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Aktienmarktbericht

Börsenindizes, Berichte zu den Weltbörsen, Meldungen über aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen sowie Unternehmensnachrichten.

15. April 2026

Lesezeit: setTime Minuten

 

Mitwoch, 15. April 2026, 08:20 Uhr
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr Aktienhandel von Hauck Aufhäuser Lampe.

Eröffnungen

DAX 24.044,22
E-STOXX 50 5.984,51

Financial Markets

DAX

24.044,22

(+1,27%)

MDAX 30.534,94

(+0,94%)

TechDAX

3.548,27

(+1,10%)
Euro Stoxx 50

5.984,51

(+1,35%)

Dow Jones

48.535,99

(+0,66%)

Nasdaq

25.842,00

(+1,81%)

Nikkei

57.814,75

(+0,38%)

EUR/USD

1,18 (-0,01%)
Gold in $

4.823,33

(-0,38%)
Oil (Brent) in $ 124,64

(-5,90%)

Bitcoin (USD) 74.044,73

(-0,12%)

DAX TOPS

Sartorius AG

228,20

(+5,36%)

DR. Ing. hc F Porsche AG 43,29

(+4,34%)

Deutsche Bank AG

28,54

(+3,82%)

 

DAX FLOPS

BASF SE

53,73

(-1,68%)
Bayerischen Motoren Werke AG 82,50

(-1,65%)

Brenntag SE

56,64

(-1,56%)

Märkte

Die Zuversicht ist zurück

Gibt es bald eine Lösung im Iran-Krieg? An der Börse hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass man dem Frieden näher ist als einer weiteren Eskalation. Der DAX gewann mehr als ein Prozent hinzu. Die Hoffnungen auf eine neue Gesprächsrunde zwischen den USA und Iran haben den deutschen Aktienmarkt gestern beflügelt. Der DAX kletterte über den Tag um 1,27 Prozent auf 24.044 Punkte. Der deutsche Leitindex notiert damit wieder fast auf dem Niveau, das er nach Bekanntgabe des Waffenstillstands erreicht hatte. Tatsächlich mehren sich die Anzeichen, dass sowohl Washington als auch Teheran weitere Gespräche anstreben. Selbst die US-Blockade der Straße von Hormus hat die Anleger nicht verschreckt. Anleger schauen gespannt darauf, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich eine weitere Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA geben wird. Die Marktstimmung hatte sich zuletzt gebessert, auch wenn erste Gespräche ohne Ergebnis abgebrochen wurden. Im Kontext international wieder anziehender Kurse zeigt auch die Rückkehr des Dax über die 24.000 Punkte, dass angesichts einer anhaltenden Waffenruhe weiter an Entspannung geglaubt wird.
Nach dem erfreulichen Wochenauftakt haben die US-Börsen am Dienstag weiter zugelegt. Die Vereinigten Staaten und der Iran erwägen weitere Friedensgespräche, dies lässt die Hoffnung auf eine länger andauernde Waffenruhe am Persischen Golf steigen und die Ölpreise sinken. Damit droht der Konjunktur weniger Schaden. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,66 Prozent auf 48.535,99 Punkte. Der marktbreite S&P 500 zog um 1,18 Prozent auf 6.967,38 Zähler an. Noch deutlicher nach oben ging es für den technologielastigen Nasdaq 100, das Plus belief sich auf 1,81 Prozent auf 25.842,00 Punkte. Mit den sinkenden Ölpreisen lassen gleichzeitig Inflationssorgen etwas nach, womit eine straffere Geldpolitik etwas unwahrscheinlicher wird. Davon profitierten die Aktien investitionsabhängiger Techkonzerne.
Die Börsen in Asien sind im Zuge wieder niedrigerer Ölpreise und Hoffnung auf eine Einigung im Iran-Krieg den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte im späten Handel um drei Prozent, der japanische Nikkei 225 stieg rund eineinhalb Stunden vor Handelsende knapp ein Prozent. Hongkongs Hang Seng Index legte 0,8 Prozent zu. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, zog um 0,2 Prozent an.

 

Ausblick für Heute

 

Am deutschen Aktienmarkt dürften die Anleger am Mittwoch zunächst die weiteren Entwicklungen im Iran-Krieg abwarten. Indikationen sehen den Dax zwei Stunden vor dem Xetra-Start zwar leicht im Minus, aber noch knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zuletzt 0,1 Prozent tiefer auf 24.019 Punkte. Anleger schauen gespannt darauf, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich eine weitere Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA geben wird. Die Marktstimmung hatte sich zuletzt gebessert, auch wenn erste Gespräche ohne Ergebnis abgebrochen wurden. Im Kontext international wieder anziehender Kurse zeigt auch die Rückkehr des Dax über die 24.000 Punkte, dass angesichts einer anhaltenden Waffenruhe weiter an Entspannung geglaubt wird. US-Präsident Donald Trump sagte dem US-Fernsehsender Fox News, dass er den Krieg im Iran kurz vor dem Ende sieht. In Pakistan "könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren", hatte er davor der "New York Post" am Telefon gesagt, ohne weitere Details zu nennen. Abseits des Krieges dürften im Tagesverlauf mit der Bank of America und Morgan Stanley die Zahlen weiterer US-Banken ins Blickfeld rücken.

 

News

ENERGIE
Die Belastungen durch die hohen Energiepreise werden laut Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vermutlich nicht schnell überwunden werden können. "Wir müssen davon ausgehen, dass der Energiepreisschock durch den Iran-Krieg anhält und die Lage äußerst fragil bleibt", sagte der SPD-Chef in Berlin vor seinem Abflug zur Frühjahrestagung des IWF in Washington.

EU/IRAN 
Die EU will einem Medienbericht zufolge die Stromsteuern senken und den Ausbau erneuerbarer Technologien beschleunigen. Damit sollen Verbraucher vor den deutlich gestiegenen Öl- und Erdgaspreisen infolge des Iran-Krieges geschützt werden, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg aus einem Entwurf der EU-Kommission, der am 22. April veröffentlicht werden soll. Demnach soll Strom geringer besteuert werden als fossile Brennstoffe.

FED/WARSH
Der Bankenausschuss des US-Senats wird am 21. April eine Anhörung zur Nominierung von Kevin Warsh als neuen Chef der Notenbank Fed abhalten. Damit bleibt den Senatoren weniger als ein Monat Zeit, um Warsh zu bestätigen, bevor die Amtszeit des amtierenden Fed-Chefs Jerome Powell ausläuft.

IRAN
Die ersten offiziellen bilateralen Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sind ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Der israelische Botschafter in den USA, Jechiel Leiter, zeigte sich nach dem Treffen in Washington zuversichtlich. Die libanesische Regierung habe deutlich gemacht, dass sie sich nicht länger von der Hisbollah "besetzen" lassen wolle. Die libanesische Botschafterin Nada Moawad bezeichnete das Auftakttreffen als konstruktiv. Der Nachrichtenagentur Reuters sagte sie, sie habe bei der Zusammenkunft eine Feuerpause, die Rückkehr der Vertriebenen sowie Maßnahmen zur Linderung der humanitären Krise im Libanon gefordert.

INTERNATIONALER WÄHRUNGSFONDS (IWF)
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will sich in Washington am Rande der IWF-Frühjahrestagung vor der Presse äußern. Dabei dürfte es auch um die eingetrübten Perspektiven für die Wirtschaft gehen. Der IWF hat seine Schätzungen für Deutschland deutlicher gekürzt als für andere Euro-Staaten. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan will sich zur Reform der Weltbank äußern. Diese stellt vom Nahost-Krieg schwer getroffenen Staaten in den kommenden 15 Monaten Finanzhilfen von 80 bis 100 Milliarden Dollar in Aussicht, wie Weltbank-Präsident Ajay Banga am Rande der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF ankündigte. Außerdem veröffentlicht der IWF seinen Bericht zur weltweiten Verschuldung.

IWF/GROSSBRITANNIEN
Der IWF hat seine Wachstumsprognose für Großbritannien wegen des Iran-Kriegs so stark gesenkt wie für kein anderes großes Industrieland. Die britische Wirtschaft werde 2026 voraussichtlich nur noch um 0,8 Prozent wachsen, teilte der IWF mit. Zuvor war er von 1,3 Prozent ausgegangen.

IWF/USA
US-Finanzminister Scott Bessent hat die gesenkte globale Wachstumsprognose und die höheren Inflationserwartungen des IWF und der Weltbank infolge des Nahost-Kriegs kritisiert. Die Institutionen hätten vermutlich überreagiert. Der IWF hatte seine Wachstumsaussichten wegen der kriegsbedingten Energiepreissprünge nach unten korrigiert.

USA/ZÖLLE
Die US-Regierung will am Montag das System zur Rückerstattung unrechtmäßig erhobener Zölle in Höhe von 166 Milliarden Dollar in Betrieb nehmen. Die Zoll- und Grenzschutzbehörde teilte in einem Gerichtsdokument mit, die erste Entwicklungsphase des Cape-Systems sei abgeschlossen. Bis zum 9. April hätten 56.497 Importeure das Verfahren für Erstattungen im Volumen von 127 Milliarden Dollar durchlaufen.

SUDAN
In Berlin kommt eine internationale Konferenz zum Bürgerkrieg im Sudan zusammen. Im Vordergrund des Treffens im Auswärtigen Amt steht die humanitäre Hilfe für die Menschen in dem Land. Deutschland ist nach Angaben des Ministeriums weltweit einer der größten Geldgeber und hat 2025 mehr als 160 Millionen Euro für den Sudan und dessen Nachbarländer zur Verfügung gestellt. Die Aussichten auf einen baldigen Frieden sind gering. Der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und der RSF-Miliz geht in sein drittes Jahr. Laut Vereinten Nationen sind rund 28,9 Millionen Menschen im Sudan und damit fast zwei Drittel der Bevölkerung von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen

Unternehmen

AIRBUS
Der europäische Flugzeugbauer bekommt erstmals eine Verwaltungsratschefin. Die Spanierin Amparo Moraleda, die dem Gremium bereits seit 2015 angehört, tritt im Oktober die Nachfolge von Rene Obermann an, der sein Amt Ende September aufgibt, wie der deutsch-französische Konzern nach der Hauptversammlung in Amsterdam mitteilte. Die 61-jährige Ex-Managerin des spanischen Versorgers IberdrolaIBE.MC und des IT-Riesen IBM ist nicht nur die erste Frau auf dem Posten, sondern auch die erste Chefin des Aufsichtsgremiums, die weder aus Deutschland noch aus Frankreich kommt.

AIXTRON
Eine unerwartet hohe Nachfrage nach Anlagen für die Optoelektronik stimmt den Chipanlagenbauer für das laufende Jahr zuversichtlicher. Das Unternehmen hob seine Prognose an und rechnet 2026 nun mit einem Umsatz von rund 560 Millionen Euro in einer Spanne von plus/minus 30 Millionen Euro. Aixtron hatte rund 520 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Auftragseingang kletterte im ersten Quartal auf rund 171 Millionen Euro gegenüber 132,2 Millionen im Vorjahreszeitraum.

ASML
Die Geschäftszahlen des Chipindustrie-Zulieferers stehen unter gemischten Vorzeichen. Auf der einen Seite reißen Halbleiterkonzerne dem niederländischen Konzern Lithographie-Anlagen aus den Händen. Auf der anderen Seite erwägen die USA, den Export dieser Maschinen nach China einzuschränken. Davon wäre auch ASML betroffen. Das Unternehmen hat für das erste Quartal einen Umsatz von 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro vorhergesagt.

Lufthansa
Zur Abwendung weiterer Streiks der Piloten könnte es zwischen dem Konzern und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu einer Schlichtung kommen. VC kündigte einen erneuten Streik bei der Kernmarke Lufthansa, der Frachttochter Lufthansa Cargo und der Regionalgesellschaft Cityline für Donnerstag und Freitag an. Beim Ferienflieger Eurowings soll am Donnerstag abermals für einen Tag gestreikt werden. Zugleich schlug die Gewerkschaft eine Schlichtung vor, zu der die Lufthansa auch bereit wäre. Am Mittwoch und Donnerstag legen die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline die Arbeit nieder. Ihre Gewerkschaft UFO kämpft für bessere Arbeitsbedingungen bei der Lufthansa und für einen Sozialtarifvertrag bei Cityline, die vor der Schließung steht.

LUFTHANSA
Der Luftfahrtkonzern feiert in Frankfurt mit Bundeskanzler Merz als Gast die Firmengründung der Airline vor 100 Jahren. Der Festakt wird von Streiks und Protesten der Crews aufgrund festgefahrener Tarifverhandlungen überschattet. Mit einer Kundgebung während der 100-Jahr-Feier vor dem neuen Konferenzzentrum wollen sie den Druck auf das Unternehmen erhöhen.

MORGAN STANLEY
Die US-Investmentbank legt ihre Ergebnisse für das erste Quartal vor. Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn von 3,00 Dollar pro Aktie, was einem Anstieg von gut zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Profitiert haben dürfte das Institut wie die Konkurrenten Goldman Sachs und JPMorgan im Handelsgeschäft von den volatilen Finanzmärkten sowie von einem weiter florierenden Geschäft mit der Beratung bei Fusionen und Übernahmen.

PROSIEBENSAT.1
Chef Marco Giordani fordert von der Politik bessere Rahmenbedingungen für europäische Medienfirmen im Wettbewerb mit großen US-Technologiekonzernen. "Qualitätsjournalismus verliert im Kampf um Sichtbarkeit gegenüber Inhalten, die billig zu produzieren und leicht zu verbreiten sind", sagte er in Berlin.

RENAULT
Der französische Autohersteller will die Zahl der Ingenieure weltweit in den nächsten zwei Jahren um 15 bis 20 Prozent reduzieren, wie eine Sprecherin sagte. Damit müssten bis zu 2400 der aktuell 11.000 bis 12.000 Ingenieure den Konzern verlassen, der wie andere europäische Autobauer in seinen wichtigsten Märkten mit der Konkurrenz durch chinesische Marken zu kämpfen hat.

UBS
Der Chef der Schweizer Großbank, Sergio Ermotti, könnte Insidern zufolge bis weit in das zweite Halbjahr 2027 im Amt bleiben. Grund dafür seien die anstehenden regulatorischen Veränderungen in der Schweiz sowie das Fehlen eines klaren internen Nachfolgers, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Verwaltungsrat der Bank zeige sich zunehmend offen für eine externe Lösung an der Konzernspitze. Die UBS wolle zunächst Klarheit über künftige Kapitalanforderungen haben. Zudem herrsche Unsicherheit, ob die potenziellen internen Kandidaten derzeit für den Posten geeignet seien. Die UBS, die am Mittwoch ihre Aktionärsversammlung abhält, lehnte eine Stellungnahme ab.

Termine heute

08:45 FR: Verbraucherpreise März (endgültig) m/m
11:00 EWU: Industrieproduktion Februar m/m
13:00 US: MBA-Hypothekenanträge Vorwoche w/w
14:30 US: Importpreise März m/m
14:30 US: Empire State Manufacturing Index April
14:30 CA: Industrieumsatz Februar m/m
14:30 CA: Großhandelsumsatz Februar m/m
16:00 US: NAHB-Hausmarktindex April
16:30 US: Rohöllagerbestände in Mio Barrel w/w
20:00 US: Beige Book der Fed
22:00 US: Nettokapitalzuflüsse Februar in Mrd US$

 

Quartalszahlen und andere Ereignisse

Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.

MiFID II/MiFIR

Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org

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