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Aktienmarktbericht

Börsenindizes, Berichte zu den Weltbörsen, Meldungen über aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen sowie Unternehmensnachrichten.

22. Mai 2024

Lesezeit: 7 Minuten

Mittwoch, 22. Mai 2024, 08:30 Uhr

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck Aufhäuser Lampe.

Eröffnungen

DAX 18.731,65
E-STOXX 50 5.049,01

Financial Markets

DAX 18.726,76

(-0,22%)

MDAX 27.172,36 (-1,13%)
TechDAX 3.433,49 (-0,69%)
Euro Stoxx 50

5.046,99

(-0,54%)
Dow Jones 39.872,99 (+0,17%)

Nasdaq

18.713,80

(+0,21%)

Nikkei

38.608,38

(-0,87%)

EUR/USD

1,09  
Gold in $ 2.413,84  
Oil (Brent) in $ 81,53  

DAX Tops

Hannover Rueck SE 227,20 (+1,43%)
Covestro AG 49,93

(+1,07%)

Siemens Healthineers AG

53,42

(+0,91%)

 

DAX FLOPS

Infineon Technologies AG

36,35

(-3,05%)
Vonovia SE 28,77

(-2,41%)

Dr Ing hc F Porsche AG

79,58

(-1,56%)

Märkte

Deutschland - DAX konsolidiert auf hohem Niveau

Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Kurse am Dienstag überwiegend etwas gesetzt. Der DAX fiel um 0,2 Prozent auf 18.727 Punkte, in der zweiten Reihe gaben MDAX und TecDAX noch etwas stärker nach. "Nach der jüngsten Rally-Runde mit vielen Allzeit- und Mehrjahreshochs fehlen nun die Anschlusskäufe", so ein Marktteilnehmer, der von einer Konsolidierung auf hohem Niveau sprach. Ein paar Gewinnmitnahmen erfassten vor allem die Gewinner der vergangenen Tage. Aber auch die unterschwellige Schwäche bei den Automobiltiteln und den Zulieferern setzte sich fort. Ein großer Verlierer am deutschen Markt waren Redcare, die Titel der Shop Apotheke: Bei ihnen beschleunigte sich die Abwärtswelle mit einem Minus von 11 Prozent auf 98 Euro, nachdem die Analysten der UBS die Aktien mit einem Kursziel von 83 Euro zum Verkauf empfohlen haben. "Faktisch bewegt sich der DAX seit gut einer Woche im Bereich seines Allzeithochs seitwärts. Die große Frage ist, welche Nachrichten den DAX zu einem positiven oder negativen Ausbruch aus dieser Range bewegen könnten", hieß es beim Vermögensverwalter QC Partners. Die Berichtssaison sei erst einmal vorbei. Von daher blieben für einen positiven Ausbruch und eine neue Rekordjagd nur die Konjunkturdaten. Andere Marktteilnehmer warten allerdings eher auf das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank und auf die Zahlen von Nvidia, beides wird für den Mittwochabend erwartet. Vor einem Jahr hatte der Zwischenbericht des Chipherstellers Nvidia den KI-Hype mit einem Tagesplus von 20 Prozent ausgelöst.
Auf der Verliererseite im DAX gaben Infineon 3,1 Prozent ab, Vonovia 2,4 Prozent und Deutsche Post 1,8 Prozent. Dagegen setzten Munich Re ihre Hausse mit einem Plus von 0,6 Prozent fort, ähnlich stark entwickelten sich Siemens Healthineers und Deutsche Börse. Weiter im Blick stand der Autosektor. Dabei ging es weniger um die konkreten Quartalszahlen als um die Absatztrends bei Elektroautos. Schon am Vortag hatte Autobauer Li schwächer als erwartet ausgefallene Gewinne vorgelegt. Der Absatz steigt zwar weiter, aber global zeigten sich die Spuren von Marktanteilskämpfen und steigender Konkurrenz. BMW verloren 0,2 Prozent, Mercedes-Benz 0,5 Prozent und Stellantis 1,2 Prozent. Bei den Zulieferern gaben Conti 1,0 Prozent ab und Schaeffler 2,2 Prozent. Fast unverändert schlossen VW und Porsche Holding: Bei ihnen steht die Dividendenzahlung noch an, das stützte laut Händlern ihre Kurse. Kontron (+2,3%) hat von einem Autokonzern einen Auftrag zur Lieferung von intelligenten Ladestationen, sogenannten Wallboxen, für Elektroautos erhalten. Das Auftragsvolumen betrage im ersten Schritt zumindest 200 Millionen Euro, teilte Kontron mit. Die Serienproduktion werde im Juli 2024 beginnen.
Unter stärkeren Verlusten litten auch einige der jüngsten Gewinner im SDAX. So fielen MLP um 4,8 Prozent, SFC Energy um 3,4 Prozent, Süss Micro um 1,8 Prozent und Dermapharm um 4,8 Prozent. "Zur Eröffnung fehlten die Anschlusskäufe, und nun fliegen Trading-Positionen", sagte ein Marktteilnehmer am Nachmittag. Im MDAX gaben Bilfinger nach der jüngsten Rally 2,7 Prozent ab.

USA - Gut behauptet, Zurückhaltung vor Fed-Protokoll und Nvidia

Mit leichten Aufschlägen hat die Wall Street am Dienstag den Handel beendet. Vor dem Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank und den für den Technologie-Sektor wichtigen Quartalsergebnissen von Nvidia (+0,6%) am Mittwoch herrschte Zurückhaltung. Zumal von der Konjunktur- und der Unternehmensseite am Berichtstag keine neuen Impulse kamen. Der Dow-Jones-Index gewann 0,2 Prozent auf 39.873 Punkte, der S&P-500 kletterte um 0,3 Prozent und der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent und markierte im Handelsverlauf erneut ein Rekordhoch. 
Die zuletzt wieder gestiegenen Zinssenkungshoffnungen haben durch Aussagen aus den Reihen der US-Notenbank wieder einen Dämpfer erhalten. Am Montag hatte die Präsidentin der US-Notenbankfiliale von Cleveland, Loretta Mester, die Zinssenkungserwartungen gedämpft. Mester war noch im April von drei Zinssenkungen im laufenden Jahr ausgegangen, äußerte nun aber Zweifel. Die Notenbankerin wies auf die Tatsache hin, dass die Inflationsrisiken seit dem ersten Quartal gestiegen seien, und fügte hinzu, dass die Realwirtschaft "ein bisschen stärker ist, als ich erwartet habe". Auch Fed-Gouverneur Christopher Waller sieht die Zeit für Zinssenkungen noch nicht gekommen. Die US-Notenbank macht wieder Fortschritte bei der Bekämpfung der Inflation. Aber um eine Zinssenkung in Erwägung zu ziehen, brauche es noch "mehrere Monate gute Inflationsdaten", sagte er laut Redemanuskript für einen Vortrag. Mit den Aussagen der Notenbanker liegt der Fokus der Anleger nun noch stärker auf dem anstehenden Protokoll der vergangenen Sitzung der US-Notenbank. Hiervon erhofft man sich zusätzliche Hinweise auf den weiteren Zinskurs der Fed.
Unter den Einzelwerten stieg die Aktie von Tesla um 6,7 Prozent. Eine Gruppe von Tesla-Aktionären hat andere Investoren aufgefordert, gegen Elon Musks umstrittenes 46 Milliarden US-Dollar schweres Gehaltspaket zu stimmen. Die Gruppe, zu der auch der Rechnungsprüfer der Stadt New York, Brad Lander, gehört, schrieb am Montag an andere Tesla-Aktionäre und forderte sie auf, das Gehaltspaket von Musk und die Wiederwahl von zwei Board-Mitgliedern des Elektroautobauers abzulehnen. Sie argumentierten, der Board stehe Musk zu nahe und habe es versäumt, die Vergütung angemessen zu bewerten.
Mit Quartalszahlen im Fokus stand der Einzelhandelssektor. Für die Aktie von Macy's ging es 5,1 Prozent nach oben. Der größte Warenhausbetreiber in den USA hat mit den Ergebnissen für das erste Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr leicht angehoben. Die Titel von Lowe's gaben dagegen um 1,9 Prozent nach, obwohl der Einzelhandelskonzern die Schätzungen der Analysten im Auftaktquartal ebenfalls geschlagen hat. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde aber lediglich bestätigt.

Asien - Meist kaum verändert, Exportdaten belasten in Tokio

Die Börsen in Ostasien und Australien treten am Mittwoch meist mehr oder weniger auf der Stelle. Vor der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten US-Notenbanksitzung und der Geschäftszahlen des Chipkonzerns Nvidia am späten Mittwoch, wenn die Börsen der Region längst geschlossen sind, wagen sich Anleger nicht aus der Deckung.
Etwas deutlicher unter Druck steht die Börse in Tokio nach enttäuschenden Handelsbilanzdaten. Der Nikkei sinkt um 0,6 Prozent. Die japanischen Exporte sind im April weniger stark gestiegen als erwartet. Auch die Importe enttäuschten, was der Konsumzurückhaltung der Japaner geschuldet war.
Kaum verändert tendiert derweil die Börse in Schanghai, in Hongkong liegt der Hang-Seng-Index (HSI) 0,2 Prozent im Plus. Allerdings hatte der HSI am Dienstag kräftig Federn gelassen. Xpeng machen einen Satz um 13,2 Prozent nach oben. Der Hersteller von Elektroautos hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als befürchtet und seinen Verlust verringert. Li Auto, die nach enttäuschenden Zahlen am Dienstag unter die Räder geraten waren, erholen sich um 2,5 Prozent. Nio gewinnen 4 Prozent.
In Taiwan geht es mit dem Taiex um 1,4 Prozent aufwärts; der Index markiert im Verlauf ein neues Rekordhoch. Zu verdanken ist dies dem Schwergewicht TSMC. Die Aktie des Chipkonzerns steigt vor den Nvidia-Zahlen um 2,5 Prozent und erreicht ebenfalls ein Rekordhoch. Am Dienstag hatte Mizuho-Securities-Analyst Jordan Klein TSMC als möglicherweise beste Wette auf die anrollende Welle von KI-PCs und -Smartphones bezeichnet.
In Seoul gibt der Kurs des Indexschwergewichts und Chipgiganten Samsung Electronics hingegen um 0,5 Prozent nach und bremst damit den Leitindex Kospi, der 0,2 Prozent im Plus notiert. SK Hynix fallen um 2,5 Prozent.

Ausblick für Heute

Im DAX zeichnen sich zur Wochenmitte vor den Quartalszahlen von NVIDIA und dem Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed zunächst keine großen Sprünge ab. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex knapp zwei Stunden vor dem Xetra-Start mit plus 0,07 Prozent auf 18 740 Punkten. Das Rekordhoch aus der vergangenen Woche bei gut 18 892 Punkten bleibt in Reichweite und somit auch die runde Marke von 19 000 Zählern. Spannend wird es vor allem am Abend auf der anderen Seite des Atlantiks, wenn das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung veröffentlicht wird und Anleger Hinweise bekommen können auf den weiteren geldpolitischen Kurs in den USA. Am Markt wird derzeit erwartet, dass die Fed die Zinsen später anheben wird als etwa die Europäische Zentralbank (EZB), weil sich die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt bislang noch hartnäckiger gezeigt hat.

News

FED
Die US-Notenbank legt die Protokolle ihrer jüngsten Zinssitzung vor. Sie geben Einblick in die internen Diskussionen der Währungshüter, die wegen der hartnäckig hohen Inflation eine Zinswende auf die lange Bank schieben. Die Zentralbank stemmt sich mit einer Hochzinspolitik gegen die Teuerung. Sie strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an, doch mit zuletzt erreichten 3,4 Prozent ist sie noch weit vom Ziel entfernt. Nach teils aggressiven Erhöhungen hält die Fed den Leitzins seit geraumer Zeit in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent konstant.

René Benko
Der Tiroler Immobilieninvestor und Signa-Gründer soll als Zeuge in einem parlamentarischen Untersuchungssausschuss in Wien aussagen. Es wäre sein erster öffentlicher Auftritt in der österreichischen Hauptstadt nach dem Zusammenbruch seines Immobilienimperiums. Im April war Benko bei einem Gerichtstermin zu einem Konkursverfahren über sein Vermögen anwesend gewesen. Der früher gefeierte Milliardär hat sich bisher nicht zu den zahlreichen Insolvenzen von Signa-Firmen geäußert. Den Abgeordneten sollte Benko seit Monaten Rede und Antwort stehen, doch er hatte sich mehrfach verweigert. In dem von der Opposition eingesetzten U-Ausschuss wird eine mögliche Bevorzugung von Reichen aufgearbeitet, die der konservativen Regierungspartei ÖVP nahestehen. Da die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen Benko ermittelt, kann er sich der Aussage enthalten.

Weimarer Dreick
Die Außenminister von Deutschland, Frankreich und Polen treffen sich in Weimar, um unter anderem über den Krieg in der Ukraine und die europäische Verteidigungspolitik zu beraten. Am späten Nachmittag (16.45 Uhr) wollen Annalena Baerbock, Stéphane Séjourné und Radoslaw Sikorski eine Pressekonferenz geben. Das Gesprächsformat Weimarer Dreieck hat eine mehr als 30-jährige Geschichte.

UK
Die anstehende Inflationsrate für Großbritannien dürfte die Notenbank dem Ziel einer Teuerungsrate von zwei Prozent deutlich näher bringen. Von Reuters befragte Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise im April nur noch um 2,1 Prozent gestiegen sind, nach einer Teuerung von 3,2 Prozent im März. Laut Notenbankchef Andrew Bailey rückt mit abnehmendem Preisauftrieb eine Zinssenkung näher. An den Finanzmärkten wird darauf spekuliert, dass es bereits im Juni soweit sein könnte.

Unternehmen

ThyssenKrupp
Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider berichtet, soll der Preis für die Beteilgung des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky an der Stahlsparte bei rund 200 Millionen Euro liegen. Das liege deutlich unter Buchwert, zitierte die Zeitung Konzernkreise. Im April hatten Thyssenkrupp und Kretinsky bekanntgegeben, dass Kretinskys Gesellschaft EPCG in einem ersten Schritt 20 Prozent der Anteile an der Stahlsparte erwerbe. Ziel sei ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem die beiden Partner jeweils 50 Prozent der Anteile halten.

CA Immo
Der österreichische Immobilieninvestor hat im ersten Quartal 2024 die Mieteinnahmen gesteigert, wegen eines Basiseffekts aber weniger Gewinn gemacht. Die Mieterlöse seien dank der Fertigstellung von Projekten und höheren Mieten im Bestand um vier Prozent gestiegen. Allerdings hätten sowohl das operative Ergebnis (Ebitda) als auch das Konzernergebnis unter den Vorjahreswerten gelegen, was auf das außergewöhnlich hohe Verkaufsergebnis des Vergleichsquartals zurückzuführen sei.

Nvidia
Bei der Vorlage der Quartalsbilanz des weltweit führenden Anbieters von Spezialprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) hoffen Anleger auf eine erneute Vervielfachung von Umsatz und Gewinn. Das Unternehmen hatte für das abgelaufene Vierteljahr Erlöse von 24 Milliarden Dollar, plus/minus zwei Prozent, in Aussicht gestellt.

Termine heute

08:00  GB: Verbraucherpreise April y/y
08:00  GB: Erzeugerpreise (Input) März m/m
08:00  GB: Erzeugerpreise (Output) März m/m
08:00  GB: Einzelhandelspreise April y/y
08:00  GB: Öffentlicher Finanzierungsbedarf April in Mrd £
10:30  GB: Hauspreisindex März y/y
13:00  US: MBA-Hypothekenanträge Vorwoche w/w
16:00  US: Verkauf bestehender Häuser April (annualisiert) in Mio
16:30  US: Rohöllagerbestände in Mio Barrel w/w
20:00  US: Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung

Quartalszahlen und andere Ereignisse

Quartalszahlen / Termine Europa Viscom, Babco International, British International, RS Group, Evotec, Einhell, Hornbach, Marks & Spencer
Quartalszahlen / Termine USA: Guess?, Target, Zuora, Dycom, TJX Companies, Synopsys, VF, EnerSys, Universal, Nvidia
Dividendenabschläge u.a.: Apllied Materials (0,40 USD), Avista (0,48 USD), Discover Financial (0,70 USD), Marriott Vacation Worldwide (0,76 USD), Michelin (1,35 EUR), Renault (1,85 EUR), Warner Music (0,17 USD)

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

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