Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 25.184,89 |
| E-STOXX 50 | 6.064,15 |
| DAX | 25.389,10 | (+2,01%) |
| MDAX | 32.807,90 | (+2,18%) |
| TechDAX | 4.096,49 | (+1,50%) |
| Euro Stoxx 50 | 6.136,66 | (+1,95%) |
| Dow Jones | 50.579,70 | (+0,58%) |
Nasdaq | 29.481,64 | (+0,42%) |
Nikkei | 64.997,26 | (-0,25%) |
EUR/USD | 1,16 | (-0,13%) |
| Gold in $ | 4.524,04 | (-1,02%) |
| Oil (Brent) in $ | 107,20 | (-3,95%) |
| Bitcoin (USD) | 76.776,88 | (-0,56%) |
| MTU Aero Engines AG | 314,10 | (+6,11%) |
| Infineon Technologies AG | 76,73 | (+4,51%) |
| Daimler Truck Holding AG | 41,91 | (+4,44%) |
| Brenntag SE | 57,08 | (-0,73%) |
| BASF SE | 51,35 | (-0,62%) |
| Bayer AG | 38,41 | (-0,38%) |
DAX klar über 25.000 Punkte-Marke - Börsen in Asien tendieren uneinheitlich
Mit kräftigen Gewinnen haben die europäischen Aktienmärkte am Montag den Handel beendet. Hinweise auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran trieben die Börsen an. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass ein Rahmenentwurf zur Gestaltung künftiger Gespräche über ein Kriegsende mit dem Iran und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus kurz vor der "Finalisierung" stehe. Trump sagte, die Bedingungen seien "weitgehend ausgehandelt" und würden in Kürze bekannt gegeben. Der DAX gewann 2,0 Prozent auf 25.389 Punkte und schloss nur knapp unter seinem Tageshoch. Damit liegt der Rekordstand von 25.508 Punkten in greifbarer Nähe. Für den Euro-Stoxx-50 ging es sogar um 1,9 Prozent nach oben auf 6.137 Punkte. Der Ölpreis der Sorte Brent fiel um knapp 6 Prozent auf 97,49 USD das Fass. Der Euro wertete auf 1,1642 Dollar auf.
Die Fortschritte auf dem Weg zu einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran hätten sich am Montag jedoch verlangsamt, da sich beide Seiten in Bezug auf das iranische Atomprogramm und die Lockerung der finanziellen Sanktionen für Teheran verhärtet hätten, so Vermittler. US-Beamte befürchten, dass der Iran die Nuklearfragen nach der Zusicherung einiger Erleichterungen verschleppen wird, hieß es weiter. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, sagte am Montag, dass in vielen Fragen der Gespräche Fortschritte erzielt worden seien, eine Einigung allerdings nicht unmittelbar bevorstehe. Der Handel am Berichtstag verlief aufgrund des Pfingstfeiertags insgesamt sehr ruhig. Viele Marktteilnehmer werden erst am Dienstag wieder in das Geschehen eingreifen. In Dänemark, Großbritannien, Norwegen, der Schweiz und den USA blieben am Montag die Börsen geschlossen.
Vor dem Hintergrund eher ungünstiger Nachrichten aus der Krisenregion Nahost geht es am Dienstag an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien uneinheitlich zu. In Tokio zeigt sich der breite Topix praktisch unverändert und hält damit sei Rekordniveau. In Shanghai geht es um 0,7 Prozent nach unten, in Sydney um 0,4 Prozent. Die Börsen in Hongkong und Seoul haben Nachholbedarf. Weil dort am Vortag feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, können die Akteure erst mit Verspätung auf die Nachrichten vom Wochenende reagieren, wonach die USA und der Iran angeblich nah an einer Rahmenvereinbarung sind, zu der auch die Wiederöffnung der Straße von Hormus gehören soll. Gleichwohl hatte US-Präsident Trump betont, "keine Eile" zu haben. In Hongkong geht es um 0,5 Prozent nach oben, in Seoul zeigt sich der Kospi wieder einmal in Rallylaune, er macht einen Satz um 2,9 Prozent nach oben auf ein Allzeithoch. Der japanische Nikkei-225 fällt um 0,3 Prozent auf 64.994,4 Punkte, nachdem er in der vorherigen Sitzung ein Allzeithoch erreicht hatte, während der breitere Topix-Index um 0,1 Prozent nachgab.
Knapp vor dem Rekord vom Januar lassen es die Anleger am Dienstag im Dax etwas ruhiger angehen. So notiert der deutsche Leitindex vorbörslich 0,27% schwächer bei 25.319,50 Punkten. Am Pfingstmontag war der Dax im Zuge der Entspannungsrally in der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise bis auf 25.438 Punkte nach oben gerannt. Das Rekordhoch vom Januar bei 25.507 Punkten geriet in greifbare Nähe.
Ohne neue Impulse der feiertagsbedingt geschlossenen Wall Street gelang der Vorstoß jedoch noch nicht. In Asien ist der Handel am Morgen durchwachsen. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent ist wieder etwas höher als zu Wochenbeginn. Das US-Militär hat trotz der Waffenruhe im Süden des Irans Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen wollten.
Dänemark
In Dänemark bekommt die geschäftsführende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen die Chance für einen zweiten Anlauf zur Regierungsbildung. König Frederik beauftragte sie mit einem neuen Versuch. Zuvor waren die von Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen geführten Mitte-Rechts-Gespräche gescheitert. Die Entscheidung gibt Frederiksen die Chance, sich eine dritte Amtszeit in Folge zu sichern. Ihre Sozialdemokraten sind trotz schwerer Wahlverluste weiterhin die stärkste Kraft im Land.
Deutschland / Industrie
Trotz der erstmals seit rund drei Jahren gestiegenen Umsätze hält der Stellenabbau in der deutschen Industrie einer Studie zufolge an. Ende des ersten Quartals 2026 habe die Zahl der Beschäftigten bei Industrieunternehmen um 127.300 oder 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, wie aus der Analyse des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervorgeht.
Europa
Die Nachwirkungen des Ölpreisschocks infolge des Iran-Krieges dürften die EZB zu einer Anhebung des Leitzinses bewegen. "Aus heutiger Sicht halte ich eine Zinserhöhung im Juni für nötig", sagte EZB-Direktorin Isabel Schnabel der Nachrichtenagentur Reuters. Doch lege sich die EZB niemals vorab fest. Der Schock arbeite sich durch die Wirtschaft und treibe die Inflation über "einen beträchtlichen Zeitraum" vom Zielwert der Notenbank von 2,0 Prozent weg. Seit Ausbruch des Nahost-Krieges Ende Februar sind die Energiekosten im Euroraum stark gestiegen, was die Wirtschaft belastet und zugleich die Teuerung befeuert.
Griechenland
In Griechenland zieht der Skandal um den Betrug mit EU-Agrarsubventionen weitere Kreise. Auf Kreta nahm die Polizei 20 Verdächtige fest, teilten die Behörden mit. Damit sei ein krimineller Ring zerschlagen worden, der die Fördermittel erschlichen haben soll. Zu den mutmaßlichen Anführern der Bande gehörten zwei Buchhalter sowie Staatsbedienstete. Sie sollen Landwirte dabei unterstützt haben, auf Basis falscher Flächenangaben EU-Fördermittel zu beantragen. Seit Beginn der Aktivitäten im Jahr 2019 beliefen sich die illegalen Einnahmen des Netzwerks auf mehr als 3 Mio. €, hieß es in einer Erklärung der Polizei.
Israel
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Ausweitung der Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie griffen Ziele der Miliz im Osten des Libanons an. Aus Sorge vor einer israelischen Offensive flohen libanesischen Sicherheitskreisen zufolge zahlreiche Menschen aus den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut. Die Eskalation droht auch die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Ende ihres Krieges zu belasten.
Türkei
In der Türkei hat die Bereitschaftspolizei die Zentrale der größten Oppositionspartei CHP am Sonntag gestürmt und deren per Gerichtsbeschluss abgesetzten Vorsitzenden Özgür Özel aus dem Gebäude in Ankara vertrieben. Die Einsatzkräfte setzten Tränengas ein und durchbrachen eine von Özels Anhängern errichtete Barrikade. Diese bewarfen die Polizisten mit Gegenständen.
Ukraine
Ungeachtet massiver russischer Drohungen mit systematischen Angriffen auf Kiew wollen sich die Ukraine und die Vertretung der Europäischen Union (EU) in Kiew nicht einschüchtern lassen. Die EU wies russische Aufforderungen zurück, ihr diplomatisches Personal aus der ukrainischen Hauptstadt abzuziehen. Die EU-Vertretung werde in Kiew bleiben, betonte die Leiterin des dortigen EU-Büros, Katarina Mathernova. Russland wolle mit seinen Warnungen lediglich Panik säen und die Ukraine isolieren. Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief die Verbündeten auf, sich der russischen Erpressung nicht zu beugen.
USA / Iran
Die US-Streitkräfte haben in der Nacht eigenen Angaben zufolge im Süden des Irans neue Angriffe auf militärische Ziele geflogen. Das US-Zentralkommando teilte mit, die Angriffe hätten sich gegen Boote, die Minen verlegen wollten, sowie gegen Raketenabschussrampen gerichtet. Es handele sich um defensive Maßnahmen. Parallel dazu gingen die Verhandlungen im Golfemirat Katar über eine Beendigung des seit drei Monaten andauernden Krieges weiter. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Gespräche verliefen gut, warnte jedoch vor weiteren Angriffen, sollten sie scheitern.
Delivery Hero
Der US-Fahrdienstvermittler Uber erwägt einem Zeitungsbericht zufolge ein höheres Übernahmeangebot für den deutschen Essenslieferanten. Der Uber-Verwaltungsrat habe über eine Aufstockung der Offerte beraten, berichtete die "Financial Times". Zuvor habe ein Großaktionär von Delivery Hero ein Angebot von 38 € je Aktie zurückgewiesen. Diese Offerte bewerte das Berliner Unternehmen mit mehr als 11,5 Mrd. €. Delivery Hero hatte zuvor den Eingang eines Übernahmeangebots von Uber bestätigt, das den Konzern mit 33 € je Aktie bewertete.
Ferrari
Der Sportwagenhersteller hat in Rom sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt. Mit dem Modell "Luce" (Licht) wagt der Konzern einen strategischen Kurswechsel. Der Preis liegt bei 550.000 €, die Auslieferung soll im vierten Quartal beginnen. Der mehr als 2,2 Tonnen schwere "Luce" verfügt über vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von mehr als 1000 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 310 Kilometern pro Stunde. Die Reichweite gab Ferrari mit mehr als 500 km an.
Google
Die Europäische Union (EU) will einem Zeitungsbericht zufolge eine Rekordstrafe in hoher dreistelliger Millionenhöhe gegen die Alphabet-Tochter Google verhängen. Das "Handelsblatt" berichtete unter Berufung auf Kreise der EU-Kommission, das Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Gesetz über digitale Märkte stehe kurz vor dem Abschluss. Dem Bericht zufolge wäre dies die höchste Strafe, die die EU wegen eines Verstoßes gegen den Digital Markets Act (DMA) bisher verhängt habe. Die Entscheidung soll vor der Sommerpause offiziell verkündet werden.
Huawei
Der chinesische Technologiekonzern will trotz der US-Sanktionen innerhalb von fünf Jahren hochentwickelte Halbleiter mit einer neuen Technologie herstellen. Bis 2031 sollen die Chips eine Transistordichte aufweisen, die einem 1,4-Nanometer-Standard entspricht, teilte das Unternehmen auf einem Halbleitersymposium in Shanghai mit. Ein 1,4-Nanometer-Verfahren gilt als weltweiter Spitzenstandard, den der taiwanische Branchenführer TSMC für das Jahr 2028 anstrebt. Damit will Huawei die US-Beschränkungen umgehen, die China den Zugang zu modernsten Fertigungsanlagen versperren.
Tüv Süd
Vor dem Landgericht München I wird der Schadenersatzprozess gegen den Prüfkonzern TÜV Süd fortgesetzt. Hintergrund ist der Dammbruch an einem Eisenerzbergwerk im brasilianischen Brumadinho im Jahr 2019, bei dem durch eine Schlammlawine mehr als 200 Menschen ums Leben kamen. Die brasilianische Gemeinde sowie inzwischen mehr als 1500 Kläger werfen dem Unternehmen vor, dass eine Tochtergesellschaft den Damm trotz Sicherheitsmängeln geprüft und zertifiziert habe.
07:00 JP/ BoJ-Kernrate Verbraucherpreise April y/y
12:00 GB/ CBI-Index Einzelhandelsumsatz Mai
14:30 US/ Chicago Fed National Acitivity Index April
15:00 US/ Case Shiller Haupreisindex März y/y
15:00 US/ FHFA-Hauspreisindex März m/m
16:00 US/ Verbrauchervertrauen Conference Board Mai
16:30 US/ Dallas-Fed-Geschäftsindex Mail
| Quartalszahlen / Termine Europa | InTiCa Systems SE, KAP AG, LEM Holding SA |
| Quartalszahlen / Termine USA: | AutoZone, BOX Inc., Digital Turbine, Semtech Corp., CSW Industrials Inc.m, Viasat, Zscaler Inc., Skyline Champion Corp. |
| Dividendenabschläge u.a.: | Carefour (0,97 €), Credit Agricole (1,13 €), Johnson & Johnson (1,34 USD), Mapfre (0,0894 €), (Michelin (1,38 €), Skyworks Solutions (0,71 USD), Paycom Software (0,375 USD), Warner Music Group Corp (0,19 €) |
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MiFID II/MiFIR
Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471
Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org
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