortium. Otto Hauck bleibt bis 1932 im Aufsichtsrat von Hoechst und scheidet aus, bevor das dunkle Kapitel der IG Farben beginnt. 1942 wird das Bankhaus Georg Hauck & Sohn aus dem IG-Konsortium gedrängt.

1926

M. Aufhäuser wird "Geheimer Kommerzienrat" und Vorstand der Bayerischen Börse

Martin Aufhäuser erhält mit dem Titel des "Geheimen Kommerzienrats" eine Auszeichnung, die nur den "hervorragendsten bayerischen geschäftsführenden Großindustriellen und Großkaufleuten" zuteil wird. Im Jahr darauf gehört er außerdem dem Vorstand des Münchener Handelsvereins sowie der bayerischen Wertpapierbörse an. Das Münchener Bankhaus hat sich unter der Führung von Martin Aufhäuser zu einer der renommiertesten und größten Privatbanken Deutschlands entwickelt. Auch die Mitarbeiter werden umsorgt: Martin Aufhäuser kauft ein großes Anwesen mit Garten, das fortan als begehrtes Ausflugs- und Ferienziel der Bankangestellten dient.

1928

Eine Pfund-Anleihe für München; Aufhäuser und die Gründung der Gemeinnützigen Wohnungsfürsorge

Als die Stadt München dringend Geld für den Ausbau der Elektrizitäts- und Gaswerke benötigt, kann das Bankhaus H. Aufhäuser aufgrund seiner guten Beziehungen nach London beim Bankhaus Lazard Brothers & Co. eine Anleihe in Höhe von 1.625.000 Pfund Sterling beschaffen. Im selben Jahr erreicht die Bilanzsumme des Münchener Bankhauses mit mehr als 107 Millionen Reichsmark ihren Höhepunkt.

Aufgrund der Wohnungsnot in München gründet das Bankhaus H. Aufhäuser gemeinsam mit weiteren regionalen Institutionen die Gemeinnützige Wohnungsfürsorge AG (GEWOFAG).

1929

M. Aufhäuser hilft dem Tierpark Hellabrunn

Um den Fortbestand des Tierparks Hellabrunn in München zu sichern, wird die "Münchener Tierpark Hellabrunn AG" ins Leben gerufen. An der Gründung ist Martin Aufhäuser als Aktionär beteiligt. Zudem wird er Mitglied des ersten Aufsichtsrates. Noch heute ist der Tierpark eines der beliebtesten Ausflugsziele in München.

1931

Aufhäuser verschafft München Kredite in London

Inmitten der Weltwirtschaftskrise gelingt es dem Bankhaus H. Aufhäuser, bei Kleinwort, Sons & Co. in London kurzfristige Kredite in Höhe von zwei Millionen Reichsmark für die weiterhin notleidende Stadt München zu bekommen.

1933

O. Hauck und H. Aufhäuser leiden unter dem "Judenboykott"

Sowohl das Frankfurter Bankhaus Georg Hauck & Sohn wie vor allem das Münchener Bankhaus H. Aufhäuser leiden unter dem NS-Regime. Bereits wenige Wochen nach der Machtergreifung Hitlers inszenieren die Nationalsozialisten am 1. April den "Judenboykott", bei dem auch das jüdische Bankhaus H. Aufhäuser blockiert wird. Am gleichen Tag wird Otto Hauck aus seinem Amt als Präsident der Frankfurter Handelskammer gedrängt.

1934

Tod O. Haucks und Gründung des Angestellten-Unterstützungsvereins

Otto Hauck stirbt am 25. November im Alter von 70 Jahren. In einer Jubiläumsschrift der Handelskammer zum 100. Geburtstag Otto Haucks wird konstatiert: "Otto Hauck gehörte zu den angesehensten Persönlichkeiten Frankfurts." Die Anzahl seiner Ämter spricht dafür: Er war unter anderem Frankfurter Börsenvorstand, Mitglied im Reichs-Börsenausschuss sowie Vorsitzender des Ehrengerichts der Frankfurter Börse. Hinzu kam eine Vielzahl von Aufsichtsratsposten. Otto Haucks Sohn Alexander übernimmt 1934 die Leitung von Georg Hauck & Sohn. In seinem Nachlass hat Otto Hauck verfügt, 100.000 Reichsmark für die Unterstützung der Bankangestellten zur Verfügung zu stellen. Infolgedessen wird der Angestellten-Unterstützungsverein ins Leben gerufen. Beim Bankhaus H. Aufhäuser gibt es für ähnlich gelagerte Fälle eine "Soziale Hilfskasse". 2002 verschmelzen beide Vereine und unterstützen bis heute Angestellte und ehemalige Angestellte des Bankhauses sowie deren Angehörige bei Hilfsbedürftigkeit, Erwerbsunfähigkeit und im Alter.

1936

Verlust der AR-Mandate

Das Bankhaus H. Aufhäuser muss nach und nach seine Aufsichtsratsposten bei anderen Firmen aufgeben. Trotz allem kann sich Martin Aufhäuser Hoffnungen für die Zukunft seiner Bank machen. Am 16. Juli 1936 erhält er vom Reichswirtschaftsministerium eine Garantie, dass "im Sinne der Reichsregierung der Verkehr mit der Bankfirma wegen des nichtarischen Charakters der beiden Inhaber einer Beanstandung nicht ausgesetzt" sei. Diese Zusagen sind unüblich und zeigen, dass das nationalsozialistische Regime ökonomisch (noch) nicht auf die jüdischen Banken verzichten kann – aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutsamkeit sowie der guten Kontakte zum Ausland.

1938

"Arisierung" von Aufhäuser

Im Laufe des Jahres wird die Lage aufgrund der nationalsozialistischen Repressalien für das Bankhaus H. Aufhäuser immer prekärer. Im November wird mit dem Hamburger Privatbankier Friedrich Wilhelm Seiler ein Gesellschaftervertrag gebilligt, der die Mitwirkung sowie eine Kommanditbeteiligung Martin Aufhäusers vorsieht. Infolge der Reichspogromnacht wird dies jedoch obsolet: Mitinhaber Emil Kraemer stirbt, Martin Aufhäuser wird ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Von dort muss er fortan neue Verhandlungen zur "Arisierung" des Bankhauses führen. Die zehn "nichtarischen" Mitarbeiter sowie die beiden Gebrüder Aufhäuser müssen ausscheiden, ebenso das beteiligte Bankhaus S. Bleichröder. Die Münchener Bank wird nach dem neuen persönlich haftenden Gesellschafter Friedrich Seiler aus Hamburg in "Seiler & Co." umbenannt.

1939

Hauck übernimmt Mehrheit von J. Ph. Kessler | Martin Aufhäuser im Exil

Seit der nationalsozialistischen Herrschaft steht Alexander Hauck mit seinen 40 Angestellten aufgrund wegbleibender Kunden vor der Frage, ob er das Bankgeschäft aufgeben muss. Durch seinen alten Schulkameraden Adolf Melber, der mit seinem Vater das Bankhaus J. Ph. Kessler führt, bietet sich eine Lösung an. Alexander Hauck kommt mit ihm überein, dass Georg Hauck & Sohn die Mehrheit an J. Ph. Kessler übernimmt; gleichzeitig wird Adolf Melber persönlich haftender Gesellschafter von Georg Hauck & Sohn. Durch diese Regelung ist der Fortbestand des Bankhauses gesichert.

Im März geht Martin Aufhäuser mit seiner Gattin Auguste mittellos ins Exil nach London; im Frühsommer führt ihn sein Weg nach Den Haag, später nach Amsterdam. Sein Vermögen ist aufgrund der antijüdischen Maßnahmen gesperrt und im Zuge der Ausbürgerung eingezogen.

1941

Seiler fünftgrößte Privatbank

Der Seiler-Bank gelingt es, bis ins Jahr 1944 Gewinne zu erzielen, ohne sich umfangreich in Reichsschuldtiteln und Rüstungsgeschäfte zu verstricken. Seiler & Co. steigt während dieser Zeit zur fünftgrößten deutschen Privatbank auf. Einige Bankmitarbeiter werden zum Kriegsdienst eingezogen. Um den Kontakt nicht abreißen zu lassen, unterrichten die "Seiler-Heimatbriefe" die daheim Verbliebenen über alle eingehenden Lebenszeichen und berichten den Einbezogenen regelmäßig über Neuigkeiten. Unterdessen teilt die Gestapo der Bank regelmäßig mit, dass jüdische Kunden nach Theresienstadt oder Auschwitz "ausgewandert" seien – ein furchtbarer Euphemismus für die Judentransporte zu den Todesstätten.

1944

Tod und Zerstörung

Martin Aufhäuser stirbt mit 68 Jahren als gebrochener Mann in den USA. Sowohl das Frankfurter Bankhaus Georg Hauck & Sohn wie auch die Münchener Bank Seiler & Co. werden 1944 weitgehend durch Bombenangriffe zerstört. Im März schlägt eine Phosphorbrandbombe in der Neuen Mainzer Straße 30 ein und zerstört das Frankfurter Bankhaus vollständig. Einige Wochen später, in der Nacht vom 24. zum 25. April, wird das Münchener Bankhaus Seiler in der Löwengrube schwer beschädigt. Dennoch kann der Geschäftsbetrieb provisorisch weitergeführt werden.

1945

Neubeginn

Das Jahr 1945 bedeutet auch für das Bankhaus H. Aufhäuser Kontinuität und Bruch zugleich. Josef Bayer wird aufgrund seiner langjährigen Zugehörigkeit zur Bank von der US-amerikanischen Militärregierung zum Treuhänder des Bankhauses ernannt. Zunächst gilt es, das zerstörte Bankgebäude in der Löwengrube wieder aufzubauen.

Nach Kriegsende wird in Frankfurt Adolf Melber ohne Begründung von der US-amerikanischen Militärregierung für abgesetzt erklärt. Weil Alexander Hauck bereits stark durch seine Krebserkrankung gezeichnet ist, gestaltet sich der Neuanfang schwierig – auch, weil das Gebäude in der Neuen Mainzer Straße nach den Bombenangriffen nicht nutzbar ist und die Bank sich mit diversen Notunterkünften behelfen muss.

1946

Tod A. Haucks

Alexander Hauck stirbt Anfang September kurz nach der Rückkehr seines Sohnes Michael aus französischer Kriegsgefangenschaft. Die persönliche Haftung bei Georg Hauck & Sohn übernehmen Michael und seine Mutter Anne Marie Hauck. 1946 wird auch der Bruder von Anne Marie Hauck, Dr. August Oswalt, persönlich haftender Gesellschafter von Georg Hauck & Sohn. Er trat bereits in den 30er-Jahren in die Bank ein und war nach dem Krieg maßgeblich am Wiederaufbau der Bank beteiligt.

1949

Tod S. Aufhäusers

Siegfried Aufhäuser stirbt in den USA. Nachdem sein Bruder Martin bereits fünf Jahre zuvor verstorben ist, lebt nun auch der letzte ehemalige Aufhäuser-Gesellschafter des Münchener Bankhauses nicht mehr.

Das Bankhaus H. Aufhäuser (offiziell noch Seiler & Co.) befindet sich derweil im Konsortium zur Gründung der ersten Kapitalanlage-Gesellschaft in Deutschland, der Allgemeinen Deutschen Investmentgesellschaft (ADIG). In den 1960er Jahren ist das Bankhaus an der Platzierung des ersten US-amerikanischen Investmentfonds in Deutschland beteiligt.

1949

Bankhaus Lampe wird Kommanditgesellschaft

Zwar sind auch am Bankhaus Lampe die beiden Weltkriege nicht spurlos vorübergegangen, doch überstand die Bank Inflationen und Wirtschaftskrisen vergleichsweise gut. Damit war die Voraussetzung gegeben, nach der Währungsreform eine neue Entwicklung einleiten zu können.

Am 1. Juli 1949 erfolgte die Umwandlung des Unternehmens aus seiner bisherigen Rechtsform als offene Handelsgesellschaft in eine Kommanditgesellschaft. Bankier Hugo Ratzmann, vormals Hardy & Co., übernahm als alleiniger Komplementär die Leitung der Bank. Als Kommanditisten traten Herr Rudolf August Oetker, Bielefeld, sowie C. A. Delius & Söhne, Bielefeld, und die Reese Gesellschaft mbH, Hameln, ein. Dadurch konnte die Kapitalbasis der Bank so verbreitert werden, dass sie in den nächsten Jahren weit über den Rahmen ihres bisherigen Interessengebietes hinaus an Bedeutung gewann. Laut Eröffnungsbilanz betrug das Eigenkapital 250.000 DM mit einer Geschäftsstelle und zehn Mitarbeitern.

1950

Hauck wird Kommanditgesellschaft

Georg Hauck & Sohn wird in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Persönlich haftende Gesellschafter sind Anne Marie Hauck, ihr Sohn Michael Hauck, August Oswalt und Kurt Heide. Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von Georg Hauck & Sohn ist Dr. Rudolf Brinckmann.

1951

Eröffnung der Bielefelder Niederlassung

Im Mai 1951 erfolgte die Eröffnung des neu errichteten Bankgebäudes am Alten Markt in Bielefeld. Zugleich wurde auch der Hauptsitz des Unternehmens nach Bielefeld verlegt. Das Mindener Haus blieb als Niederlassung bestehen. Nach 100 Jahren, am 1. Oktober 1952, betrug die Bilanzsumme 54,7 Mio. DM. Die Mitarbeiterzahl war in beiden Häusern auf 53 gewachsen.

1954

Offizielle Rückfirmierung in H. Aufhäuser

Als Entschädigung erhalten die Erben der Gebrüder Aufhäuser rückwirkend zum 21. Juni 1948 eine 40-prozentige Beteiligung am Kommanditkapital des Bankhauses. Zugleich wird Josef Bayer persönlich haftender Gesellschafter. Im Januar 1954 feiert das Bankhaus die Rückfirmierung zu "H. Aufhäuser" – auch Martin Aufhäusers Witwe Auguste und die Tochter Emma können dazu in München begrüßt werden. Doch kurz darauf veräußert die Familie Aufhäuser aufgrund der Vorkommnisse in der Zeit des Nationalsozialismus ihre Beteiligung an der Bank. Damit sind seit 1955 keine Mitglieder der Aufhäuser-Familie mehr am Bankhaus H. Aufhäuser beteiligt.

1956

Hauck im Gründerkonsortium DWS

Michael Hauck, bereits seit 1950 Komplementär von Georg Hauck & Sohn, tritt nun aktiv in die Geschäftsleitung ein. Er ist zuständig für den Aktien- und Rentenhandel sowie die Betreuung institutioneller und privater Kunden.

Im selben Jahr wird die "Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen mbH" (DWS) gegründet. Im Gründungskonsortium der Investmentgesellschaft sitzt neben 13 weiteren Bankhäusern Georg Hauck & Sohn – und bleibt bis Ende 2004 an dem Institut beteiligt.

1959

Bankhaus Lampe eröffnet Niederlassung in Münster

Im Jahr 1959 wurde die Niederlassung Münster gegründet und die Börsenrepräsentanz Düsseldorf – die heutige Zentrale – in eine Niederlassung umgewandelt.

1960

Bankier Ratzmann und sein Wirken

Am 8. Dezember 1960 verstarb der Bankier Ratzmann an den Folgen eines schweren Autounfalls. Über den Tod hinaus blieb die Bank jedoch von seinem Wirken geprägt, welches eine weitreichende Bedeutung in der Zukunft der Bank gespielt hat.

1961

Horst Herold wird persönlich haftender Gesellschafter von Bankhaus Lampe

Nach der kurzen Zeit einer interimistischen Geschäftsleitung durch die Herren Dr. Carl Melien und Dr. Hans Heuer wurde mit dem 1. Juli 1961 Herr Horst Herold zum persönlich haftenden Gesellschafter der Bank. Unter seiner Ägide wurde das Bankgeschäft Marx & Co., Berlin, übernommen und in die Tochtergesellschaft Bankhaus Hermann Lampe KG & Co., Berlin, umgewandelt (1962). Nach vielfältigen Überlegungen über eine neue Formierung des Instituts schied Herr Herold jedoch zum 31.12.1963 aus.

1964

Dr. Hans Heuer und Rudolf von Ribbentrop werden Geschäftsleiter von Bankhaus Lampe

Damit war eine grundlegende Weichenstellung getan, wurde doch mit dem 01.01.1964 der bisherige Kommanditist, Rudolf-August Oetker, zum Komplementär der Bank. Zu Geschäftsleitern wurden die Herren Dr. Hans Heuer und Rudolf von Ribbentrop ernannt. Die Bilanzsumme betrug 286 Mio. DM; 200 Mitarbeiter wurden in 4 Geschäftsstellen beschäftigt.

In den sechziger Jahren entstanden Filialen in Dortmund (1966), Halle in Westfalen (1966), Herford (1967), Gütersloh (1969) und schließlich Wuppertal (1971). Darüber hinaus war die Bank über die zum Einflussbereich der Oetker-Gruppe gehörenden Bank für Brau-Industrie AG in Frankfurt präsent.

1968

Hauck Gründungsmitglied von Universal

Georg Hauck & Sohn ist Gründungsmitglied der Universal-Investment-Gesellschaft mbH. Ab Ende 1970 erwirbt dann auch das Bankhaus H. Aufhäuser Geschäftsanteile an der Universal.

Praktisch parallel zum Investmentsparen entwickelte sich die Wertpapieranalyse in Deutschland zu einer eigenständigen Disziplin. Auf diesem Gebiet leistete die Bank Georg Hauck & Sohn Pionierarbeit, als Axel Schütz und Michael Hauck die "Hauck’sche Formel" entwickelten und damit die Errechnung des Steueraufwands aus dem Gewinn ermöglichten.

1968

Bankhaus Erich Sültz wird zur Hamburger Niederlassung von Bankhaus Lampe

Im Jahr 1968 erfolgte die Übernahme des Bankhauses Erich Sültz und Umwandlung in die Niederlassung Hamburg.

1969

Hauck ändert Gesellschafterstruktur

Frank Heide, Sohn des ehemaligen Partners Kurt Heide, sowie Axel Schütz, der es vom Lehrling zum Partner schafft, treten – neben Michael Hauck und Reinhard C. Schroeder – als persönlich haftende Gesellschafter bei Georg Hauck & Sohn ein. Zudem wird die Allianz Lebensversicherung AG Kommanditist.

1970

Hauck in Kaiserstraße | H. Aufhäuser eröffnet Filiale in Frankfurt

Das Bankhaus Georg Hauck & Sohn zieht von der Neuen Mainzer Straße in die Kaiserstraße 24 in Frankfurt, wo die Bank noch heute ihren Sitz hat.

Genau 100 Jahre nach seiner Gründung im Jahr 1870 eröffnet das Münchener Bankhaus H. Aufhäuser eine Filiale in Frankfurt am Main. Im Jubiläumsjahr beträgt die Bilanzsumme 312 Millionen Mark und die Kundeneinlagen belaufen sich auf 220 Millionen Mark.

1972

R. Bayer Präsident der Bayerischen Börse

Nachdem bereits Josef Bayer nach dem Krieg langjähriger Präsident der Bayerischen Börse war, wird auch sein Sohn Rudolf in dieses Amt berufen.

1972

Herr von Ribbentrop wird Sprecher der Geschäftsleitung

Zum 31.12.1972 wurde Herr von Ribbentrop zum Sprecher der Geschäftsleitung ernannt und die Bilanzsumme überschritt erstmals die Milliardengrenze. Zugleich erreichte zu diesem Zeitpunkt die Mitarbeiterzahl mit 377, ebenso die Zahl der Betriebsstätten mit 10, einen vorläufigen Höhepunkt.

1973

Georg Hauck & Sohn in Luxemburg

Georg Hauck & Sohn gründet als zweite deutsche Privatbank in Luxemburg eine Tochtergesellschaft: die Hauck Banquiers Luxembourg S.A. Diese wendet sich in erster Linie an Träger von Auslandsvermögen.

1974

Bankhaus Lampe nutzt Refinanzierungskraft

Am 01.01.1974 übernahm die damalige Deutsche Genossenschaftskasse, die heutige DZ BANK, eine Schachtelbeteiligung als Kommanditistin am Bankhaus Lampe. In dieser Partnerschaft konnte das Bankhaus Lampe die Refinanzierungskraft des genossenschaftlichen Spitzeninstituts nutzen.

Die Niederlassungen Dortmund, Gütersloh, Herford, Minden, Halle/Westfalen und Wuppertal und wurden in den Jahren 1974/75 aufgegeben.

1978

Umwandlung der Bankhaus Lampe Tochtergesellschaft in Berliner Niederlassung 

Zum 01.01.1978 wurde die Tochtergesellschaft in Berlin in eine Niederlassung umgewandelt. Die Bilanzsumme überschritt zum Jahresende 1978 die 2 Mrd. DM-Grenze. Kapital und Rücklagen betrugen 79 Mio. DM.

1979

Leasing- und Forfaitierungsgeschäfte

Frühzeitig erkennt das Bankhaus H. Aufhäuser die Möglichkeiten des Leasing-Geschäfts und erwirbt 1979 die Mehrheit an der BAV-Leasing GmbH. Mit dem beginnenden Tauwetter zwischen Ost und West wendet sich das Münchener Bankhaus zudem in den 70er Jahren der Zusammenarbeit mit den National- und Außenhandelsbanken der Ostblockländer zu. Für Ungarn, Bulgarien und Polen werden vielfältige Forfaitierungsgeschäfte abgewickelt.

1979

Lampebank International S.A. in Luxemburg nimmt als Tochterinstitut der Bank ihre Geschäftstätigkeit auf

Im Mai 1979 nahm die Lampebank International S.A. in Luxemburg als Tochterinstitut der Bank ihre Geschäftstätigkeit auf. Der direkte Zugang zu den expandierenden Euromärkten gab der Entwicklung der Bank - seit 1980 unter der Führung von Herrn Dr. Helmut Nieland als Sprecher der Geschäftsleitung - weiteren Auftrieb.

1980

Hauck wird Kommanditgesellschaft auf Aktien

1980 wird Georg Hauck & Sohn in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) umgewandelt. Als institutionelle Kommanditaktionäre kommen im Laufe der folgenden Jahre neben der Allianz die Wüstenrot Lebensversicherungs AG, die Crestwood GmbH und die Bayernwerk AG hinzu. Nach Dr. Rudolf Brinckmann und Richard Ladenburg ist ab 1980 Dr. Heinrich Irmler Vorsitzender des Aufsichtsrates. Er war zuvor langjähriges Direktoriumsmitglied der Deutschen Bundesbank.

1986

Michael Hauck Börsenvorstand

Nachdem Michael Hauck bereits mehrere Jahre im Vorstand der Frankfurter Wertpapierbörse saß, wird er nun zum Vorsitzenden ernannt. In seine Zeit fällt unter anderem die Übergabe der bekannten Skulpturen "Bulle und Bär" auf dem Börsenplatz. Nach seinem Rücktritt im Sommer 1989 konstatieren Marktbeobachter, dass Michael Hauck mit seinem Vorsitz zu einem neuen Selbstverständnis der Frankfurter Börse beigetragen hat und sie damit zur  Leitbörse der Bundesrepublik wurde.

1987

Eröffnung der Bankhaus Lampe Niederlassung in Frankfurt

Im Oktober 1987 eröffnete die Bank eine Niederlassung in Frankfurt und damit eine direkte Präsenz im Zentrum des wichtigsten Finanzplatzes in Deutschland. Mit dem Schwerpunkt Wertpapiergeschäft und Vermögensverwaltung wird die Bank damit der von einer Vielzahl von Finanzinnovationen geprägten Entwicklung an den Kapitalmärkten gerecht.

1989

BayernLB wird Alleingesellschafter von H. Aufhäuser

In Luxemburg wird als Tochtergesellschaft der Hauck Banquiers Luxembourg S.A. (ab 1998 Hauck & Aufhäuser Banquiers Luxembourg S.A.) die Hauck Investment Management Gesellschaft S.A. (ab 1998 Hauck & Aufhäuser Investment Gesellschaft S.A., ab 2018 Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A.) gegründet. Diese bietet als Kapitalanlagegesellschaft Finanzdienstleistern die Möglichkeit, Investmentfonds unter eigenem Label aufzulegen.

1990

Rückerwerb der 25%-Beteiligung der DG Bank durch die OetkerGruppe

Zum 1.7.1990 wurde die 25%-Beteiligung der DG BANK durch die Oetker­Gruppe zurückerworben. Während andere Privatbanken mehr und mehr unter den Einfluss von Finanzdienstleistern gerieten oder zu Tochtergesellschaften großer Banken wurden, ist das Bankhaus Lampe somit eines der wenigen klassischen Privatbankierhäuser. Als überregional tätige und auch international ausgerichtete Universalbank mit einem ausgewogenen Anteil an bilanzwirksamem Kredit- und Einlagengeschäft einerseits und Dienstleistungsgeschäft andererseits konnte das Bankhaus Lampe auch schwierige Bankenjahre wie etwa das Jahr 1987 mit seinem Börsen-Crash meistern.

1991

Gründung HACF

Die Geschäftsleitung von Georg Hauck & Sohn gründet die Hauck ConsultGmbH (nach der Fusion umbenannt in Hauck & Aufhäuser Corporate Finance GmbH). Das Unternehmen kümmert sich hauptsächlich um die Beratung bei M&A-Transaktionen und richtet sich vornehmlich an mittelständische Unternehmen. 2010 ging das Unternehmen in der Fides Kapital Gesellschaft für Kapitalbeteiligungen mbH auf.

1992

Überprüfung Finanzdienstleistungsaktivitäten der Oetker-Gruppe

Unter Christian Graf von Bassewitz, der im Mai 1992 zum Sprecher der Bank ernannt wurde, überprüfte man die Finanzdienstleistungsaktivitäten der Oetker-Gruppe im Hinblick auf Synergieeffekte und koordinierte diese neu, um auch künftig eine führende Stellung unter allen Banken einnehmen zu können. Bei der beabsichtigten engeren Zusammenarbeit mit der aus der Bank für Brau-Industrie hervorgegangenen Frankfurter Bankgesellschaft gegr. 1899 Aktiengesellschaft standen jedoch nicht allein technische Fragen im Vordergrund. Vielmehr erkannte man in der persönlichen Integrität fachlich qualifizierter Mitarbeiter den wesentlichen Schlüssel zum Markt. Das Bankhaus Lampe nahm sich daher zum Ziel - trotz der mittlerweile erreichten Größe -auch weiterhin seinem inneren Standort stets treu zu bleiben.

1993

Letzter Hauck scheidet aus

Seit dem Ausscheiden von Michael Hauck als persönlich haftender Gesellschafter ist in der fast 200-jährigen Geschichte des Bankhauses erstmals kein Mitglied der Familie Hauck mehr in der Geschäftsführung der Bank vertreten. Michael Hauck scheidet im Laufe der Fusion auch als Anteilseigener der Bank aus.

1998

Fusion zu Hauck & Aufhäuser

Zum 1. Januar fusionieren das Frankfurter Bankhaus Georg Hauck & Sohn und das Münchener Bankinstitut H. Aufhäuser zu Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA. Das erste Treffen der leitenden Angestellten fand 1997 in der Mitte zwischen beiden Standorten in Feuchtwangen statt. Im Zuge der Fusion scheidet kurze Zeit später die Allianz-Versicherungs AG als ehemaliger Gesellschafter aus. Der Anteil der Bayerischen Landesbank als praktischer Alleingesellschafterin von H. Aufhäuser reduziert sich auf 10 Prozent. Persönlich haftende Gesellschafter des fusionierten Bankinstituts sind Prof. Dr. Jörg-E. Cramer und Peter Gatti sowie Helmut Schreyer und Dr. Alfred Junker.

1998

Eröffnung der Bankhaus Lampe Niederlassung in München

Im Rahmen einer selektiven Wachstumsstrategie wurde zur Stärkung der Präsenz am wichtigsten Finanz- und Börsenplatz Deutschlands die aus der Bank für Brau-Industrie hervorgegangenen „Frankfurter Bankgesellschaft gegr. 1899 AG“ in die bereits bestehende Niederlassung Frankfurt des Bankhaus Lampe umgewandelt. In diesem Jahr wurde auch eine Niederlassung in München eröffnet.

2001

Anteile an Bastei Privatfinanz AG

Zum 31. Oktober übernimmt Hauck & Aufhäuser Privatbankiers die Anteile an der Bastei Privatfinanz AG und wird damit alleinige Gesellschafterin. Die Schweizer Tochtergesellschaft, die seit 1995 in Zürich ansässig ist, berät und betreut eine internationale Klientel, insbesondere im Bereich Financial Consulting. Im November 2010 erfolgt die Fusion mit der Dr. Höller Vermögensverwaltung AG zur Hauck & Aufhäuser (Schweiz) AG.

2001

Gründung Lampe Asset Management GmbH

Gründung der Lampe Asset Management GmbH als Tochtergesellschaft der Bank in Düsseldorf. Heute ist die Lampe Asset Management mit seinem zweiten Standort auch in Frankfurt vertreten.

2006

Gründung HAAM | Hauck & Aufhäuser in Düsseldorf

Um das Kerngeschäftsfeld Asset Management auszubauen, wird die 100-prozentige Tochtergesellschaft Hauck & Aufhäuser Asset Management GmbH gegründet. Sie hat ihren Sitz in München und konzentriert sich auf die Beratung und das Management von Spezialfondsmandaten für institutionelle Kunden sowie das Management von eigenen Publikumfonds und für dritte Fondsinitiatoren. 2014 wird diese Tätigkeit in die Bank integriert und die Gesellschaft aufgelöst.

Darüber hinaus eröffnet Hauck & Aufhäuser eine Repräsentanz in Düsseldorf, die 2009 zu einer Niederlassung erweitert wird.

2007

Hauck & Aufhäuser in Hamburg

Am 22. April feiert der Ehrenvorsitzende von Hauck & Aufhäuser, Michael Hauck, unter großer Beteiligung aus Wirtschaft und Politik seinen 80. Geburtstag.

Hauck & Aufhäuser eröffnet Ende Oktober eine Niederlassung in Hamburg – ein weiterer Schritt, den die Bank in Richtung regionaler Ausdehnung unternimmt.

2008

Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung errichtet

Mit der Errichtung der Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung setzt das Bankhaus sein über zweihundert Jahre währendes traditionelles Engagement fort. Die Stiftung würdigt insbesondere außerordentliche Leistungen in den Bereichen Kunst, Musik und Literatur sowie Wissenschaft und Bildung.

2007/2008

Neue Bankhaus Lampe Niederlassungen

In den Jahren 2007 und 2008 erfolgte die Eröffnung der Niederlassungen Bonn, Stuttgart und Osnabrück sowie die Beteiligung in Österreich an der DALE Investment Advisors GmbH, Wien.

2009

Kauf von Dr. Höller Vermögensverwaltung | Michael Bentlage tritt Partnerkreis bei

Hauck & Aufhäuser erwirbt sämtliche Anteile der Dr. Höller Vermögensverwaltung AG. Das 1982 gegründete schweizerische Unternehmen zählt europaweit zu den renommiertesten Vermögensverwaltern mit ethisch-ökologischem Schwerpunkt. Im November 2010 erfolgt die Fusion mit der Bastei Privatfinanz AG zur Hauck & Aufhäuser (Schweiz) AG.

Michael Bentlage tritt als nicht haftender Gesellschafter dem Partnerkreis von Hauck & Aufhäuser bei.

2010

Hauck & Aufhäuser komplett in Privatbesitz | Jochen Lucht tritt dem Partnerkreis bei | Hauck & Aufhäuser in Paris

Nach dem Ausscheiden des letzten institutionellen Anteilseigners, der WWK Lebensversicherung aG, ist Hauck & Aufhäuser zu 100 Prozent in Privatbesitz. Anteilseigner sind Privatpersonen und Unternehmerfamilien.

Jochen Lucht tritt als nicht haftender Gesellschafter dem Partnerkreis bei. Ab 2011 ist er persönlich haftender Gesellschafter.

Mit dem Ausbau des Aktien-Sales bedient Hauck & Aufhäuser französische institutionelle Investoren seit Oktober 2010 aus einem neu eröffneten Büro in Paris.

2011

Hauck & Aufhäuser in Köln-Bonn und London | Wolfang Deml AR-Vorsitzender

Anfang des Jahres wird eine Niederlassung in Köln eröffnet. Geografischer Schwerpunkt des neuen Standorts ist das südliche Nordrhein-Westfalen.

Hauck & Aufhäuser eröffnet im Mai ein Büro in London. Von dort aus soll das Research-Geschäft mit großen internationalen Fondsadressen vorangetrieben werden. 2016 wird die bestehende Repräsentanz in London in eine Niederlassung umgewandelt.

Wolfgang Deml folgt als Vorsitzender des Aufsichtsrates auf Prof. Hans Tietmeyer. Wolfgang Deml war bis 2008 Vorstandsvorsitzender der BayWa AG und leitete den Münchener Handels- und Dienstleistungskonzern zwei Jahrzehnte lang.

2012

Stephan Rupprecht tritt Partnerkreis bei

Im Juli 2012 wurde Stephan Rupprecht Partner bei Hauck & Aufhäuser. Vom Standort München aus verantwortete er mehrere Jahre lang das Kerngeschäftsfeld Vermögensmanagement, bis er Ende 2017 aus dem Unternehmen ausschied.

2012

Bankhaus Lampe Private & Corporate Banking

Die Geschäftsbereiche Privatkunden und Unternehmen werden zusammengefasst. Das Kapitalmarktgeschäft der Bank wird weiter ausgebaut.

2013

Privatkundengeschäft in Luxemburg übertragen

Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung hat die Hauck & Aufhäuser Banquiers Luxembourg S.A. beschlossen, ihr Privatkundengeschäft in Luxemburg auf die DZ PRIVATBANK zu übertragen. Im Zuge dessen wird die Hauck & Aufhäuser Banquiers Luxembourg S.A. in eine Niederlassung umgewandelt. Gemeinsam mit der HAIG und der HAAS zieht die Luxemburger Niederlassung nach Munsbach. Gleichzeitig baut Hauck & Aufhäuser am Standort Luxemburg das Fonds- und Depotbankgeschäft weiter aus.

2013

Gründung Lampe Privatinvest Management GmbH

Im Jahr 2013 wird mit der Lampe Privatinvest Management GmbH in Hamburg eine weitere Tochtergesellschaft gegründet. Die Lampe Privatinvest stellt privates Beteiligungskapital für den deutschen Mittelstand bereit und begleitet Unternehmen langfristig.

2014

Integration der Hauck & Aufhäuser Institutional Research AG

Hauck & Aufhäuser schließt die Integration der Hauck & Aufhäuser Institutional Research AG (HAIR) erfolgreich ab. Seit 2009 betreibt die HAIR aus den Standorten Hamburg, London und Paris heraus Aktien-Research und -Sales. Heute ist unser Investment Banking an den wichtigen europäischen Finanzstandorten in London, Zürich, Paris, Frankfurt und Hamburg vertreten und hat zudem eine hohe Marktdurchdringung in Nordamerika und Osteuropa.

2015

Kaufangebot von Fosun

Im Juli unterbeitet die international agierende chinesische Beteiligungsgesellschaft Fosun den Eigentümern von Hauck & Aufhäuser ein Angebot für den Kauf des Bankhauses – ein neuer Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte. Der Aktionärsausschuss, in dem die Mehrheit der Eigentümer vertreten ist, nimmt das Kaufangebot an.

2016

Kauf von Hauck & Aufhäuser durch Fosun erfolgreich vollzogen

Am 9. September wird der Kauf von Hauck & Aufhäuser durch Fosun nach einer mehrmonatigen Prüfung durch die Aufsichtsbehörden erfolgreich vollzogen. Fosun übernimmt 99,91 Prozent der Anteile von Hauck & Aufhäuser.

Bereits im Mai geht Hauck & Aufhäuser mit dem Erwerb der 100-prozentigen Beteiligung an easyfolio, einem der führenden Anbieter von Vermögensanlagen im Internet, einen wichtigen Schritt im Hinblick auf digitale Lösungen.

2017

Hauck & Aufhäuser wird von der KGaA in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

2018

Zuwachs in Luxemburg | Digitale Vermögensverwaltung Zeedin

Ende 2017 fand die erfolgreiche Akquisition des Fondsplattformgeschäfts von Sal. Oppenheim in Luxemburg von der Deutschen Bank statt. Anschließend, im Frühjahr 2018, wurden die Verwaltungsgesellschaften in die Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. umgewandelt.

Zudem ging die eigene digitale Vermögensverwaltung Zeedin an den Start. Zudem wurde die H&A Global Asset Management GmbH gründet und damit das Asset Management der Bank ausgegliedert.

2018

Gründung der Kapital 1852 Beratungs GmbH

Gründung der Kapital 1852 Beratungs GmbH als Tochtergesellschaft in Düsseldorf und als eine zentrale und fokussierte Plattform, deren Angebot die Bereiche Private Equity, Venture Capital, Real Estate und Private Debt umfasst.

2019

Gründung Hauck & Aufhäuser Innovative Capital

Das Bankhaus gründet die Hauck & Aufhäuser Innovative Capital, eine registrierte KVG für Kryptowerte und Digitale Assets, und lanciert den HAIC Digital Asset Fund I.

Zudem erwirbt Hauck & Aufhäuser die Mehrheit an Crossroads Capital Management Limited in Irland.

2019

Neueröffnung der Bankhaus Lampe Niederlassung Bielefeld

Im November wird die Bank in Bielefeld am Alten Markt nach einer fünfjährigen Kernsanierung neu eröffnet. Hinter der gewohnten Denkmalfassade wurde eine Infrastruktur erschaffen, die das traditionelle Geschäft einer Privatbank mit zeitgemäßen Impulsen vereint. Die Baumaßnahmen wurden durch archäologische Funde verzögert: Unter dem Bankfundament fanden die Archäologen nicht nur mittelalterliche Scherben und Gefäße, sondern auch Spuren, die Menschen schon 600 bis 800 Jahre vor Christi dort hinterlassen haben.

2020

Hauck & Aufhäuser gibt bekannt, das Bankhaus Lampe übernehmen zu wollen.

2020

Einigung zwischen Hauck & Aufhäuser und der Oetker-Gruppe zum Erwerb von Bankhaus Lampe

Am 05. März 2020 erzielt Hauck & Aufhäuser mit der Oetker-Gruppe eine Einigung zum Erwerb von Bankhaus Lampe. Durch den Zusammenschluss entsteht eine der führenden Privatbanken Deutschlands mit einer starken Marktposition in den vier Kerngeschäftsfeldern Private Banking, Asset Management, Asset Servicing und Investment Banking.

2021

Erwerb Kapilendo Custodian AG | Bekanntgabe Fusion zu Hauck Aufhäuser Lampe

Hauck & Aufhäuser übernimmt die Kapilendo Custodian AG, einen der ersten Kryptoverwahrer mit der Erlaubnis zur Verwahrung von Kryptowerten in Deutschland.

Im Oktober 2021 erfolgt dann die Genehmigung zur Übernahme von Bankhaus Lampe durch Hauck & Aufhäuser. Das neu gegründete Unternehmen firmiert zukünftig als Hauck Aufhäuser Lampe und formiert eine der größten führenden Privatbanken Deutschlands.

2022

Hauck & Aufhäuser und Bankhaus Lampe werden Hauck Aufhäuser Lampe

Wir freuen uns sehr, das neue Jahr mit einer für uns sehr positiven Botschaft beginnen zu dürfen: Aus dem Zusammenschluss von Hauck & Aufhäuser und Bankhaus Lampe geht zum 01.01.2022 das neue Bankhaus HAUCK AUFHÄUSER LAMPE hervor. Durch die Fusion entsteht mit einem verwalteten und administrierten Vermögen von über 200 Milliarden Euro sowie einer Bilanzsumme von über 12 Milliarden Euro und über 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der führenden deutschen Privatbanken. Auch in der Besetzung des Vorstandsteams spiegelt sich der Wachstumskurs des neuen Instituts wider.

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