Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 23.730,92 |
| E-STOXX 50 | 5.769,25 |
| DAX | 23.730,92 | (+0,71%) |
| MDAX | 29.481,75 | (+1,83%) |
| TechDAX | 3.599,19 | (1,14%) |
| Euro Stoxx 50 | 5.769,25 | (+0,53%) |
| Dow Jones | 46.993,26 | (+0,10%) |
Nasdaq | 24.780,41 | (+0,51%) |
Nikkei | 53.239,40 | (+2,87%) |
EUR/USD | 1,15 | (+0,01%) |
| Gold in $ | 5.010,52 | (+0,10%) |
| Oil (Brent) in $ | 103,04 | (-0,64%) |
| Bitcoin (USD) | 74.084,76 | (-0,61%) |
| Sartorius AG | 225,60 | (+7,94%) |
| Hannover Rueck SE | 273,,8 | (+4,03%) |
| E.ON. SE | 20,20 | (+3,20%) |
| Beiersdorf AG | 74,56 | (-2,41%) |
| Daimler Truck Holding AG | 41,71 | (-1,44%) |
| Fresenius SE & Co KGaA | 46,44 | (-1,02%) |
DAX erholt sich weiter
In der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Kriegs am Persischen Golf konnte sich der deutsche Aktienmarkt weiter stabilisieren. Nun richten sich die Blicke vermehrt auf die Notenbanken.Für den deutschen Aktienmarkt lief es am Dienstag erneut gut. Der DAX gewann 0,7 Prozent auf 23.730 Punkte. Schon am Montag hatte sich der deutsche Leitindex um 0,5 Prozent erholt. Am nunmehr zwölften Handelstag, seit die USA und Israel die Luftschläge gegen den Iran gestartet haben, bleibt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges erhalten.
Einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed hat sich die Erholung am New Yorker Aktienmarkt in unterschiedlichem Ausmaß fortgesetzt. Alle Indizes konnten aber nur einen moderaten Teil ihrer anfangs erzielten Kursgewinne bis zum Handelsschluss retten. Angesichts des Iran-Krieges und weiterhin hoher Ölpreise blieben Anleger vorsichtig. Gerade im Dow Jones Industrial blieb nicht viel von dem anfangs noch ein Prozent großen Plus übrig. Der Leitindex der Wall Street schloss 0,10 Prozent höher bei 46.993,26 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,25 Prozent auf 6.716,09 Zähler bergauf. Der technologielastige Nasdaq 100 schloss sich diesem Umfeld mit einem Anstieg um 0,51 Prozent auf 24.780,42 Punkte an.
In Asien haben die wichtigsten Aktienmärkte am Mittwoch zugelegt. Besonders deutlich fielen die Gewinne in Japan und Südkorea aus. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte kurz vor Handelsende 2,6 Prozent auf 55.110 Punkte zu. Damit reduzierte der Index die Verluste des inzwischen mehr als zweieinhalb Wochen laufenden Iran-Kriegs weiter. Anfang vergangener Woche war der Nikkei noch bis auf 51.400 Punkte gefallen. Am Mittwoch stützten die stärker als erwartet ausgefallenen Exporte die Kurse an der japanischen Börse. Auch in China und Hongkong ging es nach oben; allerdings nicht so deutlich wie in Japan.
Bei leicht gesunkenen Ölpreisen dürfte der Dax seine Erholung bis fast an die exponentielle 200-Tage-Linie fortsetzen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex für den dreizehnten Handelstag seit Kriegsausbruch im Iran zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Start fast ein halbes Prozent höher auf 23.840 Punkte. Bei 23.866 Punkten liegt aktuell die exponentielle 200-Tage-Linie - ein Gradmesser für den langfristigen Trend. Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit rund 101 Dollar etwas weniger als tags zuvor. Der bisherige Höchststand im Zuge des Iran-Kriegs hatte mit fast 120 Dollar auf dem höchsten Stand seit 2022 gelegen, was heftige Konjunktur- und Inflationssorgen geschürt hatte. Besonders im Fokus stehen weiterhin alle Nachrichten über den wichtigsten Versorgungsweg für Energielieferungen, die Straße von Hormus, die vom Iran faktisch blockiert ist. In dem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld wird die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen am Abend wohl nicht antasten. Zuletzt waren grundsätzliche Zinssenkungshoffnungen am Markt ausgepreist worden und es waren angesichts des Inflationsanstiegs, der durch den hohen Ölpreis zu erwarten ist, sogar erste Erhöhungsbefürchtungen aufgekommen
DEUTSCHLAND/BUNDESTAG
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird am Nachmittag eine Regierungserklärung zum bevorstehenden EU-Gipfel abgeben. Dabei wird es um die Wettbewerbsfähigkeit Europas gehen, aber auch um die Kriege im Iran und der Ukraine. Nach der 90-minütigen Debatte zur Regierungserklärung steht im Bundestag die Regierungsbefragung auf dem Programm. Den Fragen der Abgeordneten stellen sich Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Verkehrsminister Patrick Schnieder (beide CDU).
DEUTSCHLAD/FRANKREICH/FCAS
Die Außenminister Deutschlands und Frankreichs, Johann Wadephul und Jean-Noel Barrot, zeigen sich zuversichtlich, dass das geplante gemeinsame Kampfjet-Projekt FCAS doch noch zustande kommt. Beide Minister äußerten sich auf der Veranstaltung "Europa 2026" entsprechend. Es gebe zwar noch unterschiedliche Auffassungen. Er sei aber zuversichtlich, dass es eine "sehr gute Lösung" geben werde, sagt Wadephul.
DEUTSCHLAND/RECHENZENTREN
Das Bundeskabinett will die neue Rechenzentrumsstrategie von Digitalminister Karsten Wildberger beschließen. Mit dieser will die Bundesregierung den Rückstand bei Künstlicher Intelligenz (KI) auf die USA und China aufholen und die Kapazitäten von Rechenzentren bis 2030 mindestens verdoppeln. Die Kapazitäten speziell für KI sollen sich mindestens vervierfachen. Ebenfalls im Kabinett ist der Gesetzentwurf zum antragslosen Kindergeld. Der sieht vor, dass nach der Geburt das Kindergeld automatisch, ohne Antrag bei der Familienkasse, ausgezahlt wird.
EUROZONE/PREISE
Die Inflation im Euroraum dürfte bereits vor dem Ende Februar ausgebrochenen Nahost-Krieg auf dem Vormarsch gewesen sein. Klarheit bringen die finalen Daten des EU-Statistikamts Eurostat. Es hat in einer früheren Schätzzahl für Februar eine Teuerungsrate von 1,9 Prozent ermittelt. Im Januar hatte die Rate mit 1,7 Prozent noch deutlich unter der Zielmarke von 2,0 Prozent gelegen, die von der Europäischen Zentralbank mittelfristig als ideal für die Konjunktur angesehen wird.
EZB/BANKENAUFSICHT
Die EZB legt ihren Jahresbericht zur Bankenaufsicht im Euroraum vor. Sie hatte Geldhäuser zu einem soliden Risikomanagement aufgerufen - dies auch vor dem Hintergrund der Gefahr von Hacker-Angriffen und der zunehmenden geopolitischen Instabilität. Die EZB überwacht die Großbanken in der Euro-Zone, darunter hierzulande die Deutsche Bank und die Commerzbank.
FLUGHAFEN/STREIK
Wegen eines Streiks des Flughafenpersonals findet am Berliner Airport BER kein regulärer Flugbetrieb statt. Nach einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zum Arbeitskampf kündigte der Flughafenbetreiber an, dass 445 geplante Abflüge und Landungen ausfallen und rund 57.000 Passagiere betroffen sind. BER-Chefin Aletta von Massenbach hofft auf eine Einigung im Tarifkonflikt um die etwa 2000 Flughafen-Beschäftigten bei der nächsten Verhandlungsrunde am 25. März. Verdi erwartet bis dahin allerdings ein verbessertes Angebot.
IRAN
In Staatsmedien wird der Tod des Sicherheitschefs Ali Laridschani bestätigt. Israels Verteidigungsminister hatte schon am Dienstag erklärt, der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates sei bei einem Angriff getötet worden.
IRAN
US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Stellungen entlang der iranischen Küste nahe der Straße von Hormus angegriffen. Die dort stationierten iranischen Anti-Schiff-Raketen stellten eine Gefahr für die internationale Schifffahrt dar, teilt das US-Militär mit. In Ramat Gan nahe Tel Aviv wurden ein Mann und eine Frau durch Splitter einer abgefangenen iranischen Rakete getötet. Die Opfer seien nur wenige Meter vom Schutzraum entfernt gewesen, teilte die Polizei mit. Damit steigt die Zahl der Kriegstoten in Israel dem Rettungsdienst Magen David Adom zufolge auf mindestens 14.
IRAN-KRIEG
Der in dem Konflikt eingesetzte US-Flugzeugträger "Gerald R. Ford" muss US-Insidern zufolge nach einem Feuer an Bord einen Hafen anlaufen. Das Schiff werde wohl die Souda-Bucht auf Kreta ansteuern, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Einem der Insider zufolge wurden fast 200 Seeleute wegen Rauchvergiftungen behandelt, ein Soldat sei ausgeflogen worden. Das Feuer sei in der Wäscherei ausgebrochen.
USA/ZINSEN
Die US-Notenbank muss in Zeiten des Nahost-Krieges und steigender Ölpreise den geldpolitischen Kurs bestimmen. Trotz der mit dem Militärkonflikt verbundenen Inflationsrisiken gehen von Reuters befragte Ökonomen davon aus, dass die Federal Reserve den Leitzins weiter in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent halten wird. Zugleich blicken Investoren mit Spannung auf den aktualisierten Zinsausblick der Währungshüter: Dabei wird sich zeigen, ob sie wie bereits im Dezember für 2026 einen Zinsschritt nach unten avisieren oder diese Option unter dem Eindruck des Ölpreisschocks vorerst vom Tisch nehmen.
AMAZON
Konzernchef Andy Jassy traut der Cloud-Sparte AWS dank des Booms bei Künstlicher Intelligenz künftig einen Jahresumsatz von 600 Milliarden Dollar zu. Er sei lange von einem Umsatzvolumen von rund 300 Milliarden Dollar für einen solchen Zeitraum ausgegangen, sagte er laut einer Reuters vorliegenden Aufzeichnung einer Mitarbeiterversammlung. Durch die Entwicklungen im KI-Bereich habe die Sparte nun aber die Chance, diesen Wert mindestens zu verdoppeln.
AUMOVIO
Der Autozulieferer hat trotz eines geringeren Umsatzes das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr sprunghaft gesteigert. Das im vergangenen Jahr von Continental 2025 abgespaltene und an die Börse gebrachte Unternehmen erzielte dank Kostensenkungen einen bereinigten Vorsteuergewinn von 717 Millionen Euro, ein Plus von 45,5 Prozent. Der Umsatz sei in einem schwierigen Marktumfeld hingegen um fünf Prozent gesunken auf 18,5 Milliarden Euro, teilte der MDAX-Konzern am Mittwoch mit. Die Marge verbesserte sich auf 3,9 Prozent von 2,5 Prozent im Vorjahr.
FRESENIUS
Der Chef des Gesundheitskonzerns, Michael Sen, warnt vor einer Medikamentenknappheit in Deutschland. Eine Systemkrise gebe es aktuell noch nicht, aber er wolle dafür sensibilisieren, sagte er dem "Handelsblatt". "Wir reagieren erst, wenn es kracht. Aber dann ist es zu spät. Dann müssen OPs verschoben werden, und im schlimmsten Fall sterben Menschen."
MICRON
Die kräftigen Preissteigerungen bei Speicherchips haben dem US-Konzern voraussichtlich zu einem Gewinnsprung verholfen. Börsianer erwarten von Micron zudem Aussagen zur Entwicklung der weltweiten Lieferengpässe für derartige Halbleiter. Das Unternehmen hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz zwischen 18,3 und 18,7 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 7,99 bis 8,39 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.
OPENAI
Der ChatGPT-Entwickler bereitet sich einem Medienbericht zufolge auf einen Börsengang vor, der Ende des Jahres stattfinden könnte. Das Unternehmen richte seine Strategie dabei auf Geschäftskunden aus, berichtete der Sender CNBC unter Berufung auf Insider.
USA/AMAZON/POST
Der Online-Händler will seine Paketzustellungen über die staatliche US-Post (USPS) nach gescheiterten Vertragsverhandlungen um mindestens zwei Drittel reduzieren. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit den Vorgängen vertrauten Person. Amazon gilt als größter Kunde der US-Post und verschickt derzeit 1,7 Milliarden Pakete jährlich über den staatlichen Zustelldienst. Die US-Post steckt in einer Krise und könnte nach Angaben ihres Chefs bereits im Oktober oder November zahlungsunfähig werden. Die Behörde brauche höhere Briefmarkenpreise, mehr Kreditmöglichkeiten und weitere Reformen vom Kongress, sagte Postchef David Steiner vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses. "Wir sind in einer Krise."
THYSSSENKRUPP NUCERA
Der Wasserstof-Spezialist hat wegen unerwartet hoher Kosten in seiner Sparte für grünen Wasserstoff (gH2) die Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Erwartet wird für 2025/26 nun ein operativer Verlust (Ebit) zwischen 30 und 80 Millionen Euro. Zuvor war der Vorstand von einem Fehlbetrag von maximal 30 Millionen Euro oder einer schwarzen Null ausgegangen
09:00 CH: SECO-Konjunkturprognose
11:00 EWU: Verbraucherpreise Februar (endgültig) y/y
12:00 US: MBA-Hypothekenanträge Vorwoche w/w
13:30 US: Erzeugerpreise Februar m/m
13:30 CA: Wertpapierkäufe von ausländischen Investoren Januar in Mrd CA$
14:45 CA: BoC-Zinsentscheid
15:00 US: Auftragseingang Industrie Januar m/m
15:30 US: Rohöllagerbestände in Mio Barrel w/w
15:30 CA: BoC-Pressekonferenz
19:00 US: Fed-Zinsentscheid
19:00 US: Fed-Projektionen zu Zinsen, Wachstum, Inflation, Arbeitslosenquote
19:30 US: Fed-Pressekonferenz
21:00 US: Nettokapitalzuflüsse Januar in Mrd US$
| Quartalszahlen / Termine Europa | Smartbroker Holding AG; ABO Energy GmbH & Co. KGaA; Tamburi Invt Partners S.p.A.; Diasorin S.p.A.; HelloFresh SE; DMG MORI AG; TAG Immobilien AG; Stadler Rail AG; Investis Holding S.A.; Talanx AG; Softcat PLC; Verbund AG |
| Quartalszahlen / Termine USA: | Williams-Sonoma Inc.; Power Corporation of Canada; General Mills Inc.; Jabil Inc.; Micron Technology Inc.; Macy's, Inc.; Five Below Inc. |
| Dividendenabschläge u.a.: | - |
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MiFID II/MiFIR
Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471
Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org
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