Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 22.653,86 |
| E-STOXX 50 | 5.574,32 |
| DAX | 22.653,86 | (+1,22%) |
| MDAX | 28.229,36 | (+1,56%) |
| TechDAX | 3.435,36 | (+0,44%) |
| Euro Stoxx 50 | 5.574,32 | (+1,33%) |
| Dow Jones | 46.208,47 | (+1,38%) |
Nasdaq | 24.188,59 | (+1,22%) |
Nikkei | 52.252,28 | (+1,43%) |
EUR/USD | 1,16 | (-0,26%) |
| Gold in $ | 4.383,42 | (-0,56%) |
| Oil (Brent) in $ | 109,89 | (-5,47%) |
| Bitcoin (USD) | 70.429,12 | (-0,66%) |
| Brenntag SE | 51,28 | (+5,78%) |
| Siemens Energy AG | 147,6 | (+4,87%) |
| Commerzbank AG | 70.429,12 | (+4,12%) |
| Zalando SE | 21,22 | (-3,06%) |
| RWE AG | 54,94 | (-2,21%) |
| Vonovia SE | 21,00 | (-2,05%) |
Hoffnung auf Deeskalation beflügelte die Aktienmärkte
US-Präsident Donald Trump hat am Montag für einen dramatischen Stimmungswechsel am Aktienmarkt gesorgt. Der DAX machte darauf von seinem Tagestief zu seinem Tageshoch einen Satz um 1.300 Punkte. Trump sprach von "produktiven Gesprächen" zwischen Washington und Teheran. Das US-Militär werde daher angedrohte Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur um fünf Tage verschieben. Die Nachrichtenlage blieb aber diffus, denn das iranische Außenministerium dementierte nach Angaben staatlicher Medien Gespräche mit den USA. Vor den Trump-Aussagen hatten die Zeichen angesichts eines 48-Stunden-Ultimatums zur Öffnung der Straße von Hormus noch auf Eskalation gestanden und die Börse klar im Minus gehandelt. Der DAX kletterte um 1,2 Prozent auf 22.654 Punkte, im Tagestief hatte der deutsche Leitindex bei 21.864 gestanden, im Hoch aber auch schon deutlich höher bei 23.178.
An den US-Börsen hat am Montag die vage Hoffnung auf eine Entspannung des Iran-Kriegs für Gewinne gesorgt. US-Präsident Donald Trump setzte seine am Wochenende angedrohten Angriffe auf iranische Energieanlagen für fünf Tage aus mit dem Hinweis, es gebe "produktive Gespräche". Der Leitindex Dow Jones Industrial legte daraufhin um 1,38 Prozent auf 46.208,47 Zähler zu. Am Freitag war der Dow auf den tiefsten Stand seit September gefallen. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementierte allerdings die Aussagen Trumps: Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben. Der marktbreite S&P 500 erholte sich zum Wochenauftakt um 1,15 Prozent auf 6.581,00 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 1,22 Prozent und schloss bei 24.188,59 Zählern. Beide Börsenbarometer waren am Freitag wegen des Kriegs im Nahen Osten ebenfalls auf Tiefstände seit September abgerutscht. Die zuletzt vom Ölpreis stark angetriebenen Kurse von US-Ölkonzernen wie ExxonMobil oder Chevron gaben mit dem wieder fallenden Ölpreis zunächst nach, drehten anschließend aber wieder ins Plus. Anleger nutzten hier schon geringe Kursverluste zum Einstieg. Erleichtert zeigten sich die Anleger bei Fluggesellschaften. Titel von American Airlines und Delta Air Lines verteuerten sich um 3,6 und 2,7 Prozent. Papiere von United Airlines stiegen um 4,5 Prozent.
Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Iran-Krieg sorgt am Dienstag an den asiatischen Aktienmärkten für eine leichte Erholung von den teils heftigen Verlusten zu Wochenbeginn. Allerdings sind die Signale nicht eindeutig. Die Erholung fällt nun aufgrund der gegenteiligen Signale recht zurückhaltend aus. Das deutlichste Plus verzeichnet der Kospi in Seoul, für den es um 2,4 Prozent nach oben geht. Er hatte zu Wochenbeginn mit einem Absturz um 6,5 Prozent auch das stärkste Minus verzeichnet. In Tokio legt der Topix um 1,5 Prozent zu. An den chinesischen Börsen steigt der Shanghai-Composite um 0,6 Prozent und der Hang-Seng-Index gewinnt 1,2 Prozent. In Australien, wo der Handel bereits beendet ist, schloss der S&P/ASX 200 mit einem Plus von 0,2 Prozent.
Die Verbraucherpreise in Japan sind im Februar um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und damit unter der Prognose einer Zunahme um 1,7 Prozent geblieben. Auch in den meisten anderen Kategorien habe sich die Inflation verlangsamt, was darauf hindeute, dass der Kostendruck nachgelassen habe. Der Nahost-Konflikt stelle jedoch ein erhebliches Risiko dar. Stark steigende Öl- und Gaspreise könnten ab März zu einem Anstieg der Energiekosten führen, und eine erneute Abwertung des Yen sei ein zusätzliches Problem.
Nach der Europhorie zum Wochenstart droht nun ein Rückschlag.Die Ölpreise legen wieder zu, während der DAX heute mit Kursverlusten in den Handel starten dürfte. Vorbörslich notiert der deutsche Leitindex 0,30% schwächer bei 22.585,00 Punkten. Gestern hatte der DAX nach zunächst kräftigen Verlusten von mehr als zwei Prozent wieder ins Plus gedreht. Zeitweise hatte er um bis zu 3,6 Prozent zugelegt, zum Börsenschluss notierte er noch 1,2 Prozent höher mit 22.653 Punkten. Die Verlängerung von US-Präsident Donald Trumps Ultimatum an den Iran hat die Märkte gestern also nur kurzfristig beruhigt. Ob tatsächlich Verhandlungen stattfinden, ist unklar - der Iran dementiert Gespräche mit den USA.
Deutschland / Industrie
Wie blicken deutsche Unternehmen auf ihr Auslandsgeschäft? Antworten darauf dürfte eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer geben, für die rund 2400 Firmen befragt wurden. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier will die Details in Berlin vorstellen. Dabei dürfte es um die US-Zölle und die immer stärkere Konkurrenz in China gehen, aber auch neue Absatzmärkte wie Indien und Lateinamerika.
Deutschland / Steuern
CSU-Chef Markus Söder erteilt Plänen von SPD und CDU für einen höheren Spitzensteuersatz eine kategorische Absage. "Den Spitzensteuersatz zu erhöhen, wäre ein Schlag ins Gesicht für die Leistungsträger im Mittelstand", sagte Söder dem stern. "Symbolpolitische Gedankenspiele bringen uns bei der Steuer nicht weiter, weder ökonomisch noch fiskalisch." Der bayerische Ministerpräsident betonte: "Unser Grundsatz muss sein: Steuern runter, nicht rauf."
Dänemark
In Dänemark wird ein neues Parlament gewählt. Den Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen droht dabei das schlechteste Wahlergebnis seit mehr als einem Jahrhundert, sie gilt jedoch weiter als Favoritin für das Amt an der Regierungsspitze. Überschattet wird die Wahl von den Versuchen von US-Präsident Donald Trump, das teilautonome dänische Außengebiet Grönland zu annektieren. Im Wahlkampf dominierten zuletzt jedoch innenpolitische Themen wie die Lebenshaltungskosten, eine geplante Reichensteuer sowie anhaltende Debatten zur Migration. Da kein politisches Lager mit einer klaren Mehrheit rechnen kann, dürfte dem zentristischen Außenminister und Ex-Regierungschef Lars Lökke Rasmussen bei der Regierungsbildung eine Schlüsselrolle zufallen.
Europa
Die Europäische Union und Australien haben ein Handelsabkommen unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht die Abschaffung von mehr als 99 Prozent der Zölle auf EU-Exporte nach Australien vor, teilte die EU-Kommission mit. Für europäische Unternehmen bedeutet dies eine jährliche Ersparnis von einer Milliarde Euro an Zollgebühren. Das Abkommen senkt zudem Zölle auf Importe kritischer Mineralien. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der australische Premierminister Anthony Albanese trafen sich zur Unterzeichnung in Canberra.
Europa / Einkaufsmanager
Der Einkaufsmanagerindex für März zeigt, wie es nach dem Ausbruch des Irankrieges um die Konjunktur in Deutschland und dem Euroraum bestellt ist. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten erwarten, dass sich das Barometer weiter im Wachstumsbereich halten wird, auch wenn die Wirtschaft hierzulande und auch in der Euro-Zone nicht mehr so viel Schwung haben dürfte wie im Februar. Das Barometer des Finanzdienstleisters S&P Global, bei dem Einkaufsmanager von Firmen die Geschäftsbedingungen beurteilen, gilt an den Finanzmärkten als wichtiger Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung.
Iran
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht mit US-Präsident Donald Trump über den Iran. Trump sehe eine Chance auf eine Einigung mit der Regierung in Teheran, teilt Netanjahu in einer Videobotschaft mit. Der US-Präsident glaube an die Möglichkeit, "die gewaltigen Errungenschaften der israelischen und der US-Streitkräfte zu nutzen, um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen - einem Abkommen, das unsere lebenswichtigen Interessen wahren wird", sagt Netanjahu weiter. Nach einem Bericht des Nachrichtenportals "Politico" zieht die US-Regierung den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf als möglichen Partner und sogar als künftigen Staatschef in Betracht. Zumindest einige Vertreter im Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der den Iran führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Trump verhandeln könnte.
BASF
Der Konzern hat angesichts der aktuellen Situation den Vorteil, "dass wir kaum im Nahen Osten produzieren und nicht von den dortigen Rohstoffströmen abhängig sind", wie Konzernchef Markus Kamieth dem Handelsblatt sagte. BASF habe als eines der wenigen Chemieunternehmen eine eigene Rohstoff- und Energiehandelsorganisation, BASF Intertrade. "Damit haben wir auch Möglichkeiten, bei Störungen der Lieferketten auszuweichen, können also besser reagieren als andere. Unsere Standorte weltweit sind im Vergleich zu den meisten Chemieunternehmen weniger betroffen. Wir machen uns zumindest für die nächsten Monate weniger Sorgen, was die Versorgung angeht." Natürlich träfen BASF auch die Preisanstiege gerade in Europa. "Aber verglichen mit dem Wettbewerb kann die BASF jetzt ihre Stärken voll ausspielen: globaler Footprint, verteilte Produktion und eben diversifizierte Rohstoffversorgung."
Continental
Mehrere Private-Equity-Firmen, darunter Apollo Global Management und Bain Capital, erwägen Gebote für die Industriesparte von Continental, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Demnach haben sich Advent und CVC Capital Partners zusammengetan, um für die Kautschuk- und Kunststoffsparte Contitech zu bieten. Die Sparte könne mit 3,5 bis knapp über 4 Mrd. € liegen. Banker arbeiteten derzeit an Kreditpaketen in Höhe von rund 2,5 Mrd. €, um eine Transaktion zu finanzieren.
Estee Lauder
Der Produzent und sein spanischer Konkurrent Puig verhandeln über einen Zusammenschluss. Beide Kosmetikunternehmen bestätigten am Montag entsprechende Gespräche. Es sei jedoch noch keine Einigung erzielt worden und es gebe keine Gewissheit für einen Abschluss, teilte Puig mit.
Lufthansa Group
Das Unternehmen und der Flughafen München wollen gemeinsam die Kapazität des Terminals 2 bis 2035 um bis zu zehn Millionen Passagiere oder fast 30 Prozent pro Jahr erweitern. Im Rahmen ihres seit 2003 bestehenden Joint Ventures werde ein neuer Flugsteig, der sogenannte "T-Stiel", gebaut, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei einer Feier in München zum 100. Gründungsjubiläum der Lufthansa ankündigte. Die Zusammenarbeit mit dem Betreiber ihres zweiten Drehkreuzes in Deutschland neben Frankfurt sei bis 2056 verlängert worden.
Mercedes Benz
Die Modelloffensive von Mercedes-Benz ist nach Konzernangaben gut angelaufen. "Der neue vollelektrische CLA und der GLC haben unsere Erwartungen auch im Februar signifikant übertroffen", sagte Vertriebsvorstand Mathias Geisen dem Handelsblatt zu den Vorbestellungen. Die Auftragsbücher würden bis weit in die zweite Jahreshälfte 2026 reichen. Die Produktion in den Werken Rastatt und Bremen laufe in drei Schichten.
OpenAi
hat seine enge Verbindung zu Microsoft als potenzielles Geschäftsrisiko bezeichnet. Der Softwarekonzern sei für einen erheblichen Teil der Finanzierung und Rechenkapazität verantwortlich, zitierte der Sender CNBC aus einem Finanzdokument für potenzielle Investoren. Eine Änderung oder Beendigung der Partnerschaft könne das Geschäft erheblich beeinträchtigen, warnte OpenAI. Ein Unternehmenssprecher betonte jedoch, Microsoft bleibe ein kritischer langfristiger Partner.
Qatar Airways
Die Fluggesellschaft hat 20 ihrer größten Flugzeuge an einen Standort in Spanien verlegt, der für langfristiges Parken genutzt wird - ein Zeichen dafür, dass sich die Fluggesellschaft auf monatelange Beeinträchtigungen in der gesamten Golfregion vorbereitet. Laut Daten von Flightradar24 schickte Qatar Airways am Sonntag fünf weitere Flugzeuge zum Flughafen Teruel, zusätzlich zu den 15, die sich bereits vor Ort befanden. Viele davon sind A380-, A350- und Boeing-787-Flugzeuge, die zu den größten ihrer Flotte gehören und normalerweise Passagiere zu ihrem Drehkreuz in Doha befördern, wo sie auf Anschlussflüge umsteigen. Qatar Airways hat seinen Flugbetrieb eingeschränkt, da ein Großteil seines Luftraums von dem Konflikt im Iran betroffen ist, der nun bereits in die vierte Woche geht.
09:15 FR/ Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
09:15 FR/ Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
09:30 DE/ Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
09:30 DE/ Einkaufsmanagerindex Dienstleisungssektor März (vorläufig)
10:00 EU/ Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
10:00 EU/ Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
10:30 GB/ Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe (vorläufig) März
10:30 GB/ Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor (vorläufig) März
13:30 US/ Produktivität ex Agrar Q4 /endgülitg) q/q
13:30 US/ Lohnstückkosten Q4 (endgültig) q/q
13:55 US/ Redbook Einzelhandelsumsätze Vorwoche y/y
14:45 US/ S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeit. Gewerbe März (vorl.)
14:45 US/ S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorl.)
15:00 US/ Richmond Fed Manufacturing Index März
21:30 US/ API Öl-Lagerbestände in Mio. Barrel
| Quartalszahlen / Termine Europa | Group CRIT, YouGov, Gamma Communications, CTS Eventim AG, INDUS Holding, Inficon Holding, Drägerwerk |
| Quartalszahlen / Termine USA: | Gamestop, Concentrix Corp., Worthington Industries, AAR Corp., KB Home Reg. |
| Dividendenabschläge u.a.: | Hewlett Packard Enterprise (0,1425 USD), Best Buy (0,96 USD) |
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MiFID II/MiFIR
Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471
Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org
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