Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 25.127,46 |
| E-STOXX 50 | 5.904,32 |
| DAX | 24.892,20 | (+0,09%) |
| MDAX | 31.670,42 | (+0,69%) |
| TechDAX | 3.751,29 | (+1,33%) |
| Euro Stoxx 50 | 5.931,79 | (+0,14%) |
| Dow Jones | 49.462,08 | (+0,99%) |
Nasdaq | 25.639,71 | (+0,94%) |
Nikkei | 51.961,98 | (-1,06%) |
EUR/USD | 1,17 | (-0,25%) |
| Gold in $ | 4.447,69 | (-1,05%) |
| Oil (Brent) in $ | 62,90 | (+0,10%) |
| Bitcoin (USD) | 92.639,42 | (-0,62%) |
| Daimler Truck Holding AG | 40,18 | (+5,74%) |
| Infineon Technologies AG | 41,82 | (+4,80%) |
| Sartorius AG | 264,90 | (+4,09%) |
| adidas AG | 163,75 | (-3,62%) |
| Hannover Rueck SE | 250,40 | (-2,57%) |
| SAP SE | 202,05 | (-2,01%) |
DAX gelingt weiterer Rekord
Der Schwung hat nachgelassen, dennoch gelang dem DAX ein neues Rekordhoch. Mittlerweile ist die 25.000-Punkte-Marke in Reichweite. Nach dem jüngsten Rekordlauf könnte aber eine Verschnaufpause anstehen. Hatte der DAX noch kurz vor Weihnachten unter 24.000 Punkten notiert, sind nun bereits die 25.000 Punkte in Sicht. Doch trotz neuer Rekorde fehlte dem Leitindex heute die Kraft, die runde Marke anzugehen. Am frühen Nachmittag erreichte er einen neuen Höchststand von 24.969 Punkten, fiel dann aber wieder zurück und ging mit einem bescheidenen Plus von 0,1 Prozent bei 24.892 Punkten aus dem Handel. Damit hält die Rally zu Jahresbeginn weiter an. Auch an der Wall Street überwiegen die Pluszeichen.
Bereits am Montag hatte ein Kursschub für Rüstungsaktien infolge der militärischen Eskalation in Venezuela dem DAX einen Kursrekord beschert. Ob die geopolitische Lage auch weiterhin kursfördernd bleibt, ist allerdings fraglich. Der US-Angriff auf Venezuela könnte China ermuntern, härter gegen Taiwan vorzugehen. Überhaupt könnte die unübersichtliche Lage nach zuletzt sechs Wochen mit Kursanstiegen den Anlegern jederzeit als Begründung dienen, ihre jüngsten Gewinne mitzunehmen.
Positiv bleibt aber die Aussicht, dass eine Öffnung Venezuelas niedrigere Ölpreise bringen könnte. Billigere Energie gilt als Treibstoff für die weltweite Konjunktur, was wiederum die globalen Aktienmärkte stützt. Venezuela verfügt über die größten Ölreserven der Welt. Laut dem Londoner Energy Institute besitzt das Land mit 303 Milliarden Barrel rund 17 Prozent der weltweiten Reserven und liegt damit vor dem OPEC-Anführer Saudi-Arabien.
Der Dax dürfte sich am Montag weiter seinem Rekordhoch von rund 24.771 Punkten aus dem Oktober nähern. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Auftakt auf 24.648 Punkte und damit 0,4 Prozent im Plus. Damit würde sich der zuletzt gute Lauf fortsetzen; die US-Attacke auf den südamerikanischen Ölstaat Venezuela sorgt erst einmal nicht für Verunsicherung.
So gaben die Ölpreise am Montagmorgen sogar leicht nach, wohl auch weil US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in dem Land mithilfe der großen US-Ölkonzerne wiederzubeleben. Perspektivisch noch niedrigere Ölpreise wären dann wohl auch positiv für die Wirtschaft. Ohnehin profitierte der deutsche Aktienmarkt zuletzt vor allem von den Hoffnungen auf eine Belebung der trägen deutschen Konjunktur im neuen Jahr.
Zudem verweist Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus Activtrades auf eine moderate Bewertung des Dax im Vergleich zu den oft heiß gelaufenen US-Indizes als wichtige Triebfeder. „Es mehren sich die Anzeichen für eine signifikante Kapitalrotation: Investoren könnten Gelder aus den USA abziehen und in die preiswerteren europäischen Blue Chips umschichten.“
In der neuen Woche stehen aber erst einmal eine Reihe von Konjunkturdaten auf der Agenda. Dicht gepackt ist das Programm unter anderem am Dienstag. Dann werden die Inflationsdaten für Deutschland für Aufmerksamkeit sorgen. Am Freitag richtet sich der Fokus auf die monatlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA, die für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed wichtig sind.
DEUTSCHLAND/ARBEITSMARKT
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) legt die Arbeitslosenzahlen für Dezember vor. Angesichts der Konjunkturflaute wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Ein Sprung über die Marke von drei Millionen Erwerbslosen wird jedoch erst für Januar erwartet. Im November waren 2,885 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, die Quote lag bei 6,1 Prozent.
CHINA/AFRIKA
Chinas Außenminister Wang Yi hat eine Reise durch vier afrikanische Staaten begonnen, mit der Peking seinen Einfluss auf dem Kontinent ausbauen will. Die Visite in Äthiopien, Somalia, Tansania und Lesotho unterstreicht auch die Bedeutung der Region für den chinesischen Handel mit Europa und den Wettbewerb mit westlichen Initiativen.
DEUTSCHLAND/CSU
Die CSU-Landesgruppe im Bundestag setzt ihre dreitägige Klausurtagung im bayerischen Kloster Seeon fort. Für den Kurs der Koalition mit CDU und SPD wollen die Abgeordneten Akzente in Wirtschaftspolitik, bei Migrationsfragen sowie innerer und äußerer Sicherheit setzen. Als Gäste erwartet werden die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) Hildegard Müller, EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sowie Litauens Präsident Gitanas Nauseda und Finnlands Außenministerin Elina Valtonen.
DEUTSCHLAND/KLIMA
Das Tempo beim Klimaschutz in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr einer Studie zufolge deutlich verlangsamt. Das nationale Klimaziel für 2025 wurde aber erreicht, wie die Denkfabrik Agora Energiewende mitteilte. Die Treibhausgasemissionen sanken demnach um neun Millionen Tonnen oder 1,5 Prozent auf insgesamt 640 Millionen Tonnen CO2. Das Klimaschutzgesetz sieht als Jahresobergrenze 662 Millionen Tonnen vor. Der Rückgang 2025 fiel aber weniger als halb so hoch aus wie im Jahr 2024.
EURO-ZONE/PREISE
Die Inflation in der Euro-Zone hat zum Jahresende wohl etwas nachgelassen. Die Jahresteuerung dürfte im Dezember auf 2,0 Prozent gesunken sein, nach 2,1 Prozent im November, wie von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen erwarten. Die Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht die Daten am Vormittag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält eine Inflation von rund zwei Prozent mittelfristig für ideal für die Konjunktur.
EU/MERCOSUR
Nach Zugeständnissen der EU-Kommission an Italien ist einem Insider zufolge nun auch die Regierung in Rom bereit, das umstrittene Freihandelsabkommen Mercosur mit südamerikanischen Staaten zu unterzeichnen. Damit könnte der Vertrag kommende Woche doch noch unter Dach und Fach gebracht werden.
UKRAINE
Bei dem Treffen der "Koalition der Willigen" in Paris haben Frankreich und Großbritannien mit der Ukraine eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach nach einem Waffenstillstand Soldaten in dem Land stationiert werden sollen. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sicherte der Ukraine verbindliche amerikanische Hilfe zu. Allerdings verwies der britischen Premierminister Keir Starmer darauf, dass völlig unklar sei, ob Russland angesichts der fortgesetzten Angriffe überhaupt ein Kriegsende wolle.
USA/GRÖNLAND
Die US-Regierung hat im Streit um die Kontrolle Grönlands ihre Haltung bekräftigt und schließt einen Militäreinsatz weiter nicht aus. Der Erwerb Grönlands habe für die nationale Sicherheit der USA Priorität und sei entscheidend, um Gegner in der Arktis abzuschrecken, teilte das Weiße Haus mit. Präsident Donald Trump und sein Stab diskutierten eine Reihe von Optionen. Der Einsatz des Militärs sei dabei "immer eine Option", die dem Oberbefehlshaber zur Verfügung stehe.
USA/VENEZUELA/ÖLEXPORTE
Die USA und Venezuela beraten Insidern zufolge über die Ausfuhr von venezolanischem Rohöl an US-Raffinerien. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von fünf mit der Angelegenheit vertrauten Personen aus Regierung, Industrie und Schifffahrt. Ein solches Abkommen könnte Lieferungen von China in die USA umleiten und dem staatlichen Ölkonzern PDVSA helfen, tiefere Förderkürzungen zu vermeiden
AUMOVIO
Amazons Cloud-Sparte AWS arbeitet mit dem deutschen Autozulieferer bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos zusammen. Das erste Projekt betreffe autonom fahrende Lastwagen des US-Anbieters Aurora, teilten die Unternehmen mit. AWS und die von Continental abgespaltene Aumovio erweiterten ihre langjährige Partnerschaft. Dabei werde die Amazon-Sparte der bevorzugte Cloud-Anbieter von Aumovio für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen auf Basis von Künstlicher Intelligenz.
BAYER
Der Agrar- und Pharmakonzern hat die Corona-Impfstoffhersteller Pfizer, Biontech und Moderna wegen des Vorwurfs der Verletzung von Patenten bei ihren mRNA-Vakzinen verklagt. Ein Bayer-Sprecher bestätigte entsprechende Klagen bei einem Bundesgericht in Delaware. Die Hersteller sollen eine Technologie kopiert haben, die die Bayer-Tochter Monsanto bereits in den 1980er-Jahren zum Patent angemeldet habe.
FREENET
Die Streaming-Sparte Waipu.TV des Internetkonzerns hat einem Bericht zufolge Banken für einen möglichen Börsengang ausgewählt. Citigroup und Berenberg seien als führende Institute ernannt worden, berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die von Freenet kontrollierte Waipu-Obergesellschaft Exaring AG könnte bei einem möglichen Börsengang in Frankfurt mit bis zu 1,5 Milliarden Euro bewertet werden, hieß es weiter.
GRENKE
Der IT-Leasinganbieter hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Plus beim Neugeschäft abgeschlossen. Das Leasingneugeschäft legte 2025 um 7,8 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen aus Baden-Baden mitteilte.
HILTON
Weil es Reservierungen der US-Grenzschutzbehörde ICE storniert hat, ist ein Hotel in Minneapolis aus dem Buchungssystem der Kette geflogen. "Wir ergreifen sofortige Maßnahmen, um dieses Hotel aus unserem System zu entfernen", erklärte der Konzern. Das Hotel der zu Hilton gehörenden Marke Hampton Inn hatte sich geweigert, Agenten der Behörde unterzubringen. Razzien von ICE-Agenten unter Einwanderern spielen eine umstrittene Rolle im harten Einwanderungskurs von Präsident Donald Trump.
LENOVO/NVIDIA
Der chinesische Technologiekonzern Lenovo hat gemeinsam mit dem Chip-Spezialisten Nvidia eine "Gigafactory" für Künstliche Intelligenz (KI) vorgestellt. Das Projekt solle es Anbietern von KI-Clouds ermöglichen, KI-Anwendungen für Unternehmen schneller zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen, teilte Lenovo auf der Technologiemesse CES 2026 in Las Vegas mit.
THYSSENKRUPP
Der Essener Konzern könnte seine Stahlsparte Insidern zufolge in mehreren Schritten an Jindal Steel verkaufen. Beide Seiten ringen um eine praktikable Lösung für das komplexe Geschäft, wie drei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. In einem ersten Schritt könnte Jindal 60 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) übernehmen. Abhängig vom Fortschritt der Sanierung könnten später zwei weitere Tranchen von je 20 Prozent folgen. Eine andere Person sprach von zwei Stufen - 60 und 40 Prozent.
THYSSENKRUPP
Der Essener Konzern könnte seine Stahlsparte Insidern zufolge in mehreren Schritten an Jindal Steel verkaufen. Beide Seiten ringen um eine praktikable Lösung für das komplexe Geschäft, wie drei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. In einem ersten Schritt könnte Jindal 60 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) übernehmen. Abhängig vom Fortschritt der Sanierung könnten später zwei weitere Tranchen von je 20 Prozent folgen. Eine andere Person sprach von zwei Stufen - 60 und 40 Prozent.
SAMSUNG
Der südkoreanische Elektronikkonzern wird Analysten zufolge eine Gewinnsteigerung von 160 Prozent auf umgerechnet knapp zehn Milliarden Euro bekanntgeben. Es wäre das zweitbeste operative Quartalsergebnis der Firmengeschichte. Samsung profitiert von den kräftigen Preissteigerungen bei Speicherchips. Durch den Bauboom bei Rechenzentren für KI übersteigt die Nachfrage nach diesen Halbleitern das Angebot bei Weitem.
UNIPER
Der Energieversorger leitet den Verkauf seines Heliumgeschäfts ein. Interessenten müssten sich bis spätestens zum 28. Januar 2026 melden, teilte Uniper mit. Angeboten werde ein Portfolio internationaler Kauf-, Verkauf- und Lagerverträge für Helium sowie eine Flotte von Containern für das Edelgas. Die Transaktion umfasse kein Personal.
XAI
Das KI-Start-up von Elon Musk hat in einer Finanzierungsrunde 20 Milliarden Dollar eingenommen. Wie das Unternehmen mitteilte, gehörten zu den Geldgebern Valor Equity Partners, StepStone Group, Fidelity Management & Research Company und die Qatar Investment Authority. Nvidia und Cisco Investments beteiligten sich als strategische Investoren. Mit dem Geld wolle xAI die Infrastruktur ausbauen, die Entwicklung und den Einsatz von Produkten der Künstlichen Intelligenz (KI) beschleunigen und die Forschung finanzieren.
08:00 DE: Erwerbstätigenzahl Dezember y/y
08:00 DE: Einzelhandelsumsatz Dezember (real) m/m
09:00 CH: Devisenreserven Dezember in Mrd CHF
09:55 DE: Arbeitslosenzahl Dezember (saisonbereinigt) m/m in Tsd
09:55 DE: Arbeitslosenquote Dezember
10:30 GB: Einkaufsmanagerindex Bausektor Dezember
11:00 IT: Verbraucherpreise Dezember (Vorabschätzung) m/m
11:00 EWU: Verbraucherpreise (Vorabschätzung) y/y
14:00 DE: Verbraucherpreise Dezember (Vorabschätzung) y/y
13:00 US: MBA-Hypothekenanträge Vorwoche w/w
14:15 US: ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Dezember m/m in Tsd
16:00 US: Auftragseingang Industrie November m/m
16:00 US: ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Dezember
16:00 CA: Ivey Einkaufsmanagerindex Dezember
16:00 US: JOLTS-Daten (offene Stellen) November in Mio
16:00 US: ISM-PMI Preise im Dienstleistungssektor Dezember
16:30 US: Rohöllagerbestände in Mio Barrel w/w
| Quartalszahlen / Termine Europa | - |
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MiFID II/MiFIR
Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471
Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org
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