Unruhiger Jahresstart Monatsrückblick Januar 2026
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Unruhiger Jahresstart Monatsrückblick Januar 2026

Monatsrückblick Januar 2026

03. Februar 2026

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Monatsrückblick Januar 2026

Gleich zu Beginn des Jahres 2026 hat die US-Politik mit einer Machtdemonstration die Schlagzeilen dominiert: Zunächst mit dem Angriff auf Venezuela und der Entführung von Nicolás Maduro, kurz darauf mit dem klar geäußerten Besitzanspruch auf Grönland. Diesem wurde schließlich mittels erneuter Zollandrohungen gegenüber verschiedenen europäischen Ländern Nachdruck verliehen. Auch wenn die US-Administration diese wenig später wieder zurückzog, bleibt das Thema auf der geopolitischen Agenda. Die moderate Reaktion der Aktienmärkte zeigt, dass sich Investoren mittlerweile an die hohe Unsicherheit gewöhnt haben. Ein anderes Bild zeichnet allerdings die Entwicklung des Gold- und Silberpreises. Trumps Äußerung zum US-Dollar hat den Greenback gegenüber anderen Währungen abrutschen lassen und die Flucht in die Edelmetalle befeuert, bevor diese Ende Januar konsolidierten.

In Deutschland notierte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen am 31. Januar 2026 mit 2,85 % nahezu unverändert im Vergleich zum 31. Dezember 2025. Die Renditen französischer Anleihen sanken im Januar hingegen, nachdem die Nationalversammlung zumindest das Sozialbudget für 2026 verabschiedet hatte. Die Renditen der US-Staatsanleihen (Treasuries) sind hingegen um 7 Basispunkte (Bp) auf 4,24 % gestiegen. Die Zinsdifferenz zwischen den USA und Deutschland weitet sich somit leicht aus, ohne dass diese jedoch den USD nennenswert unterstützt hätte: Dieser verlor rund 1 % im Vergleich zum EUR.

Im Januar standen allerdings an den Staatsanleihemärkten nicht die USA oder Europa im Fokus, sondern Japan, wo die Renditen deutlicher wuchsen. Dort zeigt sich derzeit ein klarer Aufwärtstrend.

Der EUR-/USD-Kurs stieg im Monatsverlauf von rund 1,17 auf zeitweise über 1,20 und beendete den Monat schließlich bei 1,18. Die temporär deutliche US-Dollarschwäche wurde vor allem durch Äußerungen des US-Präsidenten mit Blick auf die heimische Währung induziert. Darüber hinaus hat die US-Politik insgesamt weitere Vertrauenskratzer an US-Assets verursacht. Die Zinsdifferenz, welche im Monat Januar leicht zunahm, legte als Treiber dagegen eine Pause ein.

Nachdem sich Gold in einer von Unsicherheiten geprägten Welt 2025 zu einem sehr gefragten Begleiter entwickelt hatte, setzte das wertvollste Edelmetall im Januar 2026 seine fulminante Rallye bis kurz vor Monatsende mit noch mehr Verve fort. Am vorletzten Handelstag des Monats klopfte der Goldpreis kurzzeitig an der Marke von 5.600 USD/Feinunze. Die jüngste Rallye endete am 30. Januar indes abrupt und der Goldpreis sauste – gemessen vom bisherigen Rekordstand tags zuvor – rund 700 USD/Feinunze nach unten. Er beendete den Monat bei rund 4.894 USD/Feinunze, einem Plus von 13,3 % seit Jahresbeginn 2026. Der ganze große Zauber ist (erst einmal) vorbei. Der Auslöser der bereinigenden Korrektur war wohl die Nominierung des nächsten Fed-Vorsitzenden. Kevin Walsh, so die Hoffnung, sei ein erfahrender Notenbanker, der sich nicht den Wünschen des Präsidenten unterordnen würde, sodass rasche, umfassende Zinssenkungen weniger wahrscheinlich geworden zu sein scheinen.

Die globalen Aktienmarktindizes präsentierten sich im Januar 2026 in guter Verfassung. Der STOXX Europe 600 stieg vom 1. bis zum 31. Januar um 3,2 %. Der DAX gewann nur 0,2 %, nachdem er zwischenzeitlich ein neues Hoch von knapp mehr als 25.500 Punkten erreicht hatte. Die Sorge vor weiteren Differenzen zwischen der US-Regierung und Europa belastete zwar die Entwicklung. Aber Investoren hoffen, dass sich die europäische Binnenkonjunktur weiter belebt. Zudem bestätigte die Marktbewegung zu Jahresbeginn die Prognose vieler Aktienstrategen, dass die internationalen Märkte gegenüber dem US-Markt im laufenden Jahr aufholen werden.

Der breite US-amerikanische Index S&P 500 schloss Ende Januar mit einem Plus von 1,5 % gegenüber dem 31. Dezember 2025. Die relative Schwäche der großen US-Technologie-Aktien hielt zunächst an: So konnten die „Magnificent Seven“ (die sieben führenden US-Technologieaktien) erst nach einigen überraschend positiven Unternehmensnachrichten gegen Monatsende ins Plus drehen. Die relative Stärke der Emerging Markets (EM) zum US-Markt setzte sich zu Jahresbeginn fort. Der MSCI EM erzielte im Januar ein Plus von 8,9 % (in EUR: 8,0 %).

Ein Blick auf die Sektorbewegungen zeigt, dass Investoren auf eine zyklische Auf-wärtsbewegung der Nachfrage setzen. Dies unterstreicht auch der deutliche Anstieg vieler Vorproduktpreise, auch wenn es Ende Januar zu einer Gegenbewegung bei den Metallpreisen kam. In den USA und Europa gewannen so im Januar letztlich Energie-Konzerne und der Grundstoffsektor deutlich an Wert.

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