Unruhiger Jahresstart Monatsrückblick März 2026
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Unruhiger Jahresstart Monatsrückblick März 2026

Bei dichtem Nebel auf Sicht fahren

07. April 2026

Lesezeit: setTime Minuten

Monatsrückblick März 2026

Im März 2026 dominierte der Iran-Krieg alle anderen Kapitalmarkthemen. Die Eskalation des Konflikts hat nicht nur die Preise für Öl und Gas – die zentralen Schmierstoffe der Weltwirtschaft – deutlich ansteigen lassen. Erinnerungen an den Inflationsschock des Jahres 2022 werden wach. Je länger der Konflikt andauert, desto größer das Risiko einer Stagflation. Für die Notenbanken würde dies eine Zwickmühle zwischen Inflationsbekämpfung und Sicherung des Wirtschaftswachstums bedeuten.

Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs sind die Staatsanleiherenditen global deutlich angestiegen. Auch die sogenannten „Sicheren Häfen“ wie US-Treasuries und Bun-desanleihen konnten nicht von der erhöhten Unsicherheit profitieren. So erreichte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen im März zwischenzeitlich bei mehr als 3,10 % ein 15-Jahres-Hoch nach einem Jahrestief von 2,65 % Ende Februar. Ihre laufzeitgleichen US-Pendants kratzten zeitweise an der Marke von 4,50 %.

Investoren flüchten darüber hinaus aus allgemein riskanteren Assetklassen wie Aktien und Hochzins-Anleihen – aber auch Gold – in Liquidität. Sie scheinen aktive Positionen glattgestellt zu haben und konnten so bei Gold, Unternehmensanleihen sowie europäischen und EM-Aktienpositionen Gewinne realisieren. Angesichts der hohen positiven Korrelation zwischen Anleihen und Aktien werden Erinnerungen an das Jahr 2022 wach, als beide Assetklassen parallel massiv verloren hatten.

Der Iran-Krieg schickte EUR/USD im Monatsverlauf von rund 1,18 Ende Februar bis auf knapp unter 1,15 Ende März. Der US-Dollar legte im Monatsverlauf somit um 2,2 % gegenüber dem Euro zu. Letztlich bewies der Greenback damit seine Safe-Haven-Eigenschaft in Kriegszeiten.

Nach dem bisherigen Gold-Allzeithoch bei 5.600 USD je Feinunze (USD/F.) Ende Januar 2026 und der Konsolidierung bis auf 4.400 USD/F. im Februar 2026 sank der Goldpreis im März teils deutlich. Der Ausbruch der Kriegshandlungen hat die Aufwärtsrisiken für die Inflation rapide erhöht. Dies sorgte für höhere Renditen – nicht zuletzt aufgrund von Erwartungen an Leitzinserhöhungen. Damit sind die Opportunitätskosten der Goldhaltung gestiegen. Ferner haben einzelne Zentralbanken damit begonnen, ihre Währungen durch Goldverkäufe zu stützen, um den inländischen Inflationsgefahren zu begegnen. Im März verlor Gold 11,6 %.

Die globalen Aktienmärkte waren im Berichtsmonat ebenfalls deutlich rückläufig. US-Investoren dürften ihre aktiven globalen Positionen reduziert haben. Angesichts des neuen makroökonomischen Umfelds preisen die Märkte ein geringeres Gewinnwachstum ein. Der US-Markt gewann zunächst relativ zu den anderen Märkten angesichts des Unsicherheitsschocks. Zum Monatsende rückten Belastungsfaktoren wie die Sorgen im KI- und Privat-Debt-Bereich wieder in den Fokus. So notierte der S&P 500 Ende März um 5,0 % tiefer als am 28. Februar 2026 (in EUR: -2,8 %). Die hohe Abhängigkeit der asiatischen Volkswirtschaften von Ölimporten und Gewinnmitnahmen setzen den Emerging Markets (EM) zu. Der MSCI EM brach im abgelaufenen Monat um 13,1 % ein (in EUR: -10,9 %). Der STOXX Europe 600 verbuchte ein Minus von 7,7 %, der DAX als zyklischer Index verlor sogar gut 10 % im März.

Angesichts der hohen Pfadabhängigkeit der Konjunktur von dem Ausgang des Krieges in der Golfregion haben viele Aktienanalysten ihre Gewinnschätzungen bisher wohl nicht adjustiert. Die Schätzungen für energienahe Branchen wie die Öl- und Gasindustrie und Versorger haben die Analysten hingegen sowohl in Europa als auch in den USA deutlich angehoben.

In den USA werden zudem die Prognosen für die Technologie-Unternehmen weiter erhöht. Die Schätzungen für 2026 des entsprechenden Subindex des S&P500 legten um 6 % zu. Trotz der guten aktuellen fundamentalen Daten machen sich Investoren Sorgen über die Auswirkung der KI-Revolution.

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