Frank Eckardt
Leiter Cross-Asset Execution
DAX | 24.039,92 |
E-STOXX 50 | 5.396,46 |
DAX | 24.039,92 | (-0,03%) |
MDAX | 30.358,46 | (-0,41%) |
TechDAX | 3.743,17 | (-0,12%) |
Euro Stoxx 50 | 5.396,73 | (+0,07%) |
Dow Jones | 45.636,90 | (+0,16%) |
Nasdaq | 23.703,45 | (+0,58%) |
Nikkei | 42.704,74 | (-0,29%) |
EUR/USD | 1,17 | |
Gold in $ | 3.410,01 | |
Oil (Brent) in $ | 67,60 |
Siemens Energy AG | 93,82 | (+2,33%) |
Bayer AG | 28,59 | (+1,73%) |
Sartorius AG | 196,80 | (+1,52%) |
Commerzbank AG | 34,36 | (-5,03%) |
Merck KGaA | 107,80 | (-2,00%) |
Allianz SE | 364,50 | (-1,67%) |
DAX kommt nicht vorwärts - Nasdaq dominiert - Japan schwächelt wobei China auf Alibaba setzt
Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag mehrheitlich auf der Stelle getreten. Bei dünnen Handelsvolumen bewegt sich der DAX seit Tagen kaum von der Stelle, am Ende des Tages verlor er zwei Punkte auf 24.040 Zähler. Man kann schon von einer gewissen Lethargie sprechen. Wohin die Reise dann gehen wird, ist schwer abzusehen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte am Ende um 0,07 Prozent auf 5.396,73 Punkte zu. Wie schon am Vortag, zeigte er sich weiter stabilisiert nach seinen Verlusten vom Dienstag, die die politische Unsicherheit in Frankreich nach sich gezogen hatte.
Der Dow-Jones-Index stand am Ende nur leicht um 0,16 Prozent im Plus bei 45.636 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 notierte 0,32 Prozent höher bei 6.501 Punkten, nur knapp unter Allzeithoch. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte stärker um 0,53 Prozent, der Auswahlindex Nasdaq 100 machte 0,58 Prozent gut. Eine durchwachsene Reaktion auf den Quartalsbericht von Nvidia hat am Donnerstag an den New Yorker Börsen Kursgewinnen nicht im Wege gestanden. Vage Hoffnung, dass der Chipriese bald wieder mehr China-Geschäft machen könnte, paarte sich mit einem Ausblick, der die anspruchsvoll gewordenen Anleger nicht ganz zufrieden stellen konnte. Die Nvidia-Aktie selbst scheiterte knapp an einem Rekordhoch und schloss 0,8 Prozent tiefer.
In engen Spannen uneinheitlich zeigen sich am Freitag die Börsen in Asien und Australien. Die Märkte werden gestützt von den guten Vorgaben aus den USA.
Besonders deutlich nach oben geht es in Shenzhen mit 0,9 Prozent. Hongkong folgt mit plus 0,6 Prozent. Gewartet wird mit Spannung auf die Quartalszahlen von Alibaba. Japans Nikkei-Index läuft mit minus 0,2 Prozent etwas hinterher. Hier belasten schwache Wirtschaftsdaten (s.u.). In China wird mit Spannung auf die ersten Anzeichen des Handelskriegs mit den USA in den Zahlen von Alibaba geblickt. Der Online-Händler gilt als ein Indikator für das Wohlbefinden der gesamten chinesischen Wirtschaft und der Zuversicht der Konsumenten. Die Aktien sind mit mehr als 40 Prozent Plus dieses Jahr klarer Outperformer gegen den China-MSCI-Index, der nur 28 Prozent höher liegt. Am Freitag im Verlauf steigt die Aktie um 0,7 Prozent
Der Dax dürfte am Freitag an seine leichte Schwäche im bisherigen Wochenverlauf anknüpfen und notiert vorbörslich 0,13% schwächer bei 24.005,50 Punkten. Zuletzt hatte der Dax nur mit Mühe seine 50-Tage-Linie verteidigt, die als Gradmesser für den mittelfristigen Trend derzeit seitwärts tendiert. Mit seinem Wochentief vom Vortag bei 23.972 Punkten lag er zeitweise darunter. Gleichzeitig bleibt aber auch der Rekord von Mitte Juli bei 24.639 Punkten weiter in Sichtweite. Dem Dax fehlt es allerdings an einem klaren Trend.
Als Höhepunkt am Freitag sieht Altmann aus deutscher Sicht ganz klar die vorläufige Inflationsrate für den August. Anleger und Analysten rechneten im Monatsvergleich mit konstanten Preisen. Für die Jahresrate würde dies aber einen moderaten Anstieg bedeuten.
Deutschland
Deutschland und Frankreich wollen nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz Druck auf die EU-Kommission ausüben, damit diese Entbürokratisierungs-Initiativen auch umsetzt. "Wir versuchen auch in der Europäischen Union gemeinsam Akzente zu setzen, auch einige Projekte voranzubringen", sagte er vor einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf dessen Sommersitz im südfranzösischen Bregancon. "Wir versuchen die EU-Kommission auch eng zu begleiten und zu unterstützen auf dem Weg hin zu einer wirklich durchgreifenden Entbürokratisierung in Europa", betonte er.
Europa / Ukraine
Die EU-Außen- und Verteidigungsminister kommen in Kopenhagen zu zweitägigen Beratungen zusammen. Im Vordergrund steht das weitere Vorgehen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die jüngsten verstärkten Angriffe auf zivile Ziele haben Forderungen nach weiteren Sanktionen gegen Russland laut werden lassen. Auch die europäischen Fähigkeiten zur Abwehr von Angriffen sollen erörtert werden. Weiteres Thema der amtierenden dänischen Ratspräsidentschaft ist die Lage im Nahen Osten.
Iran
Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben einen Prozess in Gang gesetzt, der innerhalb von 30 Tagen zur Wiedereinführung aller UN-Sanktionen gegen den Iran führen soll. Die E3 genannten Mächte übermittelten ein entsprechendes Schreiben an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Die europäischen Mächte werfen der Regierung in Teheran vor, gegen die Auflagen des internationalen Atomabkommens aus dem Jahr 2015 zu verstoßen. Dieses Abkommen sollte den Iran am Bau einer Atomwaffe hindern. Teheran weist den Vorwurf zurück, an der nuklearen Bombe zu arbeiten. Iran hat den E3-Vorstoß indessen als unzulässig bezeichnet.
Japan
Die japanische Industrieproduktion ist im Juli stärker als erwartet zurückgegangen und schürt damit Sorgen über die Konjunkturentwicklung im Land. Laut Regierungsdaten fiel die Industrieproduktion um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von 1,0 Prozent gerechnet. Auch der private Konsum entwickelte sich schwächer als prognostiziert: Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli im Jahresvergleich nur um 0,3 Prozent, während Ökonomen ein Plus von 1,8 Prozent erwartet hatten.
USA / Fed
Fed-Gouverneur Christopher Waller hat sich für eine baldige Zinssenkung in den USA ausgesprochen, um einen Einbruch am Arbeitsmarkt zu verhindern. Er werde eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte auf der Fed-Sitzung am 16. und 17. September unterstützen, sagte Waller laut Redetext für eine Veranstaltung in Miami. "Es gibt Anzeichen für einen schwächer werdenden Arbeitsmarkt, und ich befürchte, dass sich die Bedingungen weiter und recht schnell verschlechtern könnten." Die US-Notenbank Fed dürfe nicht darauf warten und damit Gefahr laufen, mit ihrer Geldpolitik den Entwicklungen hinterherzuhinken. Eine stärkere Zinssenkung sei im kommenden Monat jedoch nicht nötig, erklärte Waller. Waller wurde von US-Präsident Donald Trump ernannt und gilt als möglicher Nachfolger für den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell.
USA / Paketzölle
Die USA schaffen die Zollfreigrenze für Paketsendungen mit einem Wert von unter 800 Dollar dauerhaft ab. Laut Aussagen von US-Regierungsvertretern können Postdienstleister ab Mitternacht (Ortszeit) für eine Übergangszeit von sechs Monaten je nach Herkunftsland eine Pauschalgebühr zwischen 80 und 200 Dollar pro Paket zahlen. Nach Ablauf der Frist werde die US-Zollbehörde CBP auf alle weltweiten Paketeinfuhren die normalen Zollsätze erheben. Ausnahmen für vertrauenswerte Partnerländer werde es nicht geben.
Delivery Hero
Der Essenslieferdienst stellt wegen drohender Nachzahlungen und Strafen die Zukunft seiner spanischen Tochter Glovo infrage. Glovo sei zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträgen und Strafen ausgesetzt, teilte das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht mit. Die Rückstellungen für Risiken aus der Einstufung der Fahrer beliefen sich auf 562 Mio. - 923 Mio. €, hauptsächlich in Spanien. "Sollten diese Risiken in vollem Umfang eintreten, könnten die Zahlungen nicht aus dem operativen Geschäft ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung durch Delivery Hero geleistet werden", hieß es weiter. Daher bestehe eine "erhebliche Unsicherheit" über den Fortbestand von Glovo Spanien als stabiles Unternehmen.
Dell
Der Boom bei Servern für Künstliche Intelligenz (KI) beflügelt das Geschäft des Computerbauers und veranlasst den US-Computerhersteller zur Anhebung seiner Jahresprognose. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz zwischen 105 und 109 Milliarden Dollar, nachdem er zuvor von 101 bis 105 Milliarden Dollar ausgegangen war. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 9,55 Dollar erreichen statt der bisher von LSEG prognostizierten 9,40 Dollar. Für das dritte Quartal stellte Dell jedoch einen bereinigten Gewinn von 2,45 Dollar je Aktie in Aussicht und verfehlte damit die Analystenschätzung von 2,55 Dollar.
GAP
Kaufzurückhaltung der Kunden und die Belastungen durch US-Zölle setzen dem US-Bekleidungskonzern zu. Er senkte seine Prognose für die operative Marge und schickte damit seine Aktie auf Talfahrt. Für das Gesamtjahr werde nun eine Marge zwischen 6,7 und 7,0 Prozent erwartet, teilte Gap mit. Darin sei ein Zolleffekt von 100 bis 110 Basispunkten enthalten. 2024 hatte die Marge noch bei 7,4 Prozent gelegen.
Intel
Der milliardenschwere Einstieg der US-Regierung bei Intel ist nach Angaben des Weißen Hauses noch nicht endgültig besiegelt, obwohl der Chipkonzern bereits eine Zahlung erhalten hat. Das Geld aus der von US-Präsident Donald Trump ausgehandelten Vereinbarung sei am Mittwochabend eingegangen, sagte Finanzchef David Zinsner auf einer Investorenkonferenz. Es handelt sich um 5,7 Milliarden Dollar für einen Anteil von zehn Prozent.
Marvell Technology
Der Konzern hat mit einem schwachen Ausblick auf das laufende Quartal die Anleger verschreckt. Die Aktie des Chip-Herstellers fiel nachbörslich zunächst um acht Prozent. Als Grund für die Zurückhaltung nannte das Unternehmen die konjunkturelle Unsicherheit und Sorgen über Zölle, die die Ausgaben der Kunden und die Gesamtnachfrage belasteten.
Nvidia
Die Verhandlungen mit der US-Regierung über den Verkauf einer leistungsreduzierten Version des neuen Blackwell-KI-Chips nach China dürften Konzern-Chef Jensen Huang zufolge noch einige Zeit dauern. Er habe die Gespräche begonnen, sagte Huang dem Sender Fox Business News. Präsident Donald Trump verstehe jedoch, dass es den USA helfe, den Wettlauf bei der Künstlichen Intelligenz (KI) zu gewinnen, wenn die Welt ihre KI auf amerikanischer Technologie aufbaue.
07:30 FR/ Neugeschaffene Stellen ex Agrar Q2 (endgültig) q/q
08:00 DE/ Erwerbstätigenzahl Juli y/y
08:00 DE/ Einzelhandelsumsatz Juli (real) m/m
08:00 DE/ Importpreise Juli m/m
08:45 FR/ Konsumausgaben Juli m/m
08:45 FR/ Verbraucherpreise August (vorläufig) m/m
08:45 FR/ BIP Q2 2. Veröffentlichung q/q
09:00 CH/ KOF-Konjunkturbarometer August
09:00 SP/ Verbraucherpreise August (Vorabschätzung) y/y
09:55 DE/ Arbeitslosenzahl August (saisonbereinigt) m/m in Tsd.
09:55 DE/ Arbeitslosenquote August
11:00 IT/ Verbraucherpreise August (Vorabschätzung) y/y
14:00 DE/ Verbraucherpreise August (Vorabschätzung) y/y
14:30 US/ Konsumausgaben Juli m/m
14:30 US/ Persönliche Einkommen Juli m/m
14:30 CA/ Monatliches BIP Juni m/m
14:30 US/ PCE-Kernrate Juli m/m
14:30 US/ Handelsbilanz für Waren Juli in Mrd. USD
14:30 US/ Lagerbestände Großhandel Juli (vorläufig) m/m
15:45 US/ Einkaufsmanagerindex Chicago August
16:00 US/ Konsumklima Uni Michigan August (endgültig)
21:30 US/ Commitments of Traders Report
Quartalszahlen / Termine Europa | Prudential PLC Reg. Vienna Insurance Group, Sto SE & Co. KGaA Inhaber-Vorzugsakt., AGEAS, Dalata Hotel, Guess?, Scandinavian Tobacco Group, S Immo AG, TotalEnergies, Investis Holding, Stadler Rail, Sydbank, Eiffage |
Quartalszahlen / Termine USA: | Abercrombie & Fitch, Agilent, CrowdStrike, Five Below, Guess?, HP Inc., Kohl´s, NetApp, Nvidia, Royal Bank of Canada, Trip.com Group, Urban Outfitters, Williams-Sonoma |
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