Martin Henning
Leiter Cross-Asset Execution
| DAX | 25.289,02 |
| E-STOXX 50 | 6.116,56 |
| DAX | 25.289,02 | (+0,45%) |
| MDAX | 31.452,62 | (+0,07%) |
| TechDAX | 3.754,52 | (+0,15%) |
| Euro Stoxx 50 | 6.116,56 | (-0,19%) |
| Dow Jones | 49.499,20 | (+0,03%) |
Nasdaq | 25.034,37 | (-1,19%) |
Nikkei | 58.850,27 | (+0,16%) |
EUR/USD | 1,18 | (+0,04%) |
| Gold in $ | 5.186,85 | (+0,04%) |
| Oil (Brent) in $ | 72,06 | (+1,78%) |
| Bitcoin (USD) | 67.587,29 | (+0,18%) |
| Deutsche Börse AG | 226,50 | (+3,61%) |
| SAP SE | 172,22 | (+3,26%) |
| adidas AG | 162,50 | (+2,52%) |
| HeidelbergCement AG | 226,50 | (-4,95%) |
| MTU Aero Engines AG | 369,50 | (-3,12%) |
| Deutsche Telekom AG | 32,91 | (-2,69%) |
DAX kann sich im Plus behaupten - US-Börsen tendieren uneinheitlich - Rekordlauf schwächt sich in Asien etwas ab
Der Dax hat am Donnerstag seine anfänglichen Verluste abgeschüttelt. Auch ein Auf und Ab an der Wall Street konnte dem Leitindex am Nachmittag nichts anhaben. Die Blicke der Anleger waren im Nachgang der Resultate, die der Chipkonzern Nvidia am Vorabend nach US-Börsenschluss vorgelegt hatte, besonders stark auf die US-Börsen gerichtet. Gestützt auf die Aktien des Schwergewichts SAP, die sich im Tagesverlauf klar ins Plus absetzten, ging der deutsche Leitindex 0,45 Prozent höher bei 25.289,02 Punkten über die Ziellinie. Oberhalb der Marke von 25.300 Punkten war im Tagesverlauf aber wieder Schluss für den Leitindex. In diesem Bereich kristallisiert sich seit Mitte Februar ein wichtiger Widerstand heraus. Der MDax legte am Donnerstag um 0,07 Prozent auf 31.452,62 Punkte zu.
Die US-Börsen haben sich am Donnerstag uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow Jones mit 49.499 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von wenigen Punkten im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.909 Punkten 0,5 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.034 Punkten 1,2 Prozent im Minus.
Nvidia konnte mit den Quartalszahlen, die der Chiphersteller am Mittwoch nach Börsenschluss vorstellte, bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen von Analysten übertreffen. Der Aktienkurs des KI-Hoffnungsträgers fiel am Donnerstag dennoch. Insbesondere die Zukunft des Handels mit China und die Knappheit von Gaming-Chips besorgt Marktteilnehmer, für die der Erfolg von Nvidia als Gradmesser für den Einfluss von sogenannter "Künstlicher Intelligenz" auf die wirtschaftliche Entwicklung gilt.
Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 5.198 USD gezahlt (+0,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 141,59 € pro Gramm. Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 70,92 USD, das waren 7 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Nach dem Rekordlauf an den Börsen in Tokio, Seoul und Sydney setzt sich im späten Handelsverlauf eine positive Tendenz an den asiatischen Handelsplätzen am Freitag durch. Insbesondere die drei genannten Börsen steuern auf starke Februar-Gewinne und den besten Februar überhaupt zu. Asiatische Aktien haben europäische und US-Titel klar hinter sich gelassen - befeuert in erster Linie von Technologiewerten und den Hoffnungen zum KI-Boom. Der Nikkei-225 steigt um 0,2 Prozent auf 58.897 Punkte und erholt sich damit von zwischenzeitlichen Abgaben. Nachdem der Leitindex zwei Handelstagen in Folge auf Rekordhochs geschlossen hat, ist von einer Konsolidierung die Rede. Gebremst wird der japanische Aktienmarkt auch vom etwas festeren Yen. Inflationsdaten aus dem Großraum Tokio zeigen eine Abkühlung der Preisentwicklung - die Kerninflation fiel unter das Inflationsziel der Bank of Japan. In Südkorea dreht der Kospi nach deutlichen Verlusten im frühen Handel ins Plus und steigt um weitere 0,5 Prozent - damit steuert er auf den sechsen Aufschlag in Folge zu. Der chinesische Leitindex Shanghai-Composite steigt derweil um 0,4 Prozent, der HSI in Hongkong um 1,1 Prozent.
Der australische S&P/ASX-200 hat 0,3 Prozent im Plus geschlossen. Der Index verbucht einen Aufschlag im Februar von über 3 Prozent, kann aber mit Seoul und Tokio bei weitem nicht mithalten.
Für den Dax zeichnet sich am Freitag ein leicht schwacher Start ab und notiert vorbörslich 0,09% schwächer bei 25.267,00 Punkten.
Vor dem Wochenende stehen Inflationszahlen aus Deutschland im Fokus. Zudem veröffentlicht BASF heute Quartalszahlen.
DEUTSCHLAND/ARBEITSMARKT
Nach dem Anstieg der Arbeitslosenzahl auf über drei Millionen blicken Experten mit Spannung auf die Daten für Februar. Die Arbeitslosigkeit steigt im Januar regelmäßig aus saisonalen Gründen. Zum Jahresende laufen viele befristete Arbeitsverträge aus, und witterungsabhängige Branchen wie Bau, Landwirtschaft und Tourismus drosseln ihre Beschäftigung. Mit dem kalten Februar dürften die Chancen auf eine rasche Besserung der Lage schlecht stehen.
DEUTSCHLAND/BAHN
Lange Streiks der Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn wird es in diesem Jahr nicht geben. Beide Seiten einigten sich in der Nacht zum Freitag auf einen neuen Tarifvertrag, wie Sprecher beider Seiten mitteilten. Details sollen am Vormittag in Berlin vorgestellt werden. Die GDL hatte einen Forderungskatalog mit 40 Punkten vorgelegt. Unter anderem wollte die Gewerkschaft bis zu acht Prozent mehr Geld für ihre Mitglieder durchsetzen. Dabei sollte es eine allgemeine Entgelterhöhung von 3,8 Prozent geben. Zusätzlich forderte die GDL spürbare Zuwächse bei Zulagen sowie Verbesserungen für Ausbilder und Prämien für die betriebliche Rente.
DEUTSCHLAND/INFLATION
Der Preisauftrieb dürfte im Februar nachgelassen haben. Volkswirte erwarten eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent, nach 2,1 Prozent zu Jahresbeginn. Die Inflation dürfte damit genau auf den Zielwert fallen, den die Europäische Zentralbank als ideal für die Wirtschaft im Euroraum ansieht. Steigende Preise für Lebensmittel hatten die Inflationsrate hierzulande zum Jahresanfang in die Höhe getrieben, nachdem sie im Dezember bei 1,8 Prozent gelegen hatte.
JAPAN
Die Industrieproduktion ist im Januar laut Regierungsdaten um 2,2 Prozent zum Vormonat gestiegen. Analysten hatten mit einem Zuwachs von 5,3 Prozent gerechnet. Vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie befragte Hersteller erwarten zudem, dass die saisonbereinigte Produktion im Februar um 0,5 Prozent und im März um 2,6 Prozent sinken wird
UKRAINE/IWF
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der Ukraine einen neuen, über vier Jahre laufenden Kredit in Höhe von 8,1 Mrd. USD bewilligt. Davon würden 1,5 Mrd. USD sofort ausgezahlt, teilte der IWF mit. Die neue erweiterte Fondsfazilität für die Ukraine sei Teil eines internationalen Unterstützungspakets in Höhe von 136,5 Mrd. USD für das vom Krieg heimgesuchte Land.
UKRAINE
Die Ukraine setzt nach Verhandlungen mit den USA in Genf über Wege zur Beendigung des Krieges auf den geplanten Dreier-Gipfel Anfang März mit Russland. Das trilaterale Treffen werde voraussichtlich in Abu Dhabi stattfinden, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Ziel sei es, den Weg für eine direkte Begegnung zwischen ihm und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu ebnen. An den Gesprächen in Genf hatten auf US-Seite der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, teilgenommen. Ein Schwerpunkt der Unterredungen war der Wiederaufbau der Ukraine.
Allianz
Der Konzern konnte seine eigenen Ergebnisse in den Schatten gestellt. Operativ verdiente der Versicherungsriese satte 17,4 Mrd. € im vergangenen Jahr. Das war noch einmal rund 1 Mrd. mehr als ein Jahr zuvor. Daran lässt der Konzern seine Aktionäre teilhaben. Geplant ist ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2,5 Mrd. €. Seit Anfang 2017 hat die Allianz bereits Aktien im Wert von rund 16 Mrd. € zurückgekauft. Zudem will der Vorstand eine Dividende pro Aktie in Höhe von 17,10 € vorschlagen, ein Anstieg von 11% gegenüber dem Jahr 2024. Geführt wird die Allianz seit rund einem Jahrzehnt von Vorstandschef Oliver Bäte. Er setzt auf organisches Wachstum, schaut sich aber auch nach Zukaufsmöglichkeiten oder sonstigen Partnerschaften um.
Anthropic
Das KI-Unternehmen kann einer Forderung des US-Verteidigungsministeriums in einem Streit um Sicherheitsvorkehrungen für Künstliche Intelligenz (KI) nicht nachkommen. Dies sagte Anthropic-Chef Dario Amodei am Donnerstag. Das Pentagon fordert die Entfernung aller Sicherheitsvorkehrungen beim Einsatz der KI-Technologie von Anthropic. Diese würden verhindern, dass die Technologie des Unternehmens zur autonomen Zielerfassung von Waffen oder zur Überwachung in den USA eingesetzt wird.
BASF
Der Chemiekonzern stellt sich nach einem deutlichen Ergebnisrückgang auf ein weiteres durchwachsenes Jahr ein und verschärft sein Sparprogramm. Für 2026 stellte der weltgrößte Chemiekonzern einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) zwischen 6,2 und 7,0 (Vorjahr: 6,6) Mrd. € in Aussicht. Analysten hatten zuletzt im Schnitt 7,02 Mrd. € erwartet. Die laufenden Kosteneinsparprogramme werden beschleunigt: Bis Ende 2026 rechnet BASF nun mit jährlichen Einsparungen von 2,3 Mrd. € statt der zuvor geplanten 2,1 Mrd..
Coreweave
Der Siegeszug Künstlicher Intelligenz (KI) verhilft CoreWeave zu einem überraschend deutlichen Wachstum. Der Umsatz verdoppelte sich im vierten Quartal auf 1,57 Mrd. USD und übertraf damit die Markterwartungen, wie der Cloud-Anbieter mitteilte. Ähnlich stark stiegen auch die operativen Ausgaben, die einen Umfang von 1,66 Mrd. USD erreichten. Dadurch lag der bereinigte Verlust mit 284 Mio. USD fast achtmal so hoch wie im Vorjahreszeitraum.
Dell
Der wachsende Bedarf an KI-Rechnern beschert Dell Umsatz- und Gewinnrekorde. Zudem legte der Computerhersteller einen überraschend optimistischen Ausblick vor. "Wir haben im Geschäftsjahr 2025/2026 Aufträge für KI-optimierte Server im Volumen von 64 Mrd. USD verbucht und starten mit einem Rekordauftragsbestand von 43 Mrd. USD in das neue Geschäftsjahr", sagte der für das Tagesgeschäft verantwortliche Chef Jeff Clarke.
Deutsche Bahn
Der Logistikkonzern trennt sich nach einem Medienbericht nach nur drei Monaten von ihrer Finanzvorständin Karin Dohm. Der Aufsichtsrat solle die Abberufung in drei Wochen beschließen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Die Bahn wollte sich dem Bericht zufolge nicht zu der Personalie äußern.
Deutsche Lufthansa
Eine Rückkehr der Lufthansa-Aktie in den Leitindex Dax ist längst keine ausgemachte Sache. Der Index-Experte Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg spricht von einem "Fotofinish". Lange sah es so aus, als würde die Fluggesellschaft im März nach sechs Jahren sicher wieder in den Dax aufsteigen. Doch dann drückten Streiks von Piloten und Kabinenpersonal die Lufthansa-Aktie zumindest vorübergehend. Das könnte bei der Abrechnung am Freitag ins Gewicht fallen, bei der die volumengewichtete Kursentwicklung im Februar betrachtet wird.
Swiss Re
Der Rückversicherer hat 2025 dank starker Anlagerenditen und einer geringen Zahl von Großschäden nach dem 1. Quartal ein Rekordergebnis eingefahren. Der Nettogewinn kletterte um 47 Prozent auf 4,8 Mrd. USD, wie der Konzern mitteilte. Swiss Re schlägt eine Erhöhung der Dividende um neun Prozent auf 8,0 USD je Aktie vor und will 2026 eigene Aktien im Wert von bis zu 1,5 Mrd. USD zurückkaufen.
UBS
Die Schweizer Großbank holt prominente Verstärkung an Bord und hat Agustín Carstens sowie Luca Maestri für den Verwaltungsrat nominiert. Die Wahl solle auf der Generalversammlung am 15. April erfolgen, teilte das Institut mit. Carstens leitete bis Juni 2025 als Generaldirektor die in Basel ansässige Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die oft als "Zentralbank der Zentralbanken" bezeichnet wird. Zuvor war er Gouverneur der mexikanischen Notenbank.
Warner Bros Discovery
Netflix zieht sich aus dem Bieterkampf um die Streaming- und Studiosparte von Warner Bros Discovery zurück. Das Geschäft sei finanziell nicht mehr attraktiv, nachdem Paramount Skydance sein Angebot auf 31 USD je Aktie erhöht habe, teilte der Streaming-Anbieter mit. "Bei dem Preis, der erforderlich wäre, um mit dem jüngsten Angebot von Paramount Skydance gleichzuziehen, ist das Geschäft finanziell nicht mehr attraktiv. Daher lehnen wir es ab, mit dem Gebot von Paramount Skydance mitzuziehen", hieß es in der Erklärung. Die Aktie von Netflix legte im nachbörslichen Handel um rund zehn Prozent zu.
07:30 FR/ Neugeschaffene Stellen ex Agrar Q4 (endgültig) q/q
08:00 DE/ Erwerbstätigenzahl Januar y/y
08:45 FR/ Konsumausgaben Januar m/m
08:45 FR/ Verbraucherpreise Feburar (vorläufig) m/m
08:45 FR/ BIP Q4 2. Veröffentlichung q/q
09:00 CH/ KOF-Konjunkturbarometer Februar
09:00 SP/ Verbraucherpreise Februar (Vorabschätzung) y/y
09:00 CH/ BIP Q4 q/q
09:55 DE/ Arbeitslosenzahl Februar (saisonbereinigt) m/m in Tsd.
09:55 DE/ Arbeitslosenquote Februar
14:00 DE/ Verbraucherpreise Februar (Vorabschätzung) y/y
14:30 CA/ Monatliches BIP Dezember
14:30 US/ Erzeugerpreise Januar m/m
15:45 US/ Einkaufsmanagerindex Chicago Februar
16:00 US/ Bauausgaben Dezember m/m
21:30 US/ Commitments of Traders Report
| Quartalszahlen / Termine Europa | Schweiter Technologies, Banca Transilvania, VZ Holding, Cellnex, Alzchem, Merlin Properties SOCIMI, sino, Prosgeur, Holcim , BASF, Fugro, Swiss Re, Proximus, Vallourec |
| Quartalszahlen / Termine USA: | Carter´s, Spirit Aerosystems, Northwest Natural, Gogo, Delek, BlackRock, Arbor Realty Trust |
| Dividendenabschläge u.a.: | Siemens Energy (0,70 €), Hilton Worldwide (0,15 USD), Barrick Mining Corporation (0,42 CAD) |
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MiFID II/MiFIR
Seit dem 3. Januar 2018 muss zur Meldung von Geschäften ein Legal Entity Identifier (LEI) übermittelt werden. Hier zur Information der „LEI“ von Hauck & Aufhäuser: 529900OOZP78CYPYF471
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