Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 25.286,24 |
| E-STOXX 50 | 6.005,05 |
| DAX | 25.286,24 | (-0,53%) |
| MDAX | 31.774,24 | (-1,44%) |
| TechDAX | 3.769,08 | (-0,41%) |
| Euro Stoxx 50 | 6.005,05 | (-0,41%) |
| Dow Jones | 49.149,63 | (-0,09%) |
Nasdaq | 25.456,94 | (-1,07%) |
Nikkei | 54.110,50 | (-0,42%) |
EUR/USD | 1,16 | (-0,07%) |
| Gold in $ | 4.609,05 | (-0,38%) |
| Oil (Brent) in $ | 68,68 | (+0,42%) |
| Bitcoin (USD) | 96.255,20 | (-1,34%) |
| Bayer AG | 41,67 | (+7,00%) |
| Brenntag SE | 51,94 | (+2,89%) |
| BASF SE | 45,82 | (+2,78%) |
| SAP SE | 206,10 | (-3,44%) |
| Zalando SE | 25,51 | (-3,30%) |
| Sartorius AG | 252,20 | (-3,22%) |
DAX schwächelt nach 7 Tagen Rekord - US-Tech-Werte belasten die US- Aktienmärkte - Nikkei mit Gewinnmitnahmen
Der Dax ist am Mittwoch nach einem stabilen Start in die Verlustzone gedreht. Belasten dürfte, dass die US-Börsen nach Verlusten am Vortag erneut schwächer erwartet werden. Überraschend starke Handelsdaten aus China, die am Morgen noch gestützt hatten, rückten in den Hintergrund. Nach sieben Handelstagen mit Rekordständen gab der deutsche Leitindex zur Mittagszeit um 0,3 Prozent auf 25.335 Zähler nach. Am Dienstag hatte er erstmals die Schwelle von 25.500 Punkten übersprungen, bevor die Gewinne weitgehend abbröckelten. Der MDax, der Index der mittelgroßen Börsenwerte, gab zuletzt um 1,1 Prozent auf 31.887 Punkte nach.
Die US-Aktienmärkte haben zur Wochenmitte an ihre Abwärtstendenz vom Vortag angeknüpft. Dabei führten schwer gewichtete Technologiewerte die Liste der Verlierer an. Ebenfalls in schwacher Verfassung zeigten sich einige Bankenaktien nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen. Leicht belastend auf die Börsen wirkten die US-Erzeugerpreise, die im November stärker als erwartet zulegten. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im November etwas mehr als prognostiziert. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,09 Prozent tiefer bei 49.149,63 Punkten, nachdem er tags zuvor bereits um 0,8 Prozent nachgegeben hatte. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Nasdaq 100 am Mittwoch 1,07 Prozent auf 25.465,94 Punkte. Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,53 Prozent auf 6.926,60 Zähler und setzte damit seinen Rückgang vom jüngsten Rekordhoch fort. Die Talfahrt wird dabei vor allem deutlichen Verlusten aus dem Kreis der "Magnificent 7", also der sieben bedeutendsten US-Technologiewerte zugeschrieben. Die ersten Wochen des Jahres 2026 seien von einer stetigen Rotation weg von den großen Technologietiteln, hin zu kleineren Aktien geprägt gewesen, hieß es dazu aus dem Handel.
Nach den jüngsten Rekordhochs geht es mit den Kursen an der Börse Tokio am Donnerstag nach unten. Der Nikkei-225 fällt mit Gewinnmitnahmen um 0,8 Prozent auf 53.887 Punkte zurück. Elektronik- und Technologiewerte führen die Verluste in Tokio an. Die Aktien von Tokyo Electron geben um 2,4 Prozent nach und die der SoftBank Group verlieren 4,9 Prozent. Am Devisenmarkt schwächt sich der Dollar zum Yen ab. Die koreanische Zentralbank hat derweil wie erwartet die Leitzinsen bei 2,50 Prozent bestätigt. Angesichts der Schwäche des Won hätte eine Lockerung der Geldpolitik die Währung zusätzlich unter Abgabedruck gesetzt. Der Won hat seit Jahresbeginn 2 Prozent an Wert verloren, unter anderem aufgrund von starken Liquiditätszuflüssen an den US-Aktienmarkt durch koreanische Privatanleger. In Seoul geht es mit dem Kospi um 1,4 Prozent nach oben.
Nach seiner Rekordrally zum Jahresauftakt dürfte der Dax wie am Vortag zunächst träge bleiben und notiert vorbörslich 0,30% fester bei 25.368,50 Punkten. Am Vortag hatte er es erstmals in seiner Geschichte über die Schwelle von 25.500 Punkten geschafft.
Beim neuen Rekord von 25.507 Punkten lag der Jahresgewinn bereits wieder bei gut 4 Prozent. Letztlich nahmen die Anleger aber den Fuß vom Gas. An der Wall Street kam es nach sogar zu etwas deutlicheren Gewinnmitnahmen. In den USA setzt sich die tags zuvor gestartete Berichtssaison in der Bankenbranche mit den Zahlen der Bank of America, von Wells Fargo und der Citigroup fort. Kurz danach werden die Erzeugerpreise für Oktober und November vergangenen Jahres nachgereicht.
Deutschland
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht erste Anzeichen für einen Aufschwung und sichert umfassende Reformen der schwarz-roten Koalition zu. Es gebe mit den steigenden Auftragseingängen und dem starken Anstieg an Start-Ups Hinweise auf eine verbesserte Wirtschaftslage, sagte der CDU-Vorsitzende vor der IHK Halle-Dessau in Halle. Man müsse Ende 2026 "ordentliche Wachstumsraten" von mehr als einem Prozent erreicht haben.
Deutschland / BIP
Das Statistische Bundesamt lüftet auf einer Pressekonferenz in Berlin das Geheimnis, ob die deutsche Wirtschaft 2025 wieder gewachsen ist oder nicht. Nach zwei Rezessionsjahren in Folge erwartet die Bundesregierung ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,2 Prozent. Sie spricht von einer leichten konjunkturellen Erholung auf niedrigem Niveau. Ökonomen trauen Europas größter Volkswirtschaft im laufenden Jahr ein Wachstum von etwa einem Prozent zu - begünstigt von einer höheren Zahl von Arbeitstagen und steigenden staatlichen Investitionen in Aufrüstung und Infrastruktur.
USA / FED
US-Präsident Donald Trump hegt nach eigenen Angaben vorerst keine Pläne, den Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, trotz strafrechtlicher Ermittlungen zu entlassen. "Ich habe keinen Plan, das zu tun", sagte Trump in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei jedoch zu früh, um zu sagen, was er letztendlich tun werde. Trump deutete an, dass er geneigt sei, entweder den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh oder den Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, Kevin Hassett, als Nachfolger für Powell zu nominieren.
USA / Gaza
Die USA haben am Mittwoch die zweite Phase ihres Plans zur Beendigung des Gaza-Krieges eingeleitet, obwohl zentrale Elemente der ersten Phase noch nicht erfüllt sind. Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, kündigte an, dass damit eine palästinensische Übergangsregierung aus Technokraten in Gaza eingesetzt werde. Diese soll den Prozess der Entwaffnung und des Wiederaufbaus beginnen.
USA / Grönland
Vor dem Hintergrund der US-Ansprüche auf Grönland schicken die Nato-Staaten Deutschland, Schweden und Norwegen Militärpersonal auf die dänische Insel. Die Regierungen in Berlin, Stockholm und Oslo kündigten an, insgesamt eine niedrige zweistellige Zahl an Soldaten auf die zur Nato gehörende Insel zu entsenden. Nach Angaben Dänemarks und Grönlands brachte ein Krisentreffen mit der US-Seite am Mittwoch in Washington keine Annäherung. Es gebe weiterhin grundlegende Meinungsverschiedenheiten, sagte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen. Man werde im Gespräch bleiben. Beide Seiten hätten die Einrichtung einer hochrangigen Arbeitsgruppe vereinbart.
USA / Venezuela
Die Republikaner im US-Senat haben Präsident Donald Trump in seiner Venezuela-Politik den Rücken gestärkt und eine Resolution blockiert, die ihm Militäraktionen ohne Zustimmung des Kongresses untersagt hätte. Die Abstimmung am Mittwoch endete mit 51 zu 50 Stimmen, nachdem Vizepräsident JD Vance den Ausschlag gegeben hatte. Zuvor hatte Trump Druck auf Mitglieder seiner Partei ausgeübt, die die Vorlage unterstützt hatten. Nur drei republikanische Senatoren stimmten letztlich mit den Demokraten für die Resolution. Die US-Regierung argumentiert, es befänden sich keine Truppen in Venezuela, da die Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro ein juristischer und kein militärischer Einsatz gewesen sei.
USA / Venezuela
US-Präsident Donald Trump empfängt voraussichtlich die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Maria Corina Machado in Washington. Das Treffen findet vor dem Hintergrund der Frage statt, wer in Venezuela künftig das Sagen hat. Trump hatte nach der Militäraktion in Caracas gesagt, Oppositionsführerin Machado fehle der Rückhalt in Venezuela, um das Land zu führen.
Opel
Um seine Werke auszulasten, will der zum Stellantis-Konzern gehörende Autobauer Opel seinen Marktanteil in Europa auf vier Prozent ausbauen. "Das wollen wir in den kommenden ein bis zwei Jahren schaffen, damit wir nachhaltig wirtschaften können und auf den Märkten relevant sind", sagte Opel-Chef Florian Huettl der "Welt" und "Business Insider". Das sei wichtig, um die Fabriken auszulasten. "Opel braucht ein gewisses Volumen auch aus Deutschland, damit die deutsche Produktion dauerhaft wirtschaftlich ist", betonte der Manager.
OpenAi
Der Konzern kauft bis zu 750 Megawatt an Rechenleistung von dem Chip-Entwickler und Nvidia-Konkurrenten Cerebras. Der Vertrag laufe über einen Zeitraum von drei Jahren, teilte der ChatGPT-Entwickler mit. Der Wert des Vertrags belaufe sich auf mehr als zehn Milliarden Dollar, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
Oracle
Der Konzern sieht sich mit einer Klage von Anleihegläubigern konfrontiert, die dem US-Softwarekonzern eine Täuschung über seinen KI-Kapitalbedarf vorwerfen. In der bei einem New Yorker Gericht eingereichten angestrebten Sammelklage heißt es, das Unternehmen habe bei der Ausgabe von Anleihen über 18 Milliarden Dollar im September verschwiegen, dass für den Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) kurzfristig erhebliche weitere Mittel nötig seien.
ThyssenKrupp
Das indische Unternehmen Jindal, das derzeit die Bücher von Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) prüft, soll einem Medienbericht zufolge auf größere Kostensenkungen pochen. Jindal soll auf weitere Einsparungen drängen, als sie bislang von TKSE und IG Metall vereinbart wurden, wie die "Rheinische Post" berichtet. Über die bislang vereinbarten 11.000 Stellen hinaus könnten dann weitere 2000 oder 3000 Stellen wegfallen. Derzeit beschäftigt TKSE 26.000 Mitarbeiter.
XAI
Die kalifornischen Behörden fordern von Elon Musks KI-Firma Aufklärung über die Verbreitung von nicht-einvernehmlichen sexuellen Bildern auf der Plattform. "Wir fordern von xAI umgehend Antworten zu ihrem Plan, die Erstellung und Verbreitung dieser Inhalte zu stoppen", schrieb der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta auf der Plattform X.
08:00 GB/ Handelsbilanzsaldo November in Mrd. Pfund
08:00 GB/ Industrieproduktion November m/m
08:00 GB/ Erzeugung im Produzierenden Gewerbe November m/m
08:00 GB/ Monatliches BIP November m/m
08:45 FR/ Verbraucherpreise Dezember (endgültig) m/m
10:00 IT Industrieproduktion November m/m
10:00 IT/ Handelsbilanzsaldo November in Mrd. €
11:00 EU/ EZB-Wirtschaftsbericht
11:00 EU/ Industrieproduktion November m/m
11:00 EU/ Handelsbilanzsaldo November (saisonbereinigt) in Mrd. €
14:30 US/ Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Tsd.
14:30 US/ Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Mio.
14:30 US/ Importpreise Dezember m/m
14:30 US/ Empire State Manufacturing Index Januar
14:30 CA/ Industrieumsatz November m/m
14:30 CA/ Großhandelsumsatz November m/m
14:30 US/ Philadelphia-Fed-Index Januar
16:30 US/ DoE Erdgas-Lagerhaltung in BCF
22:00 US/ Nettokapitalzuflüsse November in Mrd. USD
22:30 NZ/ BusinessNZ Manufacturing Index Dezember
22:45 NZ/ Nahrungsmittelpreise Dezember m/m
| Quartalszahlen / Termine Europa | - |
| Quartalszahlen / Termine USA: | 1st Source Corp., Commerce Bancshares, BancFirst, Metropolitan Bank Holding, First Horizon, Morgan Stanley Reg. The Goldman Sachs, Hunt (J.B.) Transport Svcs |
| Dividendenabschläge u.a.: | Abbott Laboratories (0,63 USD), Freeport-McMoRan (0,15 USD), Capital Southwest (0,1934 USD) |
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