Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 22.680,04 |
| E-STOXX 50 | 5.569,73 |
| DAX | 22.680,04 | (+0,52%) |
| MDAX | 28.150,78 | (+1,26%) |
| TechDAX | 3.421,60 | (+1,10%) |
| Euro Stoxx 50 | 5.569,73 | (+0,50%) |
| Dow Jones | 46.341,51 | (+2,49%) |
Nasdaq | 23.740,19 | (+3,43%) |
Nikkei | 53.607,58 | (+4,98%) |
EUR/USD | 1,16 | (+0,12%) |
| Gold in $ | 4.686,35 | (+0,39%) |
| Oil (Brent) in $ | 125,62 | (+2,15%) |
| Bitcoin (USD) | 68.457,01 | (+0,39%) |
| MTU Aero Engines AG | 310,00 | (+3,89%) |
| Rheinmetall AG | 1444,5 | (+2,48%) |
| adidas AG | 136,65 | (+2,24%) |
| Symrise AG | 73,24 | (-1,29%) |
| BASF SE | 52,40 | (-1,13%) |
| HeidelbergCement AG | 178,35 | (-0,96%) |
Vage Hoffnungen auf Entspannung in Nahost
Das schickte die Aktienmärkte trotz der andauernden Kampfhandlungen auf einen Erholungskurs. Der DAX hat den letzten Handelstag im März mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 22.680 Punkten beendet. Für den März steht damit dennoch ein Verlust von rund zehn Prozent zu Buche.
Auch an der Wall Street sorgen die Aussagen von Trump für Optimismus: Der Dow Jones Industrial stieg zu Handelsbeginn um 1,3 Prozent auf 45.784 Punkte; damit setzte sich der Leitindex weiter von der runden und damit psychologisch wichtigen Marke von 45.000 Zählern ab. Die aktuelle Monatsbilanz aber ist mit einem Minus von aktuell 6,5 Prozent tiefrot. Einen höheren Verlust auf Monatssicht gab es beim Dow zuletzt im September 2022. Im Plus starteten auch die anderen Indizes: Der marktbreite S&P 500 zog zu Handelsbeginn um 1,5 Prozent auf 6.438 Punkte an. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,6 Prozent auf 23.326 Punkte nach oben.
In Japan steigt der Nikkei-225 angeführt von Chip- und Bankenwerten um 4,5 Prozent auf 53.353 Punkte. Der japanische Aktienmarkt profitiert auch von einem positiven Tankan-Bericht der Bank of Japan. Dieser zeigt, dass das Stimmungsbild der Großunternehmen auf einem Mehrjahreshoch verharrt - ein Zeichen dafür, dass der Energieschock das Vertrauen der Unternehmen bislang nicht erschüttert hat. Der Tankan-Bericht erhöht nach Einschätzung von Ökonom Ryosuke Katagi von Mizuho Securities die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im April durch die Zentralbank leicht. Dass die Einkaufsmanagerdaten laut Ökonomin Annabel Fiddes von S&P Global Market Intelligence auf einen erneuten Verlust an Wachstumsdynamik in der verarbeitenden Industrie im März hindeuten, spielt keine Rolle. Denn der Sektor habe trotz der Verlangsamung am Ende des ersten Quartals die stärkste Quartalsleistung seit dem zweiten Quartal 2022 verzeichnet.
In China steigt der HSI in Hongkong um 2 Prozent, der Shanghai-Composite zieht um 1,4 Prozent an. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbe (RatingDog) ist im März gesunken. Die Industrieaktivität in China dürfte aber in den kommenden Monaten relativ robust bleiben, urteilen die Analysten der Bank of America.
Der Kospi in Südkorea schießt nach Volatilitätsunterbrechungen um 7,9 Prozent nach oben. Die Industrieaktivität ist so stark wie seit über vier Jahren nicht mehr gewachen, wie die aktuellen Einkaufsmanagerindizes offenlegen. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix haussieren um 12,3 bzw. 9,9 Prozent. Die optimistische Stimmung lasse Investoren wieder bei den beiden größten Profiteuren des KI-Booms einsteigen, heißt es.
Nordseeöl Brent legte um gut 2 Prozent zu, während US-Leichtöl WTI um knapp 1,5 Prozent vorrückte. Mit einem Plus von jeweils fast 60 Prozent im März steuern sie auf ihren größten Monatsanstieg seit Beginn der Aufzeichnungen zu.
DAX STARKE ERHOLUNG ERWARTET
Ein Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg dürfte dem Dax DE0008469008 am Mittwoch einen starken Auftakt in den April bescheren. Zwei Stunden vor dem Xetra-Auftakt wird der Leitindex über der Marke von 23.000 Punkten erwartet: Der Broker IG taxierte ihn 1,7 Prozent höher auf 23.072 Punkte. Rückenwind kommt auch von den Börsen in den USA und Asien.
Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hatten am Vorabend nach dem europäischen Börsenschluss schon an den US-Aktienmärkten für Zuversicht und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Peseschkian "Garantien" für ein Kriegsende. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte, er stehe im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff.
US-Präsident Trump rechnet derweil mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine "wichtige" Rede zum Stand des Kriegs an, die in der Nacht zum Donnerstag erwartet wird. Für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsse es keinen Deal mit dem Iran geben, sagte Trump. Das sei "irrelevant", da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten.
Deutschland/Immobilienpreise
In den größten deutschen Städten driften die Wohnimmobilienpreise einer Studie zufolge je nach Lage wieder auseinander. Nachdem die Preise in den zentral gelegenen Vierteln in den Vorjahren stärker gesunken sind, stiegen sie im vergangenen Jahr wieder kräftiger als in den Außenbezirken, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zu seiner Analyse mitteilte. Demnach deuten die Daten auf eine Rückkehr zu den Mustern der vergangenen Immobilienboomphase von 2006 bis 2022 hin: In Aufwärtsphasen legen die Preise in den Zentren stärker zu als in den Randbezirken.
Deutschland/Konjunktur
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute legen der Bundesregierung ihr Frühjahrsgutachten zur deutschen Konjunktur vor. In der sogenannten Gemeinschaftsdiagnose senken die Ökonomen ihre Prognose zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes wegen der Folgen des Iran-Kriegs auf 0,6 von 1,3 Prozent, wie mit den Zahlen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Demnach kappen die Fachleute auch ihre Vorhersage für 2027 deutlich - und zwar von 1,4 auf 0,9 Prozent. Sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr dürfte die Inflation im Schnitt bei 2,8 Prozent liegen. Die Frühjahrsprognose dient der Bundesregierung als Basis für ihre neuen Projektionen, die wiederum die Grundlage für die Steuerschätzung bilden.
Deutschland/Luftverkehrsteuer
Das Kabinett tagt am Vormittag in Berlin. Es soll unter anderem grünes Licht für die Senkung der Luftverkehrsteuer geben. Zum 1. Juli soll die Ticketsteuer so reduziert werden, dass das Steueraufkommen wieder auf das Niveau vor der Erhöhung vom Mai 2024 fällt. Die Kosten für den Bund summieren sich bis 2030 auf insgesamt rund 1,5 Mrd Euro.
Deutschland/Ukraine
Deutschland und die EU wollen der ukrainischen Bahn nach verstärkten Angriffen Russlands auf Züge mit Generatoren, Baumaschinen und Fahrzeugen helfen. Zum Abschluss des Besuchs der EU-Außenminister in Kiew übergaben die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Bundesaußenminister Johann Wadephul den Bahn-Verantwortlichen die ersten Geräte.
Deutschland/Wohnraum
Die Bundesregierung will den Umbau leerstehender Büros zu Wohnungen mit 300 Millionen Euro fördern. Das Programm "Gewerbe zu Wohnen" starte am 1. Juli, berichtete die Zeitung "Bild" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf vorab bekannte Details. Pro Wohnung gebe es dem Bericht zufolge bis zu 30.000 Euro Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden müsse. Die Gesamtförderung pro Unternehmen werde bei 300.000 Euro gedeckelt.
Energie
Die Europäische Union zieht wegen der Verwerfungen an den Energiemärkten durch den Iran-Krieg eine Neuauflage der Krisenmaßnahmen zu Beginn des Ukraine-Krieges 2022 in Betracht. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen sagte nach einer virtuellen Konferenz der EU-Energieminister, zu den Plänen gehörten die Begrenzung von Netzentgelten und Stromsteuern. Da Dauer und Ausmaß der Krise unklar seien, bereite man sich auf verschiedene Szenarien vor und plane Schritte, die den Maßnahmen von 2022 ähnelten.
Usa/Raumfahrt
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will nach mehr als 50 Jahren erstmals wieder Menschen in Richtung Mond schicken. Ab dem 1. April ist vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida der Start der Mission "Artemis II" geplant. Bei dem zehntägigen Testflug sollen drei US-Astronauten und ein Kanadier an Bord der Orion-Kapsel den Erdtrabanten umrunden und sich dabei so weit von der Erde entfernen wie nie ein Mensch zuvor. Die Mission gilt als entscheidender Schritt der USA, um im Wettlauf mit China ihre Führungsrolle im All zu behaupten. Sie bereitet künftige bemannte Mondlandungen vor, die ab 2028 vorgesehen sind. Abhängig vom Wetter und der Technik kann sich der Start bis zum 6. April verzögern.
Usa/Trump/Wahlen
US-Präsident Donald Trump hat die Regeln für die Briefwahl landesweit verschärft. Trump unterzeichnete eine Verfügung, die seine Regierung anweist, Listen mit bestätigten US-Bürgern zu erstellen, die in jedem Bundesstaat wahlberechtigt sind. Die Anordnung sieht zudem vor, dass Briefwahlunterlagen nur noch an Wähler auf genehmigten Listen verschickt werden dürfen.
Usa/Weisses Haus
Die umstrittenen Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Umgestaltung seines Amtssitzes sind juristisch ausgebremst worden. Bundesbezirksrichter Richard Leon stoppte die Bauarbeiten für den 8360 Quadratmeter großen neuen Festsaal am Weißen Haus. Er folgte damit einem Antrag der Denkmalschutzorganisation National Trust for Historic Preservation auf eine einstweilige Verfügung. Damit liegt das 400 Millionen Dollar schwere Bauvorhaben auf Eis, bis die Klage der Denkmalschützer verhandelt wird.
Lufthansa
Die Lufthansa erwägt einem Bericht zufolge wegen der Folgen des Iran-Konflikts die vorübergehende Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen. Das berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf eine interne Mitarbeiterversammlung, bei der Vorstandschef Carsten Spohr über die Lage des Konzerns gesprochen habe. Nach einem Szenario, über das zuerst das "Handelsblatt" berichtet hatte, könnten bis zu 20 Flugzeuge vorübergehend außer Dienst gestellt werden. Laut "Spiegel" würde ein zweites mögliches Maßnahmenpaket für den Fall einer weiteren Eskalation des Konflikts die Stilllegung von 40 Flugzeugen vorsehen, was einem Kapazitätsverlust von rund fünf Prozent entspräche. Spohr sagte dem Bericht zufolge, es sei noch keine Entscheidung gefallen, allerdings sei das geplante Kapazitätswachstum von vier Prozent für 2026 wohl nicht mehr realistisch. Die Lufthansa lehnte eine Stellungnahme ab.
Mercedes-Benz
Mercedes-Benz will laut "Autonews" bis 2023 vier Mrd Dollar in sein US-Werk in Alabama investieren, um dort seinen Bestseller GLC zu bauen.
Nike
Der weltgrößte Sportartikelkonzern tritt weiter auf der Stelle und gerät beim Gewinn durch die hohen Einfuhrzölle in die USA noch stärker ins Hintertreffen. Der Umsatz stagnierte im dritten Quartal (per Ende Februar) des Geschäftsjahres 2025/26 bei knapp 11,3 Mrd Dollar, wie Nike mitteilte. Allein in China lag das Minus währungsbereinigt bei zehn Prozent. Rückgänge in Europa und Asien hätten nur zum Teil durch Zuwächse auf dem Heimatmarkt kompensiert werden können. Und im vierten Quartal ist laut Finanzvorstand Matthew Friend keine Besserung in Sicht.
Openai
OpenAI plant nach eigenen Angaben die Entwicklung einer Superapp, die verschiedene Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) in einem einzigen System bündelt. Die neue Software solle unter anderem den Chatbot ChatGPT, das Programmierwerkzeug Codex sowie Such- und Assistenzfunktionen vereinen, teilte das US-Unternehmen in einem Blogbeitrag mit. Mit der Zusammenlegung seiner Dienste hofft OpenAI zudem, dass die private Nutzung der Software auch die Nachfrage in Unternehmen ankurbelt.
Rheinmetall
Die Bundeswehr soll von dem Rüstungskonzern weitere Kampfdrohnen für bis zu 2,4 Mrd Euro erhalten. Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll dazu in der kommenden Woche einen Rahmenvertrag billigen, aus dem zunächst Waffen für rund 298 Millionen Euro fest bestellt werden, wie aus einer Vorlage des Finanzministeriums hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Damit setzt die Bundesregierung die Beschaffung sogenannter Loitering Munition fort. Bereits Ende Februar hatte der Ausschuss grünes Licht für Aufträge an die Firmen Helsing und Stark Defence gegeben, wobei schon angedeutet worden war, dass ein dritter Auftrag an Rheinmetall folgen könnte.
UBS
UBS-Chef Sergio Ermotti will mindestens bis April 2027 an der Spitze der Schweizer Großbank bleiben. Er werde bis dahin amtieren und die Lage dann neu bewerten, sagte der 65-Jährige auf einer Veranstaltung in Genf. Damit ließ er sich die Möglichkeit offen, den Posten auch darüber hinaus zu behalten. Ermotti soll die Integration der 2023 übernommenen, gestrauchelten Rivalin Credit Suisse abschließen und die Bank durch eine Phase neuer staatlicher Regulierungen führen
07:30: AU: Rohstoffpreise März y/y
08:30: CH: Einzelhandelsumsatz Februar y/y
09:15: SP: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März
09:30: CH: Einkaufsmanagerindex März
09:45: IT: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März
09:50: FR: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (endgültig)
09:55: DE: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (endgültig)
10:00: EWU: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (endgültig)
10:00: IT: Arbeitslosenquote
10:30: GB: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe (endgültig) März
11:00: EWU: Arbeitslosenquote
13:00: US: MBA-Hypothekenanträge Vorwoche w/w
14:15: US: ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar März m/m in Tsd !
14:30: US: Einzelhandelsumsatz März m/m !
15:30: CA: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März
15:45: US: S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (endgültig)
16:00: US: ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März !
16:00: US: Lagerbestände Februar m/m
16:00: US: ISM-PMI Preise im verarbeitenden Gewerbe März
16:30: US: Rohöllagerbestände in Mio Barrel w/w
| Quartalszahlen / Termine Europa | Tessenderlo Group S.A., WCM Beteil.u.Grundbesitz AG, EXCLUSIVE NET PROM, Fluxys Belgium SA, Synergie S.A., ORBIS AG, Vaudoise Assurances Holding SA, JENOPTIK AG |
| Quartalszahlen / Termine USA: | Tilray Brands Inc., NovaGold Resources Inc., Verint Systems Inc., Cal-Maine Foods Inc., MSC Industrial Direct Co. Inc., ConAgra Brands Inc., UniFirst Corp., Lamb Weston Holdings Inc. |
| Dividendenabschläge u.a.: | - |
Bitte beachten Sie unsere Rechtlichen Hinweise für Marktberichte.
MiFID II/MiFIR
Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471
Weitere Informationen finden Sie unter: www.gleif.org
In unserem Aktienmarktbericht informieren wir Sie täglich per E-Mail-Newsletter über die aktuellen Entwicklungen an der Börse, in den einzelnen Märkten und bei den Unternehmen.