Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 24.066,70 |
| E-STOXX 50 | 5.990,34 |
| DAX | 24.066,70 | (+0,09%) |
| MDAX | 30.887,08 | (+1,15%) |
| TechDAX | 3.602,66 | (+1,53%) |
| Euro Stoxx 50 | 5.990,34 | (-0,74%) |
| Dow Jones | 48.463,72 | (-0,15%) |
Nasdaq | 26.204,58 | (+1,40%) |
Nikkei | 59.594,63 | (+2,51%) |
EUR/USD | 1,18 | (+0,05%) |
| Gold in $ | 4.823,96 | (+0,69%) |
| Oil (Brent) in $ | 116,74 | (-6,34%) |
| Bitcoin (USD) | 75.065,52 | (+0,27%) |
| Brenntag SE | 57,96 | (+2,33%) |
| SAP SE | 146,54 | (+2,15%) |
| Rheinmetall AG | 1515,20 | (+1,92%) |
| Fresenius SE & Co KGaA | 44,03 | (-1,83%) |
| BASF SE | 52,90 | (-1,54%) |
| Continental AG | 63,94 | (-1,54%) |
Nahost weiterhin im Fokus - Rekordstände bei S&P 500 und Nasdaq 100
Der Dax hat sich am Mittwoch nach seiner deutlichen Vortageserholung stabil gezeigt. Angesichts der Vorschusslorbeeren am Dienstag blieben die Anleger an der Seitenlinie, denn noch ist unklar, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich zu einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran kommt. Mit einem Plus von 0,09 Prozent auf 24.066,70 Punkte ging der deutsche Leitindex aus dem Tag, womit er sich weiter klar über der Marke von 24.000 Zählern behauptete. Der MDax legte um 1,15 Prozent auf 30.887,08 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor zur Wochenmitte 0,74 Prozent auf 5.940,34 Zähler und auch in London und Zürich schwächelten die Leitindizes. Die größte Aufmerksamkeit zog MDax-Spitzenreiter Aixtron (s.u.) auf sich. Nach angehobenen Jahreszielen für Umsatz und operative Marge sprang die Aktie des Chipindustrie-Ausrüsters um 20,4 Prozent hoch und ist wieder so teuer wie zuletzt im Juni 2001. Im bisherigen Jahresverlauf steht nun ein Kursgewinn von 145 Prozent zu Buche. Die Aktie von Lufthansa litt mit minus 2,3 Prozent unter der anhaltenden Streikwelle. Fraport gaben im Sog der schlechten Stimmung um 1,2 Prozent nach.
Am US-Aktienmarkt blicken gut gelaunte Anleger im Technologiesektor offenbar schon über den Iran-Krieg hinweg. Sowohl der Auswahlindex Nasdaq 100 als auch der marktbreite und mit Techwerten gespickte S&P 500 stiegen am Mittwoch so hoch wie nie zuvor. Standardwerte fielen etwas zurück. Hoffnungen auf Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran gaben zusammen mit dem Optimismus rund um Künstliche-Intelligenz-Technologien Auftrieb. Der S&P 500 kletterte bis auf 7.026 Zähler und beendete den Handel mit einem Zuwachs von 0,80 Prozent auf 7.022,95 Punkte. Der Nasdaq 100 stieg über 26.214 Punkte, zum Börsenende verbuchte er beim Stand von 26.204,58 Zählern ein Plus von 1,40 Prozent. Tesla und Microsoft waren unter den größten Gewinnern. Mit einem Minus von 0,15 Prozent auf 48.463,72 Punkte hinkte das Leitbarometer Dow Jones Industrial hinterher. "Old Economy"-Aktien wurden gemieden, Caterpillar landeten mit einem Minus von 3 Prozent am Dow-Ende.
Die USA und der Iran erwägen, ihre vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe um weitere zwei Wochen zu verlängern, um mehr Zeit für ein Friedensabkommen zu bekommen, berichteten mit der Sache vertraute Personen. Dies beruhigte die Marktteilnehmer, die nun auf eine weitere Gesprächsrunde zwischen den beiden Ländern warten. Hoffnungen darauf hatten die Börsen in dieser Woche nach den ergebnislos gebliebenen Gesprächen vom Wochenende bereits angetrieben.
Die ostasiatischen Aktienmärkte setzen am Donnerstag ihre Aufwärtstendenz mit teils neuen Rekorden fort. Sie schließen sich der Vorgabe der Wall Street an, wo der S&P-500-Index ein Allzeithoch erreichte, ebenso der technologielastige Nasdaq-Index, auch gestützt von guten Unternehmenszahlen. In Tokio markiert der Nikkei-225-Index ein Rekordniveau, in Seoul liegt der Kospi nur knapp darunter. Als Kurstreiber werden die andauernden Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg genannt, daneben auch gut ausgefallen Wachstumsdaten aus China.
In Tokio steigt der breite Topix-500 um 1,0 Prozent, in Seoul kommt der Kospi um weitere 1,6 Prozent voran. Der HSI in Hongkong zieht um 1,4 Prozent an, der Composite-Index in Shanghai um 0,5 Prozent. Die australische Börse in Sydney hängt zurück, der S&P/ASX-200 gibt um 0,4 Prozent nach. Neue Arbeitsmarktdaten aus Australien sind durchwachsen ausgefallen.
Die Hoffnung der Anleger auf weitere Friedensbemühungen im Iran bleibt auch am Donnerstag spürbar - so notiert der DAX vorbörslich mit einem Plus von 0,37% bei 24.151,00 Punkten.
Rückenwind kommt aus New York, wo mit dem marktbreiten S&P 500 und dem Tech-Index Nasdaq 100 am Vorabend zumindest zwei Indizes neue Rekorde aufstellen konnten. Auch dort gaben Hoffnungen auf weitere Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran Auftrieb, zusammen mit dem Optimismus rund um die Technologie der Künstlichen Intelligenz. Die Ölpreise bleiben derweil deutlich unter der 100-USD-Marke.
China
Die chinesische Wirtschaft ist im 1. Quartal 2026 trotz der Risiken durch den Iran-Krieg stärker als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Januar bis März um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistikamt mitteilte. Die Wirtschaft habe einen guten Start in das erste Quartal gehabt, das externe Umfeld werde jedoch komplexer, teilte die Behörde weiter mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 4,8 Prozent gerechnet. Im 4. Quartal 2025 war die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt um 4,5 Prozent gewachsen. Dies war der niedrigste Wert seit 3 Jahren.
Europa
Angesichts der weiterhin angespannten Lage am Persischen Golf hält sich die EZB laut Bundesbankchef Joachim Nagel alle Optionen für den zum Monatsende anstehenden Zinsentscheid offen. Die für den Öl- und Gastransport per Schiff wichtige Straße von Hormus sei die Achillesferse der Weltwirtschaft, sagte er Bloomberg TV. Nun gelte es, die weitere Entwicklung an diesem Nadelöhr für den Energietransport abzuwarten. Die Währungshüter seien nicht auf einen Zins-Pfad festgelegt. Man müsse flexibel bleiben: "Und das gibt uns etwas Handlungsspielraum."
Israel / Libanon
Israel treibt seine Offensive gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon ungeachtet internationaler Proteste weiter voran. Während der Sitzung des Sicherheitskabinetts veröffentlichte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein Video, in dem er erklärte, das Militär setze seine Angriffe auf die mit dem Iran verbündete Hisbollah fort und stehe kurz davor, die südlibanesische Stadt Bint Jbeil zu erobern.
Schweiz
Angesichts des Nahost-Konflikts geht die Schweizerische Nationalbank (SNB) von einer hohen Ungewissheit bei der Inflationsentwicklung aus und zeigt sich verstärkt zu Eingriffen am Devisenmarkt bereit. Die Unsicherheit über die Teuerungsprognose sei derzeit "ziemlich hoch", sagte SNB-Präsident Martin Schlegel bei einer Veranstaltung in Washington. Wegen der geopolitischen Spannungen sei die Bereitschaft der Notenbank gestiegen, am Devisenmarkt zu intervenieren.
USA / Beige Book
Die US-Konjunktur ist zuletzt gewachsen, während die Beschäftigung stabil blieb. Dies geht aus dem "Beige Book" der US-Zentralbank Federal Reserve hervor. Darin heißt es weiter, der Iran-Krieg und der damit verbundene Anstieg der Energiepreise hätten spürbare Auswirkungen auf die Wirtschaft. Der Konflikt sei eine Hauptursache für Unsicherheit, die Personalentscheidungen, Preisgestaltung und Investitionen erschwere.
USA / FED
Hohe Ölpreise dürften Zinssenkungen in den USA nach Einschätzung des US-Notenbankers Alberto Musalem in diesem Jahr verhindern. Die Kerninflation werde dadurch voraussichtlich fast einen Prozentpunkt über dem Zielwert der Federal Reserve (Fed) von zwei Prozent verharren, sagte der Präsident des Fed-Bezirks St. Louis der Nachrichtenagentur Reuters. Er rechne damit, dass die Energiekosten auf die Kernrate durchschlagen würden.
USA / Iran
Die US-Derivateaufsicht CFTC untersucht Insidern zufolge eine Reihe von Öl-Termingeschäften, die kurz vor wichtigen Kurswechseln in der Iran-Politik von US-Präsident Donald Trump getätigt wurden. Im Zentrum der Ermittlungen stünden Transaktionen auf den Plattformen der CME Group und der Intercontinental Exchange vom 23. März und 7. April, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.
Aixtron
Das Unternehmen hat sich mit der Ausgabe einer Wandelanleihe 450 Mio € frisches Geld etwa für weitere Übernahmen besorgt. Als Verwendungszweck seien unter anderem "Investitionen zur Unterstützung des organischen Wachstums sowie Akquisitionen und Aktienrückkäufe" denkbar, teilte der Chip-Anlagenbauer mit.
Deutsche Lufthansa
Neben dem Kabinenpersonal treten auch die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa aller Voraussicht nach in den Ausstand. Denn in dem Streit mit der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sind die Fronten verhärtet, beide Seiten konnten sich nicht auf Bedingungen für eine Schlichtung in dem Konflikt einigen. VC hatte einen Streik der Piloten bei der Kernmarke Lufthansa, der Frachttochter Lufthansa Cargo und der Regionalgesellschaft Cityline für Donnerstag und Freitag angekündig.
Freenet
Der Mobilfunk- und TV-Anbieter erwägt einen Börsengang seiner Sparte Waipu.tv. Freenet prüfe gemeinsam mit den Minderheitsaktionären der Exaring AG strategische Optionen für die TV-Streaming- und Aggregationsplattform Waipu.tv, teilte das Unternehmen mit. Dazu gehöre auch ein möglicher Börsengang. Dieser hänge von verschiedenen Parametern sowie den allgemeinen Marktbedingungen ab.
Gerresheimer
Das Unternehmen hat von seinen Banken und Schuldschein-Gläubigern mehr Zeit für die Lösung seiner Bilanzierungsprobleme bekommen. Die Banken sowie 96 Prozent der Schuldschein-Gläubiger hätten die Frist für die Vorlage des testierten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende November) bis Ende September verlängert, teilte Der angeschlagene Verpackungskonzern mit.
Heidelberger Druck
Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 sein Ergebnisziel verfehlt. Das Ende März beendete Geschäftsjahr werde wohl mit einer um Sondereinflüsse bereinigten operativen Marge (EBITDA) von rund 6,6 Prozent abgeschlossen, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte das Management für 2025/26 eine Verbesserung der EBITDA-Marge gegenüber dem Vorjahreswert von 7,1 Prozent in Aussicht gestellt. Dagegen werde das Umsatzziel währungsbereinigt erreicht. Auch der Auftragseingang habe den Trend der Abschlussquartale vorangegangener Jahre fortgesetzt.
MFE-MediaForEurope
Der neue ProSiebenSat.1-Eigentümer hat im vergangenen Jahr seinen Nettogewinn mehr als verdoppelt auf 300,7 Mio. €. Das operative Ergebnis (EBIT) brach hingegen wegen Restrukturierungs- und Transaktionskosten um 33 Prozent auf 238,6 Mio. € ein, wie der italienische Medienkonzern mitteilte. MFE-Finanzchef Simone Sole stellte klar, derzeit keine Pläne zum Kauf weiterer Anteile an ProSieben zu haben.
Uniper
Europäische Energiekonzerne wie Uniper erwägen Insidern zufolge den Kauf von Flüssigerdgas (LNG) von der kanadischen Westküste, um ihre Lieferketten breiter aufzustellen. Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges und der Sperrung der Straße von Hormus liefen Gespräche mit dem geplanten Exportterminal Ksi Lisims LNG, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
08:00 GB/ Handelsbilanzsaldo Februar in Mrd. Pfund
08:00 GB/ Industrieproduktion Februar m/m
08:00 GB/ Dienstleistungsindex Februar 3m/3m
08:00 GB/ Bauproduktion Februar m/m
08:30 CH/ Erzeuger- und Importpreise März m/m
11:00 EU/ Verbraucherpreise März (endgültig) y/y
13:30 EU/ Protokoll der letzten EZB-Sitzung
14:30 US/ Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Tsd.
14:30 US/ Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche in Mio.
14:30 US/ Philadelphia-Fed-Index April
15:15 US/ Kapazitätsauslastung März m/m
15:15 US/ Industrieproduktion März m/m
16:30 US/ DoE Erdgas-Lagerhaltung in BCF
| Quartalszahlen / Termine Europa | Barry Callebaut, Dierig Holding, Gerresheimer, Icade S.A. Actions au Porteur, NFON, Pirelli & C. S.p.A., R. Stahl, TomTom N.V., Viscofan S.A. Acciones Port., Voltabox |
| Quartalszahlen / Termine USA: | Abbott Laboratories Reg., Alcoa Corp., Cohen & Steers, Republic Bancorp, BancFirst, First Fin. Bankshares, Snap, Hearthland Express, Charles Schwab, PepsiCo, Citizens financial Group, Keycorp, Bank of New York Mellon, Insteel Industries, U.S. Bancorp, Travelers Companies, ManpowerGroup, Netflix |
| Dividendenabschläge u.a.: | Diageo (0,20 GBP), ING Group (0,736 €) |
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