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Aktienmarktbericht

Börsenindizes, Berichte zu den Weltbörsen, Meldungen über aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen sowie Unternehmensnachrichten.

09. April 2026

Lesezeit: setTime Minuten

 

Donnerstag, 09. April 2026, 08:20 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck Aufhäuser Lampe.

Eröffnungen

DAX 24.080,63
E-STOXX 50 5.913,37

Financial Markets

DAX

24.080,63

(+5,06%)

MDAX 30.295,08

(+5,43%)

TechDAX

3.595,67

(+4,96%)
Euro Stoxx 50

5.913,37

(+4,97%)

Dow Jones

47.909,92

(+2,85%)

Nasdaq

24.903,17

(+2,90%)

Nikkei

56.028,03

(-0,50%)

EUR/USD

1,17 (+0,0%)
Gold in $

4.710,11

(-0,19%)
Oil (Brent) in $ 124,53

(-13,80%)

Bitcoin (USD) 70.960,63

(-0,59%)

DAX TOPS

Siemens Energy AG

165,38

(+11,94%)

Infineon Technologies AG 42,79

(+11,83%)

Siemens AG

231,50

(+10,24%)

 

DAX FLOPS

Deutsche Boerse AG

73,24

(-1,09%)
RWE AG 52,40

(-0,51%)

E.ON SE

178,35

(-0,10%)

Märkte

Kräftige Zuwächse in Europa und USA - Kleiner Rücksetzer in Asien

Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg hat bei den Anlegern am Mittwoch weltweit für enorme Erleichterung gesorgt - vor allem dank des massiven Einbruchs der Ölpreise. Börsianer sprachen von einem "Geschenk von Pakistan". Das Nachbarland des Iran hatte eine sofortige Waffenruhe vermittelt. Daraufhin sackten die Ölpreise prozentual zweistellig ab. Sie sind derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni fiel zeitweise unter 91 USD und damit auf das tiefste Niveau seit Mitte März.
Der Dax schnellte um 5,06 Prozent auf 24.080,63 Punkte hoch. Es war der größte Tagesgewinn seit 2022. Gemessen am bisherigen Jahrestief von Ende März hat der deutsche Leitindex damit knapp zwei Drittel seines Kursrutsches wegen des Iran-Kriegs wieder wettgemacht. Der MDax zog um 5,43 Prozent auf 30.295,08 Zähler an. Der EuroStoxx stieg am Dienstag um 4,97 Prozent auf 5.913,37 Punkte. In Zürich zogen der SMI und in London der FTSE 100 um jeweils 2,5 Prozent an. Am deutschen Aktienmarkt waren die Papiere solcher Unternehmen gefragt, die stark von der Konjunktur abhängen. So gewannen im Dax die Titel des Industriekonzerns Siemens, des Chipherstellers Infineon und des Energietechnikkonzerns Siemens Energy zehn bis knapp zwölf Prozent.

Die Verständigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg hat an der Wall Street am Mittwoch eine Erleichterungsrally ausgelöst. Befeuert wurde diese durch den Einbruch der Ölpreise. Denn US-Präsident Donald Trump hatte zugestimmt, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen auszusetzen, aber unter der Bedingung der "sofortigen" Wiedereröffnung der Seestraße von Hormus. Über die wird rund ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases transportiert. Der Dow-Jones-Index gewann 2,9 Prozent auf 47.910 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite rückten um 2,5 bzw. 2,8 Prozent vor. Unter den Einzelwerten zählten Aktien von Fluggesellschaften zu den Hauptgewinnern. Die Papiere von United Airlines, American Airlines und Delta Air Lines gewannen bis zu 7,8 Prozent. Auch Kreuzfahrtaktien profitierten von der Aussicht auf ein mögliches Kriegsende im Nahen Osten. Die Aktien von Chip-Herstellern waren ebenfalls gesucht. Mit der getroffenen Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran reduziere sich die Gefahr von Unterbrechungen der Chip-Lieferkette, hieß es.
Der Dollar stand unter Abgabedruck, der Dollar-Index fiel um 0,8 Prozent. Mit der Entspannung im Nahen Osten reduziere sich die Nachfrage nach dem "sicheren Hafen" Dollar, hieß es. Der Goldpreis stieg mit den Entwicklungen um den Iran-Krieg auf den höchsten Stand seit rund drei Wochen - kam aber im späten Geschäft wieder deutlich zurück. Für die Feinunze ging es 0,5 Prozent nach oben.

Nach dem kräftigen Schluck aus der Pulle am Vortag mit kräftigen Kursgewinnen geht es am Donnerstag an den Börsen in Ostasien mit den Kursen etwas nach unten. Viele Marktteilnehmer dürften erst einmal zuwarten, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickelt, zumal die zwischen den USA und Iran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause brüchig wirkt. So kam es in der Region vereinzelt noch zu Angriffen. Dazu ist offenbar die Straße von Hormus immer noch weitgehend blockiert, was einer zentralen Bedingung für die Waffenruhe widerspricht. In Tokio kommt der Topix um 0,8 Prozent zurück, in Seoul fällt der Kospi nach seinem fast 7-prozentigen Sprung nach oben um 1,9 Prozent zurück. Hier werden unter anderem bei den beiden Chipschwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix Gewinne mitgenommen, die beiden Aktien verlieren je rund 3,5 Prozent. An den chinesischen Börsen und in Sydney betragen die Einbußen zwischen 0,1 und 0,7 Prozent

 

Ausblick für Heute

 

Nach der Erholungsrally zur Wochenmitte fehlen am europäischen Aktienmarkt am Donnerstag zunächst die Anschlusskäufe. Bei wieder gestiegenen Ölpreisen agieren die Anleger defensiver. Der deutsche Leitindex notiert vorbörslich mit einem Abschlag von 0,65% bei 23.925,00 Punkten.
Nach Israels verheerenden Luftangriffen im Libanon droht der Iran, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. Die USA müssten sich entscheiden - "entweder Waffenruhe oder Fortsetzung des Krieges via Israel. Sie können nicht beides haben", schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X.
Die Ölpreise bleiben der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt, und damit die Risikofreude der Anleger. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent war tags zuvor mit fast 90 USDauf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt. Inzwischen kostet Brent-Öl wieder rund 97 USD.

 

News

Deutschland
Wichtige Wirtschaftsdaten zeigen, wie sich die deutsche Konjunktur vor Ausbruch des Nahost-Krieges geschlagen hat. Von Reuters befragte Experten erwarten, dass die Exporte im Februar um 1,0 Prozent angezogen haben, nachdem sie zu Jahresbeginn um 2,3 Prozent zurückgegangen waren. Auch die Produktion von Industrie, Bau und Energieerzeugern dürfte im vorigen Monat zugelegt haben: Volkswirte rechnen mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent, nach einem Minus von 0,5 Prozent im Januar.

Iran / USA
Die Einigung auf eine zweiwöchige Feuerpause steht auf wackligen Füßen. Auslöser sind die bislang schwersten israelischen Angriffe auf den Libanon am Mittwoch, bei denen libanesischen Angaben zufolge mehr als 250 Menschen getötet wurden. Der Iran drohte mit Vergeltung und warf Israel vor, den vereinbarten Waffenstillstand zu verletzen. Die USA und Israel erklärten indes, der Libanon sei von der Vereinbarung ausgenommen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi forderte die USA auf, sich zwischen Waffenstillstand und fortgesetztem Krieg zu entscheiden. Die iranische Agentur Tasnim meldete, der Iran werde sich aus der Feuerpause zurückziehen, sollten die Angriffe andauern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus blieb für Schiffe ohne Genehmigung vorerst gesperrt.

Nordkorea
Die Volksrepublik hat nach eigenen Angaben zwischen Montag und Mittwoch mehrere neue Militärtechnologien getestet, darunter den Sprengkopf einer taktischen Rakete mit Streumunition. Zudem seien ein elektromagnetisches Waffensystem und Kohlefasersprengköpfe erprobt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

USA / FED
Die US-Notenbank hält sich mit Blick auf ihren Zinskurs alle Optionen offen. Das geht aus dem Protokoll der Zinssitzung vom März hervor, die rund zweieinhalb Wochen nach Ausbruch des Nahost-Krieges abgehalten wurde. Dabei signalisierten die Währungshüter, dass sie den Leitzins wohl erst ändern werden, wenn klarer ist, ob die Auswirkungen auf die Inflation oder den Arbeitsmarkt das größere Risiko ist. Eine wachsende Zahl von ihnen war der Ansicht, dass Zinserhöhungen erforderlich sein könnten, um die weiterhin über dem Fed-Zielwert von 2,0 Prozent liegende Inflation zu bekämpfen.

USA / Nato
US-Präsident Donald Trump hat nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte seine scharfe Kritik am Militärbündnis bekräftigt. "Sie wurden auf die Probe gestellt und haben versagt", zitierte eine Sprecherin des Weißen Hauses den Präsidenten mit Blick auf die Rolle der Allianz im Iran-Krieg

Unternehmen

Deutsche Bank
Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts wird zum Einkommensmillionär. Seine jährliche Vergütung steigt künftig auf bis zu 1,4 Mio. €, wie aus der veröffentlichten Einladung zur HV am 28. Mai in Frankfurt hervorgeht. Der Aufsichtsratschef der größten deutschen Bank ist mit 950.000 € schon jetzt Deutschlands bestbezahlter Aufsichtsrat. Seine Grundvergütung soll auf 1,15 Mio. € steigen, zudem soll er anders als bisher auch gesondert für den Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats entlohnt werden. Der 65-jährige Niederländer sitzt derzeit dem Präsidial- und dem Nominierungsausschuss vor, wofür künftig 150.000 und 100.000 € fällig werden.

Deutsche Lufthansa
Dem Konzern steht der nächste Streik ins Haus. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat die Beschäftigten der Kernmarke Lufthansa und ihrer Zubringergesellschaft Cityline für Freitag zu einem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen. Am 10. April sollen von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr alle Abflüge der Lufthansa von Frankfurt und München bestreikt werden, wie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) ankündigte. Im selben Zeitfenster sollen die Kabinenbeschäftigten der Cityline an neun deutschen Flughäfen die Arbeit niederlegen. Bei Urabstimmungen hatte Ende März die große Mehrheit der Befragten nach gescheiterten Gesprächen für Streik votiert.

Gerresheimer
Der Verpackungskonzern muss den SDax verlassen. Die Aktie wird am Donnerstagabend aus dem Index genommen, weil das Unternehmen seinen Jahresabschluss 2024/25 (Ende November) nicht wie vorgeschrieben innerhalb von vier Monaten vorlegen konnte, teilte die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx mit. Ersetzt wird Gerresheimer im SDax von der Shelly Group. Das bulgarische Unternehmen stellt intelligente Steuerungen, Sensoren und Schalter her.

Meta
Der Konzern hat sein neues Modell für Künstliche Intelligenz (KI) namens "Muse Spark" vorgestellt. Es ist das erste Produkt eines im vergangenen Jahr neu aufgestellten Teams, mit dem der Facebook-Konzern im weltweiten KI-Wettlauf zu seinen Rivalen aufschließen will. "Muse Spark" soll zunächst nur über die bislang wenig genutzte Meta-AI-App und die dazugehörige Website zugänglich sein, teilte Meta in einem Blogbeitrag mit. In den kommenden Wochen werde es dann die bisherigen Llama-Modelle ersetzen, die die Chatbots auf WhatsApp, Instagram, Facebook sowie in den Datenbrillen des Unternehmens antreiben.

ProSiebenSat1
Der TV-Konzern will seinen Aufsichtsrat verkleinern und zugleich dessen Vergütung senken. Das Kontrollgremium soll von neun auf sieben Mitglieder verschlankt werden. Dies schlagen demnach Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären zur Abstimmung auf der virtuellen Hauptversammlung am 20. Mai vor. Der Schritt sei Teil der Bemühungen, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken

Termine heute

08:00 DE/ Handelsbilanzsaldo Februar in Mrd. €
08:00 DE/ Handelsbilanzsaldo Februar (saisonbereinigt) in Mrd. €
08:00 DE/ Exporte Februar (saisonbereinigt) m/m
08:00 DE/ Erzeugung im Produzierenden Gewerbe Februar m/m
08:00 JP/ Werkzeugmaschinenaufträge März (vorläufig) y/y
14:30 US/ Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Tsd.
14:30 US/ BIP Q1 (endgültig) q/q
14:30 US/ Konsumausgaben März m/m
14:30 US/ Persönliche Einkommen März m/m
14:30 US/ Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Mio.
14:30 US/ PCE-Kernrate März m/m
16:00 US/ Lagerbestände Großhandel Februar (endgülitg) m/m
16:30 US/ DoE Erdgas-Lagerhaltung in BCF
16:30 US/ Dallas-Fed-Geschäftsindex April
          
 

Quartalszahlen und andere Ereignisse

Quartalszahlen / Termine Europa Dierig Holding, Robertet S.A., Cenit, Luzerner Kantonalbank
Quartalszahlen / Termine USA: Simulations Plus, Simply Good Foods, WD-40 Co.
Dividendenabschläge u.a.: Accenture PLC (1,63 USD), Salesforce (0,44 USD), Mastercard (0,787 USD), Oracle (0,50 USD), JD.com (0,98 USD), 

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

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