Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 24.270,87 |
| E-STOXX 50 | 5.930,25 |
| DAX | 24.270,87 | (-0,60%) |
| MDAX | 31.347,93 | (-0,50%) |
| TechDAX | 3.700,23 | (-0,30%) |
| Euro Stoxx 50 | 5.930,25 | (-0,88%) |
| Dow Jones | 49.149,38 | (-0,59%) |
Nasdaq | 26.479,47 | (-0,42%) |
Nikkei | 59.495,21 | (+0,25%) |
EUR/USD | 1,18 | (+0,05%) |
| Gold in $ | 4.760,29 | (+0,85%) |
| Oil (Brent) in $ | 107,66 | (+1,55%) |
| Bitcoin (USD) | 77.971,90 | (+2,97%) |
| Sartorius AG | 243,80 | (+1,97%) |
| RWE AG | 58,26 | (+1.57%) |
| Allianz SE | 394,80 | (+1,41%) |
| MTU Aero Engines AG | 311,90 | (-5,80%) |
| Beiersdorf AG | 74,70 | (-3,46%) |
| Bayer AG | 39,97 | (-3,36%) |
DAX schließt erneut im Minus
Angesichts der bald auslaufenden Feuerpause im Iran-Krieg werden die Anlegerinnen und Anleger nervöser. Neue Verhandlungen bleiben weiter ungewiss. Der DAX beendete den Handel erneut mit Verlusten. Die Entwicklungen im Iran-Krieg ziehen auch an der Börse weiter ihre Kreise. Nach einem zunächst freundlichen Handel mit Gewinnen von bis zu 0,8 Prozent rutschte der DAX am Nachmittag ins Minus. Letztlich schloss der deutsche Leitindex 0,6 Prozent tiefer bei 24.271 Punkten. Bereits zu Wochenbeginn hatte er rund ein Prozent verloren. Gründe für die Talfahrt waren steigende Ölpreise und Anleihenrenditen im Zusammenhang mit der Nahost-Krise.
Die US-Aktienmärkte sind derweil zuversichtlich in den Tag gestartet. Optimismus im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und starke Unternehmensgewinne hatten die Märkte zunächst gestützt. Allerdings belastete auch an der Wall Street die Unsicherheit über die Wiederaufnahme der Friedensgespräche die Stimmung - zum europäischen Handelsschluss lagen die US-Indizes daher im Minus. Auch zum Handelsschluss standen die Indizes tiefer. Der Dow Jones schloss bei 49.149 Punkten und damit 0,59 Prozent tiefer. Der breiter gefasste S&P 500 beendete den Tag mit einem Minus von 0,63 Prozent bei 7.064 Punkten. Der Technologie Index Nasdaq ging 0,59 Prozent leichter aus dem Handel und schloss bei 24.260 Punkten.
Zur Wochenmitte dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg dämpfen die Kauflaune: Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran verzögern sich. Derweil hat US-Präsident Donald Trump den Waffenstillstand mit dem Iran - anders als ursprünglich angekündigt - nun doch auf unbestimmte Zeit verlängert, die Blockade iranischer Häfen soll aber fortbestehen. Die Kursverluste an den ostasiatischen Börsen halten sich indessen meist in Grenzen, was darauf schließen lässt, dass Anleger die Hoffnung auf eine Einigung der Kriegsparteien nicht ganz aufgegeben haben. Die Ölpreise zeigen sich derweil wenig verändert, notieren aber immer noch unter der Marke von 100 Dollar je Barrel.
In Tokio gibt der Topix-Index um 0,8 Prozent nach. Der Nikkei-225-Index tendiert etwas fester und erreichte im Verlauf ein Rekordhoch. In Seoul zeigt sich der Kospi knapp behauptet, nachdem er allerdings am Dienstag kräftig gestiegen war und ein Rekordhoch erreicht hatte. In Hongkong fällt der Hang-Seng-Index um 1,3 Prozent, belastet von sehr schwachen Technologiewerten. Dagegen notiert der Composite-Index in Shanghai gut behauptet. An der Börse in Sydney fällt der S&P/ASX-200 um 1,1 Prozent.
Die Hängepartie auf erhöhtem Kursniveau am deutschen Aktienmarkt dürfte sich zur Wochenmitte fortsetzen. Die Verlängerung der Waffenruhe im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran wird die Anleger wohl nicht aus der Reserve locken. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex Dax knapp zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,3 Prozent niedriger auf 24.205 Punkte. US-Präsident Donald Trump hat die Waffenruhe mit dem Iran überraschend in letzter Minute einseitig für verlängert erklärt. Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen "geeinten Vorschlag" zur Beilegung des Krieges unterbreite, hieß es aus Washington. Die US-Seeblockade iranischer Häfen werde jedoch fortgesetzt.
DEUTSCHLAND/VERTEIDIGUNG
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) stellt in Berlin die seit längerem erwartete neue Militärstrategie der Bundeswehr sowie das dazugehörige Fähigkeitsprofil vor. Die Dokumente sollen politische Vorgaben zur Landes‑ und Bündnisverteidigung erstmals systematisch in konkrete militärische Fähigkeiten wie Waffen, Truppenstärken und Durchhaltefähigkeit übersetzen. Erwartet wird eine stärkere Fokussierung auf Abschreckung, Einsatzbereitschaft und Nato‑Verpflichtungen vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
DEUTSCHLAND/WIRTSCHAFT
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wird am Nachmittag in Berlin die neuen Konjunkturprognosen der Regierung vorstellen. Sie werden zeigen, dass der versprochene Aufschwung weiterhin auf sich warten lässt. Reuters hatte bereits vergangene Woche berichtet, dass die schwarz-rote Koalition ihre Wachstumserwartung für dieses Jahr auf 0,5 Prozent halbieren wird. Gleichzeitig wird mit einer deutlich höheren Inflation von 2,7 Prozent gerechnet. Die schwächeren Aussichten setzen die Regierung zusätzlich unter Druck, Reformen anzugehen und so für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen.
DEUTSCHLAND/GESUNDHEIT
Die Gesundheitspolitiker der Unionsfraktion drohen einem Zeitungsbericht zufolge mit einer Blockade der geplanten Gesundheitsreform, sollten die Krankenkassenbeiträge für Bürgergeld-Empfänger nicht aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Die von der SPD geforderte Beibehaltung des bisherigen Systems, bei dem alle gesetzlich Versicherten diese Kosten mittragen, sei mit der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion nicht zu machen, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Fraktionskreise.
EU/AIRLINES
Die EU-Kommission legt einen Plan für den Fall von Engpässen bei der Kerosinversorgung im Sommer infolge des Iran-Kriegs vor. So sollen die national unterschiedlichen Raffineriekapazitäten und Treibstoffreserven erfasst werden, um die Produktion abzusichern und Reserven koordiniert freizugeben. Mehr Kerosinimporte aus den USA sollen helfen. Die Airlines erhoffen sich Erleichterungen wie das Sichern von Start- und Landerechten, sollten sie wegen Flugstreichungen nicht in der vorgeschriebenen Frequenz genutzt werden können. Das Verbot, Vorräte an billigen Bezugsorten zu tanken und mitzuführen, könnte gelockert werden. Zu klären ist, ob Flugausfälle aufgrund von Kerosinmangel eine Entschädigung der Passagiere nach sich ziehen.
EU/ISRAEL
Mehrere europäische Länder sind mit einem Vorstoß zur Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU mit Israel gescheitert. Bei einem Treffen der EU-Außenminister fanden sie nicht die nötige Unterstützung der anderen Mitgliedstaaten für einen solchen Schritt. Die Befürworter hatten eine vollständige oder teilweise Aussetzung des Pakts gefordert und dies mit Bedenken wegen Israels Siedlungen im Westjordanland, der humanitären Lage im Gazastreifen sowie einem neuen Gesetz zur Todesstrafe begründet.
EU/UKRAINE
Die Europäische Union dürfte den Weg für einen 90 Milliarden Euro schweren Kredit an die Ukraine freimachen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas rechnet mit einer positiven Entscheidung über die Finanzhilfen, die bereits im Dezember von allen Mitgliedsstaaten grundsätzlich vereinbart worden waren. Die jüngste Wahlniederlage des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, der als schärfster EU-Kritiker der Ukraine galt, dürfte die bisherige Blockade lösen. Das von Russland angegriffene Land benötigt die Mittel dringend zur Finanzierung des Krieges.
FED
Der vom Weißen Haus nominierte Kandidat für den Fed-Chefposten, Kevin Warsh, will die Notenbank nach eigenen Worten neu ordnen und zugleich deren Unabhängigkeit wahren. Die Zentralbank habe in den Jahren der Corona-Pandemie Fehler im Kampf gegen die Inflation begangen, die "einen grundlegenden Systemwechsel in der Geldpolitik" erforderten, sagte er vor dem Bankenausschuss des Senats zum Auftakt seines Bestätigungsverfahrens. Es brauche einen neuen Rahmen für die Inflationsbekämpfung. Der von US-Präsident Donald Trump nominierte Kandidat gelobte zugleich, als Chef der Notenbank Zinsentscheidungen "strikt unabhängig" von politischen Erwägungen zu treffen. Er sei absolut keine Marionette des US-Präsidenten. Dieser hat Amtsinhaber Jerome Powell, dessen Mandat im Mai abläuft, immer wieder scharf kritisiert und vergeblich zu Zinssenkungen gedrängt.
IRAN/USA
US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum gegen den Iran auf unbestimmte Zeit verlängert. Trump schrieb am Dienstagabend auf seiner Plattform Truth Social, er werde den Waffenstillstand mit dem Iran verlängern, bis ein Vorschlag aus Teheran vorliege und die Gespräche abgeschlossen seien. Er handle auf Wunsch Pakistans, um mit Angriffen abzuwarten, bis die iranischen Führer und Vertreter einen einheitlichen Vorschlag vorlegen könnten.
JAPAN/EXPORTE
Die japanischen Exporte sind im März trotz der Spannungen im Nahen Osten stärker gestiegen als erwartet und haben damit den siebten Monat in Folge zugelegt. Die Ausfuhren wuchsen im Jahresvergleich um 11,7 Prozent, wie aus amtlichen Daten hervorgeht. Analysten hatten mit einem Plus von elf Prozent gerechnet.
USA/WAHL
Die US-Demokraten haben mit einem Erfolg bei einer Abstimmung in Virginia ihre Chancen auf eine Mehrheit im Repräsentantenhaus bei den Kongresswahlen deutlich erhöht. Die Wähler des Bundesstaates billigten US-Medien zufolge einen neuen, von den Demokraten entworfenen Zuschnitt der Wahlkreise. Dadurch könnten bei den Zwischenwahlen im November vier Mandate von den Republikanern an die Demokraten fallen.
DEUTSCHE TELEKOM
Der Konzern erwägt einem Medienbericht zufolge eine Verschmelzung mit T-Mobile. Im Gespräch sei die Gründung einer Holding, die ein Übernahmeangebot sowohl für die Aktien des Bonner Konzerns als auch deren US-Tochter abgeben würde, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die Überlegungen befänden sich in einem frühen Stadium und Details könnten sich noch ändern. Die Telekom wollte sich dazu nicht äußern.
FRAPORT
Am größten deutschen Flughafen Frankfurt wird das neue Terminal 3 feierlich eröffnet. Mit gut zehn Jahren Bauzeit und vier Milliarden Euro Investitionsvolumen ist es eines der größten privat finanzierten Infrastrukturprojekte in Europa. Die Kapazität beläuft sich zunächst auf 19 Millionen Passagiere, fast so viele wie am viertgrößten deutschen Flughafen Düsseldorf. Rund 50 Airlines wechseln zum T3 vom Terminal 2, das anschließend bis in die 2030er Jahre saniert wird. Größter Nutzer wird ab 2027 der Ferienflieger Condor, der vom Terminal 1 in den Süden umzieht. So bekommen die Lufthansa und ihre Star-Alliance-Partnerinnen mehr Platz.
GALERIA
Die Warenhauskette hat ihre Vermieter um die Stundung der Mieten gebeten. So sollen die Mietzahlungen in den Herbst verschoben werden, bestätigte Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock dem "Handelsblatt" einen Bericht der "Immobilien Zeitung". Nicht alle Vermieter hätten dies akzeptiert. Der Minderheitsgesellschafter Bain Capital gewährt dem Unternehmen zudem einen neuen Kredit. Dieser belaufe sich auf zehn Millionen Euro, wie die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. "Die Liquiditätslage zeigt harte Schwankungen", sagte Hellenbock.
LUFTHANSA
Der Konzern nimmt nach der Schließung der Zubringer-Tochter CityLine bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge aus dem Programm und spart dadurch 40.000 Tonnen Kerosin. Unwirtschaftliche Strecken in Frankfurt und München fielen weg, gleichzeitig würden Strecken in Zürich, Wien und Brüssel ausgeweitet, teilte die Lufthansa mit. Eine neue Streckenplanung für die kommenden Monate werde Ende April oder Anfang Mai veröffentlicht. Die Kerosinversorgung der Gruppe sei in den kommenden Wochen gesichert, für den Sommerflugplan werde "eine weitgehend stabile Treibstoffversorgung" erwartet.
SPACEX
Das Unternehmen treibt seine Expansion auf dem Markt für KI-Entwicklerwerkzeuge voran. Das Unternehmen habe sich die Option gesichert, das Start-up Cursor im weiteren Jahresverlauf für 60 Milliarden Dollar zu übernehmen oder zehn Milliarden Dollar für eine neue Partnerschaft zu zahlen, teilte SpaceX auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Cursor erhält durch die Vereinbarung mehr Rechenkapazität für die Entwicklung eigener KI-Modelle.
TESLA
Als erster US-Autobauer legt Tesla seine Geschäftszahlen vor. Dabei dürfte das Energiegeschäft die anderen Sparten mit guten Margen überstrahlen. Im Autogeschäft dürfte das Ergebnis schwächer ausfallen, nicht zuletzt, weil Tesla nach dem Aus für viele strenge CO2-Vorgaben in den USA weniger Geld mit dem Verkauf von Emissionsrechten einnimmt.
UNITED AIRLINES
Die angesichts des Iran-Kriegs gestiegenen Kerosinkosten machen auch der US-Fluggesellschaft einen Strich durch die Rechnung. Der Konzern rechnet wegen der höheren Ausgaben im Quartal und auch im Gesamtjahr mit weniger Gewinn als von Analysten vorhergesagt. Zwar bleibe die Nachfrage nach Premium-Reisen robust, die gestiegenen.
08:00 GB: Verbraucherpreise März y/y
08:00 GB: Erzeugerpreise (Input) Februar m/m
08:00 GB: Erzeugerpreise (Output) Februar m/m
08:00 GB: Einzelhandelspreise März y/y
10:30 GB: Hauspreisindex Februar y/y
13:00 US: MBA-Hypothekenanträge Vorwoche w/w
14:30 CA: NHPI-Hauspreisindex Februar m/m
16:00 EWU: Verbrauchervertrauen April (vorläufig)
16:30 US: Rohöllagerbestände in Mio Barrel w/w
19:30 EWU: Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde
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MiFID II/MiFIR
Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471
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