Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 24.797,52 |
| E-STOXX 50 | 6.007,51 |
| DAX | 24.797,52 | (+1,05%) |
| MDAX | 31.512,09 | (+1,12%) |
| TechDAX | 3.641,51 | (+0,78%) |
| Euro Stoxx 50 | 6.007,51 | (+1,00%) |
| Dow Jones | 489.407,66 | (+1,05%) |
Nasdaq | 25.738,61 | (+0,73%) |
Nikkei | 54.720,66 | (+3,92%) |
EUR/USD | 1,18 | (+0,20%) |
| Gold in $ | 4.878,91 | (+4,67%) |
| Oil (Brent) in $ | 68,63 | (+5,62%) |
| Bitcoin (USD) | 78.539,43 | (+0,10%) |
| SAP SE | 175,10 | (+2,66%) |
| Commerzbank AG | 35,56 | (+2,51%) |
| Siemens Energy AG | 147,95 | (+2,35%) |
| Rheinmetall AG | 1729,00 | (-2,95%) |
| Beiersdorf AG | 98,50 | (-1,94%) |
| Brenntag SE | 50,70 | (-1,58%) |
DAX startet freundlich in den Februar - Wall Street von Konjunkturoptimismus getrieben - Indien profitiert von US-Zollabkommen
Nach einem zögerlichen Start ist es am Montag am deutschen Aktienmarkt im Tagesverlauf deutlicher nach oben gegangen. Mit Blick auf die Entwicklung lieferte der DAX im Januar nahezu eine Nullnummer ab. Am Ende des Tages schloss er 1,1 Prozent höher bei 24.798. Für gute Stimmung unter Anlegern sorgte am Vormittag die Revision des Einkaufsmanager-Index für die deutsche Industrie. Der Index wurde auf 49,1 nach 48,7 in der ersten Lesung nach oben genommen.
Positiv zu werten war, dass der Abverkauf bei Edelmetallen in den vergangenen Tagen nicht auf die Aktien übergesprungen ist. Dem Abverkauf am Morgen folgte zunächst die Erholung, der am Nachmittag eine erneute Schwäche folgte. Die Volatilität der Edelmetallpreise dürfte in den kommenden Tagen langsam aus dem Markt weichen. Nach einem Tief bei 4.403 und einem Hoch bei 4.892,80 USD notierte die Feinunze gegenüber Freitag zuletzt 4,9 Prozent tiefer bei 4.654 USD. Gegenüber dem Jahresstart bedeutete es immerhin noch ein Plus von 7 Prozent.
Die Wall Street hat gestützt von starken Konjunkturdaten am Montag im Verlauf deutlich ins Plus gedreht. Der ISM-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes schoss im Januar klar in den Wachstum anzeigenden Bereich nach oben - und ließ die Markterwartungen weit hinter sich. Erstmals seit zwölf Monaten expandierte der wichtige Index.
Der Dow-Jones-Index kletterte um 1,1 Prozent auf 49.408 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legten um 0,5 bzw. 0,6 Prozent zu. Ins positive Konjunkturbild fügte sich die Aufwärtsrevision des von S&P Global im Januar ermittelten Einkaufsmanagerindex für die Industrie nahtlos ein. Der nicht beigelegte Haushaltsstreit und die damit verbundene Schließung von Behörden und anderen staatlichen Einrichtungen seit Samstag ließ Aktienanleger kalt.
Nach dem Rücksetzer am Vortag infolge der Schwäche bei den Technologiewerten geht es an den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag bereits wieder steil nach oben. Damit ist die Delle vom Wochenstart ausgebügelt. Mit Blick auf die Vorgaben der Wall Street gehen die Investoren stärker ins Risiko. Schlagzeilen kommen derweil aus Indien und Australien. Indien als bevölkerungsreichstes Land der Welt hat nun auch ein Handelsabkommen mit den USA (s.u.), nachdem jüngst eins mit Europa vermeldet wurde.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat die Zinsen um 25 Basispunkte auf nun 3,85 Prozent angehoben und ihre Entscheidung mit hawkishen Kommentaren versehen, die auf eine weitere Zinserhöhung im Mai nach der Veröffentlichung der Daten zu den Verbraucherpreisen für das 1. Quartal hindeuten. Die Börse in Sydney schloss sich dem positiven Trend der Region an, gestützt durch Bergbau- und Technologiewerte, obwohl Energietitel nach einem erneut starken Verfall der Rohölpreise hinterherhinkten. Mit den Notierungen für Öl ging es seit dem Vortag deutlicher nach unten, hier lieferte die Entspannung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran den Impuls.
Für den Nikkei geht es in Tokio um gleich 3,3 Prozent nach oben, wobei die Aktien der Chiphersteller und Großbanken nach den soliden Vorgaben der Wall Street kräftig zulegen. Die anfängliche Stärke in Hongkong kühlte sich im Laufe des Vormittags ab - goldnahe Titel konnten einen Teil der Verluste vom Montag wettmachen, während Immobilien- und Konsumwerte Mühe hatten, ihr Momentum zu halten.
Der Dax dürfte sich am Dienstag mit einer weiteren Erholung wieder in Richtung 25.000 Punkte orientieren und notiert vorbörslich mit einem Plus von 0,48% bei 24.918,00 Punkten.
Am Vortag hatte der Leitindex nach nervösem Start bereits zugelegt, denn an den Gold- und Silbermärkten hatte eine Beruhigung eingesetzt. Die Stabilisierung dort setzt sich am Dienstag fort. Nach den US-Börsen kam dies über Nacht auch an den Handelsplätzen in Asien an.
Deutschland / Cloud
Die Vorsitzende des Sachverständigenrates der Bundesregierung, Monika Schnitzer, hat vor der Nutzung lokaler Cloud-Angebote von US-Tech-Konzernen gewarnt. Diese würden EU-Kunden zwar souveräne Cloud-Lösungen mit einer lokalen Speicherung von Daten und eine operative Kontrolle versprechen, schrieb Schnitzer auf der Plattform X. "Aber der US Cloud Act und der Foreign Intelligence Surveillance Act erlauben es den US-Behörden, US-Unternehmen zur Herausgabe von Daten weltweit zu zwingen und ermöglichen Zugang der US-Geheimdienste für digitale Überwachung", fügte sie hinzu.
Europa
Nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz muss Europa seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und seine technologische Abhängigkeit von den USA verringern. "Die transatlantischen Beziehungen haben sich verändert, und das sagt in diesem Raum hier niemand mit mehr Bedauern als ich", sagte Merz beim Jahresempfang der Deutschen Börse in Frankfurt. "Aber Nostalgie und die Erinnerung an verflossene gute Zeiten helfen uns nicht weiter." Europa müsse gegenüber den USA souveräner und unabhängiger werden, gerade auch technologisch. Deutschland könne dabei eine wichtige Rolle spielen.
Frankreich
Frankreich hat nach einer monatelangen politischen Hängepartie einen Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet. Die Minderheitsregierung von Premierminister Sébastien Lecornu überstand am Montag zwei Misstrauensanträge in der Nationalversammlung, wodurch der Etat als angenommen gilt. Lecornu sicherte sich die Verabschiedung des Haushalts durch weitreichende Zugeständnisse an die Sozialisten. Diese unterstützten die von Links- und Rechtsextremen eingebrachten Misstrauensanträge nicht und ermöglichten so die Verabschiedung des Etats.
USA / Haushalt
Das US-Repräsentantenhaus stimmt voraussichtlich über ein Gesetz zur Beendigung des seit dem Wochenende laufenden teilweisen Regierungsstillstands ab. Der Entwurf, der bereits den Senat passiert hat und in einem Ausschuss des Repräsentantenhauses diskutiert wird, soll die Finanzierung von Ministerien wie dem Pentagon und dem Verkehrsministerium wiederherstellen. Eine Verabschiedung gilt jedoch nicht als sicher, da sowohl Demokraten als auch der rechte Flügel der Republikaner Vorbehalte gegen den mit Präsident Donald Trump ausgehandelten Kompromiss angemeldet haben.
USA / Indien
Das von US-Präsident Donald Trump verkündete Handelsabkommen mit Indien stößt in der US-Wirtschaft auf ein geteiltes Echo. Während die US-Handelskammer die Einigung am Montag als Fortschritt bezeichnete, übte eine Koalition von mehr als 800 Kleinunternehmen scharfe Kritik. Die Gruppe nannte das Abkommen eine 600-prozentige Steuererhöhung für amerikanische Unternehmen im Vergleich zu 2024. Damals hätten die Zölle auf indische Importe bei zwei bis drei Prozent gelegen, nun würden sie auf 18 Prozent steigen. Trump hatte zuvor eine Senkung der Zölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent angekündigt
BayWa
Der angeschlagene Agrarkonzern befürchtet neue Probleme bei der auf erneuerbare Energien spezialisierten Tochter Baywa r.e. AG. "Vor dem Hintergrund erkennbarer Marktentwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien in den USA und Europa sowie einer Presseanfrage" gehe man davon aus, dass es wesentliche Abweichungen bei der Geschäftsplanung der Tochter geben könnte, teilte das Unternehmen mit.
Novo Nordisk
Das experimentelle Abnehmmittel CagriSema des Konzerns hat nach dessen Angaben in einer Studie mit Diabetes-Patienten besser abgeschnitten als der Kassenschlager Wegovy. Die höchste Dosis von CagriSema habe den Teilnehmern mit Typ-2-Diabetes geholfen, nach 68 Wochen rund 14,2 Prozent ihres Körpergewichts zu verlieren, teilte der dänische Pharmakonzern mit. Bei den mit Wegovy behandelten Patienten seien es 10,2 Prozent gewesen. Zudem habe CagriSema eine stärkere Senkung des Blutzuckerspiegels gezeigt.
OpenAi
Der ChatGPT-Entwickler ist Insidern zufolge auf der Suche nach Alternativen zu den KI-Chips des Marktführers Nvidia. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von Insidern erfuhr, hat OpenAI sich seit dem vergangenen Jahr nach anderen Anbietern umgesehen, da es mit der Geschwindigkeit einiger Nvidia-Prozessoren unzufrieden ist. Nvidia reagierte darauf unter anderem mit einem Übernahmeangebot für das Startup Cerebras, das dieses jedoch ablehnte und stattdessen eine kommerzielle Vereinbarung mit OpenAI schloss.
ProSiebenSat1
Der angeschlagene TV-Konzern hat im abgelaufenen Jahr sein mehrfach gesenktes Gewinnziel verfehlt. Mit voraussichtlich 405 Mio. € werde das bereinigte Ebitda unter der erst im November genannten Zielspanne von 420 bis 450 Mio. € liegen, teilte die mehrheitlich zum italienischen Konkurrenten MFE gehörende Senderkette mit. Grund sei das schwache TV-Werbegeschäft.
SpaceX
Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX übernimmt sein KI-Startup xAI in einer Rekord-Transaktion. Wie Musk bestätigte, entsteht durch die Fusion des Raketenbauers mit dem Entwickler des Chatbots Grok der größte Tech-Deal der Geschichte. Mit einem Gesamtvolumen von 1,25 Bio. USD übertrifft er die seit über 25 Jahren bestehende Bestmarke der Übernahme des deutschen Mannesmann-Konzerns durch Vodafoneim Jahr 2000. Mit der Fusion bereitet Musk einen für dieses Jahr geplanten sogenannten Blockbuster-Börsengang vor, der das kombinierte Unternehmen mit über 1,5 Bio. USD bewerten könnte, sagten zwei Insider
08:45 FR/ Staatshaushalt Dezember in Mrd. € ytd
08:45 FR/ Verbraucherpreise Februar (vorläufig) m/m
09:00 SP/ Arbeitslosenzahl Januar m/m in Tsd.
16:00 US/ RCM/TIPP-Verbrauchervertrauen Februar
16:00 US/ JOLTS-Daten (offene Stellen) Dezember in Mio.
22:30 US/ API Öl-Lagerbestände in Mio. Barrel
| Quartalszahlen / Termine Europa | AT&S Austria, Chubb Ltd., Banca Mediolanum, Xior Student Housing, Amundi S.A., Sartorius, Akzo Nobel, Sartorius, Alfa Laval, Addnode Group, Netcompany, Boliden, Vitrolife, Fortum Oyj., Pentair |
| Quartalszahlen / Termine USA: | Sonos, IAC, Hamilton Lane, Lumentum Holdings, Hubbell, Paypal Holdings, Cabot Corp., janck Henry & Associates, Emerson Electric, Archer Daniels Midland, Juniper Networks, Ball Corp., PepsiCo, Gartner, Eaton Corporation PLC, Merck & Co., Pfizer, Illinois Tool Works, National Research, Skyworks Solitions, Lumen TEchnologies, Amgen, Mondelez, Enphase Energy, Super Micro Computer, American Financial Group |
| Dividendenabschläge u.a.: | - |
Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.
MiFID II/MiFIR
Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471
Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org
In unserem Aktienmarktbericht informieren wir Sie täglich per E-Mail-Newsletter über die aktuellen Entwicklungen an der Börse, in den einzelnen Märkten und bei den Unternehmen.